Termine


Der Schamrock-Salon lädt vom 19. bis 21. Oktober 2012 zum ersten Festival für Lyrikerinnen weltweit! Dichterinnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südtirol, Finnland und den USA kommen nach München zum Schamrock-Festival der Dichterinnen und geben in Lesungen und Performances der aktuellen Lyrik ein weibliches Gesicht!

„Einen Löffel Erde in den Koffer geben, gilt als erster Schritt. Dann in den Kopf greifen und sehen, wie die Augen das Schreiben sehen.“ So beschreibt die Schweizer Dichterin Birgit Kempker den Prozess des Schreibens. Zwei Vormittage lang wird sie am 20. und 21. Oktober 2012 mit den TeilnehmerInnen ihres Workshops „Den Kopf schütteln und rütteln, die Nüsse auflesen, knacken, essen, verschenken und pflanzen“ experimentieren. Workshoppreis: 100,00 Euro für beide Tage (für Festival-Dichterinnen und Festivalpass-InhaberInnen 50,00 Euro). Maximale TeilnehmerInnenanzahl: 12.
InteressentInnen melden sich bitte via E-Mail bei augusta.laar@schamrock.org an.

Der Workshop findet statt im Rahmen des ersten internationalen Schamrock-Festivals der Dichterinnen. Über 40 deutschsprachige Lyrikerinnen – unter ihnen Marlene Streeruwitz, Ilma Rakusa, Ruth Klüger, Swantje Lichtenstein, Dorothea Grünzweig, Martina Hefter, Lydia Daher und Tanja Dückers – treffen sich vom 19. bis 21. Oktober 2012 in der Pasinger Fabrik zu einem großen generationen- und grenzüberschreitenden Lesefest in München. Eine Festival-Grußbotschaft von Friederike Mayröcker können Sie auf der Schamrock-Seite sehen und hören:Schamrock-Festival

Dieser Kreativworkshop möchte einen solchen Beitrag in den drei Kunstsparten Schauspiel, Literatur und bildende Kunst dazu leisten. Die Kunstrichtungen werden von Personen begleitet, die in ihrem Genre seit vielen Jahren professionell arbeiten. Die iranische Künstlerin Parastou Forouhar leitet die Sektion bildende Kunst, der amtierende Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller Imre Török die Literatursektion und das Schauspiel wird von der Berliner Theatermacherin Lore Seichter-Muráth angeleitet.

Parastou Forouhar, bildende Künstlerin
Der Workshop soll Raum schaffen für die Auseinandersetzung mit dem hybriden Charakter dessen, was als „kulturelle Identität“ bezeichnet wird. Die Krise ihrer Repräsentation äußert sich in starren Bildern. Diesen soll nachgespürt und Inhalte sichtbar gemacht werden.

Lore Seichter-Muráth, Theatermacherin
Im Theaterlaboratorium erforschen wir anhand drama methods menschliche Verhaltensweisen zum Themenkomplex Heimat und Identität. Erster Schwerpunkt ist
die Suche nach der eigenen Identität: „Wir wissen, wer wir sind, wenn wir wissen, wer wir nicht sind und gegen wen wir sind.“ Sinnliche Erfahrungen werden mittels Vorstellungskraft bewusst gemacht. Schauspielerische Übungen und Improvisationen helfen, uns bis an die Grenze in das Fremde hineinzuversetzen. Ganzheitliche Erfahrungen wirken tief. Als Ergebnis steht die Werkstattaufführung und im Unterricht wieder verwendbare erlebte Mittel.

Imre Török, ungarischer und deutscher Schriftsteller;
Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS); er lehrt seit über zwei Jahrzehnten Kreativität und kreatives Schreiben Erinnerungen, die Macht der Erinnerung und der Träume bilden den Einstieg. Schreibend, poetisch oder in realen Erzählungen erkunden wir die Themen Herkunft, Heimat,
Identität. Spannende, ideenreiche Schreibübungen wecken die Kreativität und führen, als ein fiktives Generationsprojekt, in die Heimaten unserer Eltern/Großeltern, um letztlich die eigenen Wünsche und Hoffnungen in Gegenwart und Zukunft persönlich und gemeinsam in der Gruppe literarisch zum Ausdruck zu bringen.

Eine großzügige Förderung des Kreativworkshops erfolgt durch das Land Baden-Württemberg, den Akademieverein sowie durch die keb e.V. Die Studierenden haben lediglich einen Eigenanteil von 90,– Euro für die gesamte Woche zu bezahlen.
Dieser Betrag ist mit der Anmeldung zu überweisen
(Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart,
Baden-Württembergische Bank, BLZ 600 501 01,
Konto Nr. 2 045 692, Verwendungszweck: HHSt. 2055).
Die Anmeldung ist erst mit dem Eingang der Zahlung gültig.

Tagungshaus
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
– Tagungshaus Weingarten –
Kirchplatz 7, 88250 Weingarten
Tel.: 0751 5686 0; Fax: 0751 5686 222

Bereits zum fünften Mal veranstalten das Grimme-Institut und das Institut für Schauspiel, Film und Fernsehberufe (iSFF) an der VHS Berlin-Mitte das Gesprächsforum für Film- und Fernsehschaffende und Medienexperten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussion stehen die Vergabekriterien des Grimme-Preises an die Produktion „Die Hebamme“ (ZDF/ORF).
Termin
Mittwoch, den 19. September 2012
17.30 – 19.00 Uhr Filmvorführung von „Die Hebamme“
19.15 – 21.00 Uhr Podiumsgespräche und Diskussion
Ort
ARRI Kino, Türkenstr. 91, 80799 München
Podium
Preisträger Dagmar Hirtz (Regie), Peter Probst (Buch) und Brigitte Hobmeier (Darstellerin).
Jo Heim (Kameramann), Rudi Czettel /Szenenbildner/Ausstatter), Mitglieder der Nominierungskommission und der Jury des 48. Grimme-Preises.
Moderation: Volker Bergmeister
Weitere Informationen finden Sie unter isff und Grimme Institut

Ende August findet seit über 30 Jahren das Erlanger Poetenfest statt. Mit einer Fülle von Veranstaltungen rund um die aktuelle Literatur gilt das lange Wochenende als eines der beliebtesten Literaturfestivals im deutschsprachigen Raum und als inoffizieller Auftakt zum deutschen Bücherherbst. Über 60 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Publizisten und Literaturkritiker kommen zu Lesungen, Gesprächen und Diskussionen zusammen. Zum viertägigen Festival erwartet das Kulturprojektbüro der Stadt Erlangen über 10.000 Besucherinnen und Besucher.

Mittelpunkt des Erlanger Poetenfests sind die langen Lesenachmittage am Samstag und Sonntag im Erlanger Schlossgarten. Viele wichtige Neuerscheinungen werden erstmals öffentlich gelesen und anschließend mit namhaften Literaturkritikerinnen und -kritikern wie Maike Albath, Verena Auffermann, Michael Braun, Wilfried F. Schoeller, Hajo Steinert und Florian Felix Weyh diskutiert. Zum Auftakt des 32. Erlanger Poetenfests überträgt Bayern 2 seine „Nacht der Poesie“ mit zahlreichen literarischen Gästen live aus dem Markgrafentheater.

Das „Junge Podium“ präsentiert aktuelle Kinder- und Jugendliteratur in Lesungen bekannter Autorinnen und Autoren sowie ein attraktives Rahmenprogramm für Kinder und Jugendliche. Im barocken Markgrafentheater finden abends Autorenporträts statt, die international renommierte Autorinnen und Autoren in Lesung und Gespräch vorstellen. Gespräche und Diskussionen zu literarischen, gesellschaftlichen und kulturpolitischen Themen sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des Programms.

Die Erlanger Übersetzerwerkstatt gewährt als offenes Arbeitstreffen führender Übersetzerinnen und Übersetzer Einblicke in die Faszination des literarischen Übersetzens. Bibliophile Kostbarkeiten zeigt die Buchkunst-Ausstellung „Druck & Buch“, weitere Ausstellungen und abwechslungsreiche Begleitveranstaltungen runden das Programm des Erlanger Poetenfests ab.

Der idyllische Schlossgarten im Zentrum der Stadt, das Markgrafentheater – Süddeutschlands ältestes bespieltes Barocktheater – und der historische Redoutensaal sind die Hauptveranstaltungsorte des spätsommerlichen Literaturereignisses. Das aktuelle Programm wird Ende Juli bekannt gegeben.

Informationen ab Ende Juli unter www.poetenfest-erlangen.de Das Programmheft mit ausführlichen Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und Teilnehmern erscheint Mitte August.

Karten:
Nachmittags-Lesungen Samstag/Sonntag, 25./26. August im Schlossgarten: Eintritt frei!
Vorverkauf für kostenpflichtige Veranstaltungen ab Anfang August unter www.poetenfest-erlangen.de und www.reservix.de, an den bekannten Vorverkaufsstellen im Großraum Erlangen / Nürnberg / Fürth / Bamberg und an den ReserviX-Vorverkaufsstellen deutschlandweit (Vorverkaufsgebühren) sowie vom 23. bis 26. August an den Tages- bzw. Abendkassen jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn am Veranstaltungsort. Tageskasse Samstag/Sonntag, 25./26. August: 13:00 bis 17:30 Uhr an der Information im Schlossgarten (bei Regen an der Theaterkasse im Markgrafentheater).

Veranstaltungsorte:
Schlossgarten, 91054 Erlangen
Markgrafentheater, Theaterplatz 2, 91054 Erlangen Redoutensaal, Theaterplatz 1, 91054 Erlangen Theater in der Garage, Theaterstr. 3, 91054 Erlangen Glocken-Lichtspiele, Hauptstr. 46, 91054 Erlangen Orangerie im Schlossgarten, Schlossgarten 1, 91054 Erlangen Schloss, Schlossplatz 4, 91054 Erlangen Kunstverein – Neue Galerie, Hauptstr. 72, 91054 Erlangen Stadtbibliothek, Palais Stutterheim, Marktplatz 1, 91054 Erlangen Kunstpalais, Palais Stutterheim, Marktplatz 1, 91054 Erlangen Manhattan-Kinos, Güterhallenstr. 4, 91054 Erlangen Open Air-Kino an der Bleiche, Gelände unterhalb der Schwabachanlage 1, 91054 Erlangen

Bei Regen finden die für den Schlossgarten geplanten Veranstaltungen in Redoutensaal, Markgrafentheater, im Theater in der Garage und in den Glocken-Lichtspielen statt.

Veranstalter:
Stadt Erlangen – Referat für Kultur, Jugend und Freizeit Kulturprojektbüro Gebbertstraße 1, 91052 Erlangen – Deutschland Tel. +49(0)9131/86-1408, Fax: +49(0)9131/86-1411
E-Mail: info@poetenfest-erlangen.de
Internet: www.poetenfest-erlangen.de

Krise ist diesmal das STERZ-Thema, so aktuell wie ewig wiederkehrend: Theoretische Überlegungen wie persönliche Erfahrungen in jedweder abdruckbaren Form, also schriftlich in Lyrik wie Prosa, Essay, wissenschaftlicher Abhandlung (etwa 6.000 Zeichen) etc. und bildlich per Grafik, Foto, Comic u.a.m. möglichst gut, möglichst schön, möglichst schnell, letztmöglichst bis zur Jahresmitte über 8010 Graz, Mandellstr.10 oder zeitschrift@sterz.mur.at
Erst lesen, dann schreiben: http://www.sterz.mur.at/

Die Drehbuchkommission der FFA hat unter dem Vorsitz von Carolin Otto in ihrer ersten Sitzung des Jahres acht Drehbücher und ein Treatment gefördert. Die Bewilligungen fielen auf vielversprechende Romanadaptionen, Jugend- und Dokumentarfilme und Komödien. Insgesamt lagen der Kommission 46 Anträge vor.
Mit dem Drehbuch von Claudia Schreiber und Manuel Siebenmann SÜSS WIE SCHATTENMORELLEN förderte die Kommission eine Roman, die, ähnlich wie in Tschechows Kirschgarten, von allzu jugendhaften Erwachsenen und zu sehr verantwortungsbewussten Jugendlichen handelt. Zudem wurde das Drehbuch zu BEATLE TRIFFT DESTINY unterstützt, eine Teenager-Dreiecks-Story über Veränderung, Zufall und darüber, dass jeder meistens das Falsche tut. Auch im Drehbuch zu SONGS OF SILENCE stehen Jugendliche im Zentrum des Geschehens: Vier Geschwister sind die Protagonisten einer Familiengeschichte aus den USA über Sprachlosigkeit – und Gesang, der zur Sprache werden kann. Mit MY GERMAN WEDDING wurde das Buch der Debütautorin Shlomit Lasky gefördert – eine Komödie über eine junge Israelin mit Heiratsabsichten. Darüber hinaus förderte die Kommission die Drehbuchvorhaben zu den Dokumentarfilmen DER AUSCHWITZ PROZESS und MADGERMANY.
Im Förderbereich ’Treatments’ unterstützte die Kommission das Drehbuch von Edda Leesch, die mit EIERDIEBE ihre erste Kino-Komödie schreibt.
Die Förderungen im Detail:
Drehbücher
BERLINER BALAGAN
Autoren: Rolf Basedow und Gabriel Heim
Produktion: One Two Films, Berlin
€ 40.000 Euro
SÜSS WIE SCHATTENMORELLEN
Autoren: Claudia Schreiber und Manuel Siebenmann
Produktion: Golli Marboe mit Makido Film GmbH, Weimar
€ 30.000 Euro
KEINE ANGST VOR NIX
Autor: Gernot Krää
Produktion: if…productions, München
€ 25.000 Euro
BEATLE TRIFFT DESTINY
Autorin: Anna Justice
€ 25.000 Euro
SONGS OF SILENCE
Autoren: Boris Hars-Tschachotin
Produktion: WÖBKE, München
€ 24.300 Euro
DER AUSCHWITZ PROZESS
Autor: Janusch Kozminski
Produktion: Janusch Kozminski Filmproduktion, München
€ 20.000 Euro
MADGERMANY
Autor: Marco Mittelstaedt
Produktion: Pinguin Film GmbH, Berlin
€ 15.000 Euro
MY GERMAN WEDDING
Autorin: Shlomit Lasky
Produktion: Tag/Traum Filmproduktion, Köln
€ 10.000 Euro
Treatments
EIERDIEBE
Autorin: Edda Leesch
Produktion: d.i.e. film GmbH, München
€ 10.000 Euro
Die nächste Sitzung der Drehbuchkommission findet am 14. und 15. Mai statt.

Die UNESCO ernannte auf ihrer 30. Generalkonferenz am 15. November 1999 den 21. März zum Welttag der Poesie. Seit diesem Zeitpunkt feiert die Literaturwerkstatt Berlin diesen Tag als zentrale Veranstaltung mit einer internationalen Lesung. Dieses Jahr treten im Haus der Stiftung „Brandenburger Tor“ fünf Dichter aus vier Ländern auf: Ali Al Jallawi (Bahrain/Deutschland), Chirikure Chirikure (Simbabwe), Ulrike Draesner (Berlin), Simone Kornappel (Berlin) und Sigitas Parulskis (Litauen).

Der Welttag der Poesie macht deutlich, dass Poesie eine eigenständige Kunst ist und entstand in Abgrenzung zum Welttag des Buches, bzw. als eine Ergänzung dazu. Die UNESCO weist mit dem Welttag der Poesie auf Sprache und Dichtung als ästhetische Ausdrucksmittel kultureller und gesellschaftlicher Werte hin und gibt der Poesie einen zentralen Platz in der Bewahrung des kulturellen Erbes. Durch den Welttag der Poesie soll der Dialog zwischen den Kulturen sowie zwischen Poesie und anderen Künsten wie Theater, Tanz, Musik oder Malerei gefördert werden, denn „Es gibt keine Kunst ohne Poesie“ (Delacroix).
Anlässlich des UNESCO-Welttages der Poesie präsentiert www.lyrikline.org ein Feature zum Thema „Poesiefilm“. Die Webseite für Poesie stellte vor kurzem ihre zehntausendste Gedicht-Übersetzung online.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin und der Stiftung »Brandenburger Tor« mit der Akademie Schloss Solitude, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, der Jungen Akademie der Akademie der Künste, Berlin, Botschaft der Republik Litauen, Kultusministerium Litauen, Books from Lithuania und der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.
Unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission

Mi 21.3.2012, 20.00 Uhr
Welttag der Poesie
Stiftung »Brandenburger Tor«, Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, 10117 Berlin.
Mit Ali Al Jallawi, Bahrain/Deutschland, Chirikure Chirikure, Simbabwe, Ulrike Draesner, Berlin, Simone Kornappel, Berlin, Sigitas Parulskis, Litauen,
Moderation: Knut Elstermann, Journalist, Berlin

Die Buchmesse findet in Leipzig statt, Literatur in Köln: 172 Veranstaltungen stehen auf dem Programm der zwölften lit.COLOGNE, die vom 14. bis 24. März 2012 in Köln stattfindet. Etliche Termine sind schon ausgebucht.
Wie immer gibt es klassische Lesungen wie zum Beispiel mit dem aktuellen Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer oder dem Deutschen Buchpreisträger Eugen Ruge. Dazu kommen zahlreiche Veranstaltungen mit internationalen Bestseller-Autoren wie zum Beispiel Jeffrey Eugenides, Javier Mariás, Roberto Saviano, Zeruya Shalev, Val McDermid, ebenso wie mit nationalen Schriftstellergrößen wie Roger Willemsen, Silvia Bovenschen und Andreas Altmann.
Das komplette Programm sowie weitere Informationen zum Festival unter
www.litcologne.de

Krimifestival München: 12.-31. März 2012

Dienstag, 13. März 2012, 20 Uhr
Buchhandlung Buch & Bohne, Kapuzinerplatz 4
Krimipreisträgerin Anne Chaplet liest aus Ihrem neuen Kriminalroman „Erleuchtung“.
Reservierung unter: Tel. 089 – 37 41 40 60

Dienstag, 13. März 2012, 20:30 Uhr
Buchhandlung Lehmkuhl, Leopoldstr. 45
Buchpremiere: Georg M. Oswald präsentiert seinen Thriller „Unter Feinden“.
Reservierung unter: Tel. 089 – 380 150 0

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Mittwoch, 14. März 2012, 19:30 Uhr
Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18
Lesung und Gespräch mit Bestsellerautor Sam Bourne („Der Gewählte“)
Reservierung unter 089 – 2024 00491

Mittwoch, 14. März 2012, 19:30 Uhr
Pasinger Fabrik / Wagenhalle
August-Exter-Straße 1 / Am Pasinger Bahnhof
Pasinger Kriminacht
Buchpremiere mit Peter Probst „Im Namen des Kreuzes“
Reservierung unter 089 829 290 79

Weitere Termine unter:
http://www.krimifestival-muenchen.de/

Zum 25-jährigen Jubiläum des Bundesverband junger Autoren und Autorinnen lädt der BVjA ein zur Tagung:

„Aus Versehen politisch! Das Politische in der jungen deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“

vom 23.3.-25.3.2012 in der Evangelischen Akademie Loccum

Auf die Frage, was denn junge deutsche Literatur sei, definiert der junge Autor Leif Randt im Mai 2011 in einem Interview mit der „Zeit“: „Oft Beziehungsgeschichten, die in jungen, akademischen Milieus stattfinden, in Großstädten, in WG-Küchen, in denen die Morgensonne in einem bestimmten Winkel hereinfällt, während der Kaffee gekocht wird. Und es gibt ziemlich abgründige Emotionen, die oft mit der Familie zu tun haben. Man ist sehr medienerfahren, die Figuren haben viele Serien und Filme gesehen, es herrscht eine Grundabgeklärtheit. Die Konflikte sind unausgesprochen und schweben. Die Dinge werden nicht beim Namen genannt, sondern durch die genaue Beschreibung der Sonne auf dem Küchentisch ausgedrückt. Das kann oft ganz schlimm sein, manchmal aber auch gut.“ Und auf die Frage, ob seine Texte denn politisch seien, antwortet er, sie seien „ab und zu aus Versehen politisch“.

Im August 2010 forderte Günter Grass im „SPIEGEL“ (Ausgabe 33/2010), die junge Generation von Autoren solle angesichts von „Finanzkrise, Kinderarmut, Abschiebeprpieaxis, das Auseinanderdriften von Reich und Arm“ eine „Haltung entwickeln und verlautbaren“. Er würde es bedauern, wenn die von ihm mit begründete und par excellence repräsentierte „relativ kurze Tradition“, dass sich in Deutschland Autoren als intellektuelle Wortführer in den politischen Diskurs einbrächten, abreißen würde.

Immer wieder fordern Schriftsteller mehr politischen Mut der jungen Schriftstellergeneration. Im September 2011 war in den deutschsprachigen Zeitungen zu lesen, dass auch der Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa von seinen Autorenkollegen mehr politisches Engagement forderte. „Ein Schriftsteller sollte sich nicht scheuen, sich die Hände schmutzig zu machen, sich hineinzuknien, mitzumischen in der politischen Debatte der Demokratie“.

Der 1982 in Graz geborene Clemens J. Setz erzählte frank und frei, dass er es ´lustig` finde, sein letztes Buch in den Bestsellerlisten dort zu sehen, wo sich sonst nur Håkan Nesser, Donna Leon oder Charlotte Roche tummeln. Ambivalent wird die Haltung dieses Repräsentanten ´junger, deutschsprachiger Literatur` dadurch, dass er, wie auch andere junge Autoren, mit dem Vorwurf konfrontiert wird, allzu stromlinienförmig zu sein. Er sagt: «Die arrivierten Autoren probieren ja auch nicht mehr wirklich viel aus. Vielleicht sollte man eher denen zurufen: ´Seid doch mal experimentieller`.»

Nach dem ersten Jahrzehnt dieses neuen Jahrtausends erscheint es, dass die Figur des politischen Intellektuellen, wie sie weite Teile des 20. Jahrhunderts geprägt hat, dem Tode geweiht ist. Die Literaten, die Stellung beziehen, sind in der Öffentlichkeit und der ausdifferenzierten, partikularen und fragmentierten Mediengesellschaft kaum gefragt.

Gewiss: Es lässt sich sicherlich bei etwa 90.000 Neuveröffentlichungen jährlich zu jedem politischen Thema auch ein Roman finden. Aber es fehlt der ‚große Rundumschlag’, z.B. ein Roman, der als explizit „politischer Roman“ wahrgenommen und besprochen wird.

Wenn es politische Literatur noch gibt, dann muss sie allerdings auch im Literaturbetrieb wahrnehmbar sein. Literarische Texte politischen Inhalts zu produzieren, ist das eine. Verlegt, vermarktet, publiziert und diskutiert zu werden, das andere. Wie steht es also um den Mut der Autoren? Wie steht es aber auch um den Mut der Verlage, explizit politische Texte ins Programm zu nehmen? Warum wird politische Literatur von den Verlagen ignoriert?

Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA)
Postfach 20 03 03, 53133 Bonn
www.bvja-online.de

Tagung vom 23.3.-25.3.2012
in der Evangelischen Akademie Loccum
Beginn: 23.3.2012, 15 Uhr
Ende: 25.3.2012, 12 Uhr (mit dem Mittagessen)
Anmeldung: http://www.loccum.de/programm/p1218.pdf
Wegbeschreibung: http://www.loccum.de/akademie/anreise.html

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