Preise und Stipendien


Zum Auftakt der diesjährigen Jahrestagung in Schwäbisch Hall gibt der deutsche PEN die Namen der beiden Wettbewerbssieger bekannt, deren Texte beim NEW VOICES AWARD des Internationalen PEN als deutsche Beiträge eingereicht werden. Es sind Ronya Othmann, Jg.1993, mit der Erzählung „Elsa“ und Jason Bartsch, Jg.1994, mit drei Gedichten: „in der stadt der katzen“, „der falter“ und „auszug aus einem liebesgedicht“. Beteiligen konnten sich junge Autorinnen und Autoren zwischen 17 und 30 Jahren. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Generalsekretärin Regula Venske, die zusammen mit Heinrich Peuckmann und Hans Thill der Jury angehörte. „Die Texte hatten ein zum Teil erstaunlich hohes Niveau.“
Aus allen internationalen Einsendungen wählt nun eine Jury des Internationalen PEN zunächst sechs, dann die drei besten aus. Die Finalisten werden im September nach Kirgistan eingeladen, um ihre Texte beim Internationalen PEN-Kongress in Bischkek zu präsentieren. Der New Voices Award wurde erstmals 2013 in Reykjavík verliehen; damals setzte sich Masande Ntshanga aus Südafrika gegen José Pablo aus Mexiko und Claire Battershill aus Kanada durch.
www.pen-deutschland.de

Der Verein Villa Decius und die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit schreiben Residenzstipendien für deutsche Schriftsteller und Übersetzer aus dem Deutschen ins Polnische und aus dem Polnischen ins Deutsche aus. Die Bewerbungsfrist ist der 31. Mai 2014.
Die Residenz umfasst drei Monate (September – November 2014). Bewerbungen richten Sie bitte per E-Mail an die Projektkoordinatorin in der Villa Decius.
Wer kann sich bewerben?
· Schriftsteller aus Deutschland, die mindestens eine Publikation vorweisen können
· Übersetzer deutscher Literatur ins Polnische
· Übersetzer polnischer Literatur ins Deutsche
Was umfasst das Stipendium?
· Aufenthalt im Łaski-Haus, einem Nebengebäude der historischen Villa Decius, gelegen in einem wunderschönen Park in Krakau (Einzelzimmer mit Bad und kostenlosem Internetzugang, Gemeinschaftsküche)
· monatliches Stipendium in der Höhe von 3.000 PLN (ca. 700€) brutto
· Hilfe von Seiten der Villa Decius bei der Vorbereitung des Aufenthalts, der Organisation von Autorentreffen, Interviews und Werkstätten sowie bei der
Kontaktaufnahme mit Verlegern und Literaturkritikern
Bewerbung
Bitte schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (Kopie des Personalausweises, Lebenslauf, Liste von Publikationen/ Übersetzungen, Motivationsschreiben sowie eine Skizze des Projekts, das während der Residenz umgesetzt werden soll) in polnischer oder deutscher Sprache bis zum 31. Mai 2014 via E-Mail an gosia@villa.org.pl.
Die Auswahl der Kandidaten erfolgt durch eine Jury zusammengesetzt aus Mitarbeitern der Villa Decius und Mitarbeitern der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und wird am 14. Juli 2014 veröffentlicht.
Projektkoordinatorin: Małgorzata Różańska gosia@villa.org.pl

Die Stadtbibliothek Mannheim schreibt zusammen mit dem Förderkreis Stadt- und Musikbibliothek Mannheim e. V. zum fünften Mal den „Feuergriffel“ aus – das Stadtschreiberstipendium für Kinder- und Jugendliteratur.
Gefördert wird ein dreimonatiger Aufenthalt in der Quadratestadt Mannheim von April bis Juli 2015 mit einem Preisgeld von insgesamt 6.000 €. Davon werden 3.000 € bei der Abschlussveranstaltung überreicht, weitere 3.000 € bei Veröffentlichung des in Mannheim entstandenen Buches.
Eine Stadtschreiberwohnung im Turm der Alten Feuerwache sowie eine Pauschale für Anreise- und Lebenshaltungs-kosten von 3.000 € werden im Rahmen des Stipendiums zusätzlich zur Verfügung gestellt. Alles über den Feuergriffel
Buchtipp: Handbuch für Kinder- und Jugendbuch-Autoren

Der Förderpreis Komische Literatur wird neben dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor vergeben. Seit 2004 vergibt die Stiftung Brückner-Kühner zusammen mit der Stadt Kassel diesen Preis regelmäßig. Er ist mit 3.000 Euro dotiert.
Der Förderpreis wird an junge Autoren vergeben:
– die auf Deutsch schreiben
– nicht älter als 35 Jahre alt sind
– bereits veröffentlicht haben
– „und deren Werk auf hohem künstlerischen Niveau vom Komischen geprägt ist“.
Auch Theaterstücke, Hör- und Filmbücher oder elektronische Publikationsformen können eingereicht werden. mehr hier: Stiftung Brückner-Kühner

Wie im Fall des Literaturpreises für grotesken Humor ist auch für den Förderpreis eine Eigenbewerbung nicht möglich; allerdings sind Verlage deutschsprachiger Autorinnen und Autoren herzlich eingeladen, dem Stiftungsrat Vorschläge zu unterbreiten: Link zur Stiftung

Der Uwe-Johnson-Literaturpreis ist künftig höher dotiert. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums in diesem Jahr wurde die Preissumme von bisher 12 500 Euro auf 15 000 Euro erhöht, teilte die Mecklenburgische Literaturgesellschaft (MLG) am Freitag in Neubrandenburg mit. „Damit entspricht die Dotierung jetzt auch der Bedeutung des Preises für die deutschen Literaten“, erklärte der Vorsitzende der Gesellschaft und Sprecher der Preis-Jury, Carsten Gansel. Zugleich startete die Ausschreibung für 2014. Der Preis wird alle zwei Jahre im September vergeben. Bisherige Preisträger waren Uwe Tellkamp, Christa Wolf und 2012 Christoph Hein.

Gesucht werden nach dem 31. März 2012 veröffentlichte oder unveröffentlichte Prosatexte oder Essays. Arbeiten einreichen können Autoren oder Verlage. Mit dem Preis sollen deutschsprachige Autoren gefördert werden, deren Schaffen Bezugspunkte zu Johnsons Poetik haben. Der aus Pommern stammende Schriftsteller Uwe Johnson (1934-1984) wird zu den großen Autoren des 20. Jahrhunderts gezählt. Das Preisgeld stiften die Tageszeitung „Nordkurier“ und eine Berliner Kanzlei.

Werkstatt für junge Literatur 2014 vom 11. bis 15. September 2014 im Bildungshaus Schloss St. Martin in Graz
Zur Förderung des literarischen Schaffens von jungen Autorinnen und Autoren schreibt die Jugend-Literatur-Werkstatt Graz in Kooperation mit der IG Autorinnen Autoren (Österreich) bis zu acht Stipendien für die Teilnahme an der »Werkstatt für junge Literatur 2014« in Graz aus. Mit diesem Stipendium soll die Arbeit an ersten größeren Prosaprojekten gefördert werden.
Bis 22. April 2014 (Poststempel, E-Mail-Eingang) können sich junge Autorinnen und Autoren bewerben, die an einem größeren literarischen Prosaprojekt in deutscher Sprache arbeiten (Roman, Novelle, Erzählband), das noch nicht veröffentlicht wurde, wenn sie die folgenden Bedingungen erfüllen:
– Wohnsitz in Europa
– Alter 18 bis 26 Jahre, und zwar zwischen 15.09.1987 und 11.09.1996 geboren
– Das eingereichte Manuskript darf erst nach dem 31.12.2014 erscheinen
– Bis 1. Juli 2014 müssen (im Falle einer Nominierung durch die Jury) insgesamt 30 Seiten Normseiten des Manuskriptes aus mindestens zwei verschiedenen Textstellen nachgereicht werden können
So sollte eine Bewerbung aussehen:
– Exposé über das geplante literarische Projekt (1-2 Seiten)
– 10 Seiten Leseprobe (Normseiten für literarische Manuskripte)
– persönliche Angaben (Telefonnummer, Adresse, Geburtsdatum)
Adresse:
Jugend-Literatur-Werkstatt Graz Elisabethstraße 30
8010 Graz
Österreich
E-Mail: info@literaturwerkstatt.at
Weitere Informationen:www.literaturwerkstatt.at

Marion Gay, Hamm, Autorin der beliebten „Türen zur Fantasie“ hat den mit 2550,00 Euro dotierten Förderpreis zum Literaturpreis Ruhr 2013 gewonnen. Das Thema lautete „Hotelgeschichten“ und 259 Autoren – zum überwiegenden Teil aus dem Ruhrgebiet – hatten sich beworben.

In Marion Gays Kurzgeschichte „Das Nachspiel“ erzählt eine junge Frau, die mit ihrem Begleiter in einem Hotel in den Bergen Urlaub macht, von einem irritierenden Zwischenfall. Eine merkwürdige Frau, von den beiden Urlaubern als „die Blutleere“ bezeichnet, klopft eines Abends an der Zimmertür und bittet zunächst um Shampoo, verbringt schließlich, trotz heftiger Proteste ihrer Angehörigen, die ganze Nacht im Zimmer der beiden Urlauber – was nicht ohne Folgen für beide Seiten bleibt. Die Geschichte wirkt ein wenig surreal, sie hat laut Autorin aber einen wahren Kern.

Die Preisverleihung ist öffentlich und findet am Freitag, 15. November, um 19.30 Uhr in Schloss Broich in Mülheim statt.
Buchtipp: Türen zur Fantasie

Die Stadt und die Universität Vechta haben 2013 ein neues „Artist in Residence-Programm“ begründet. Es bietet einem Künstler oder einer Künstlerin die Möglichkeit, im Frühjahr 2014 für sechs Wochen in der Stadt Vechta zu leben und themenbezogen zu arbeiten. Erwartet wird die Bereitschaft zum Austausch mit der örtlichen Kulturszene. Der Künstler/die Künstlerin soll mit Akteuren der Stadt, der Universität, anderer Bildungsträger und der Öffentlichkeit in produktiven Austausch treten und während der Aufenthaltsdauer ein Werk hoher künstlerischer Qualität hervorbringen. Als Artist in Residence kommen Vertreter und Vertreterinnen aller Kunstformen in Frage (z.B. Literatur, Bildende und Visuelle Kunst, Musik, Theater, Neue Medien, Design u.a.). Als Artist in Residence begleiten Sie Ihre Arbeit mit einem Projekttagebuch, z.B. als Blog im Internet, wirken an einer Veranstaltung mit und präsentieren Ihre Arbeitsergebnisse am Ende des Aufenthalts öffentlich. Das künstlerische Projekt wird von der Presse begleitet und dokumentiert.
Der Förderpreis beträgt 2800,- EUR. Für die erfolgreiche Durchführung des Projekts stellen die Projektträger ihre Infrastruktur und eine Unterkunft, ggf. einen Arbeitsraum an der Universität und Materialien nach Absprache zur Verfügung.
Das Rahmenthema für die erste Ausschreibung lautet: „Vielfalt und Wandel – Familie im ländlichen Raum“.
Auswahlverfahren und Bewerbung
Die Ausschreibung richtet sich an aufstrebende Künstler und Künstlerinnen bis zum Alter von 35 Jahren aus dem deutschsprachigen Raum, die für sechs Wochen (idealerweise im April/Mai 2014) nach Vechta kommen. Sie sollten einschlägig qualifiziert sein. Eine Bewerbung enthält einen resümierenden Lebenslauf und eine aussagekräftige Projektskizze mit Bezug zum Rahmenthema. Die Auswahl obliegt einer aus Vertretern der Stadt, Universität und Kulturbranche zusammengesetzten Jury.
Die Bewerbungsfrist endet am 1.10.2013 (Posteingang)
Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter dem Kennwort „Artist in Residence“ an das Präsidium der Universität Vechta, Driverstr. 22, D-49377 Vechta, E-Mail: praesidentin@uni-vechta.de.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Prof. Dr. Gabriele Dürbeck, gabriele.duerbeck@uni-vechta.de.
www.uni-vechta.de

Der Südtiroler Künstlerbund/Literatur und der Verein der Bücherwürmer Lana schreiben den zwölften Lyrikpreis Meran aus. Die Lesungen finden am 16. und 17. Mai 2014 in Meran statt. Der Einsendeschluss für eingereichte Gedichte ist der 31. Oktober 2013.

Teilnahmeberechtigt sind Deutsch schreibende Autorinnen und Autoren, die wenigstens einen eigenständigen Lyrik- oder Prosaband in einem Verlag veröffentlicht haben. Das Sekretariat des Lyrikpreises Meran (Verein der Bücherwürmer/Literatur Lana – Lyrikpreis Meran, Hofmannplatz 2, I-39011 Lana) nimmt die Beiträge – zehn unveröffentlichte Gedichte in fünffacher Ausfertigung – entgegen. Die Gedichte gelten als veröffentlicht, wenn sie in Buchform, in einer Anthologie, in einem anderen Printmedium oder in elektronischer Form erschienen sind. Die Texte müssen ein Kennwort tragen. Der Name des Einsenders oder der Einsenderin muss, ergänzt durch Adresse und Bio-Bibliographie, in einem eigenen Umschlag mit gesandt werden.
Die Jury wählt neun Autorinnen und Autoren aus, die im Mai 2014 nach Meran eingeladen werden.
Der Lyrikpreis Meran der Südtiroler Landesregierung ist mit 8.000 Euro dotiert, der Preis der Stiftung Südtiroler Sparkasse mit 3.500 Euro.
Ausschreibung
Gedichte schreiben

Die Landeshauptstadt Erfurt schreibt für das kommende Jahr erneut das symbolische Amt des Erfurter Stadtschreibers aus. Mit der Einrichtung dieses Amtes verfolgt die Stadt das Ziel, Schriftsteller deutscher Sprache zu ehren, die die Literatur der Gegenwart mit ihren Werken beeinflussen und prägen.

Der Titel „Erfurter Stadtschreiber-Literaturpreis“ wird seit 2002 alle drei Jahre öffentlich bis spätestens zum 30. Juni des Vorjahres der Vergabe ausgeschrieben. Das Amt selbst wird jeweils im Jahr der Titelverleihung vom 01. April bis zum 31. Juli besetzt. Der Preis wird in Form des symbolischen Titels durch eine Urkunde und ein Stipendium vergeben.

Vom Stadtschreiber wird erwartet, dass er ein bereits begonnenes literarisches Projekt im Zeitraum der Tätigkeit als Erfurter Stadtschreiber abschließt und erstmalig in der Stadt Erfurt vorstellt oder ein neues literarisches Werk erarbeitet und abschließt. Dieses wird im Rahmen einer festlichen Literaturveranstaltung im Erfurter Rathaus vorgestellt.

Auf Grundlage einer Zusatzvereinbarung sollte der Erfurter Stadtschreiber über seinen Arbeitsaufenthalt eine literarische Projektbeschreibung in Form eines Arbeitstagebuches erstellen, wofür er zusätzlich zum Stipendium ein einmaliges Honorar in Höhe von 250, 00 Euro erhält. Es ist im Interesse der Stadt Erfurt, dass vom Erfurter Stadtschreiber in einer Thüringer Tageszeitung wöchentlich eine Kolumne erscheint. Es wird erwartet, dass der Erfurter Stadtschreiber für die Zeit seines Amtes die städtische Gästewohnung als Wohnsitz wählt. Der Stadtschreiber steht ohne Honorar für „literarische Gesprächsrunden“ im Rahmen der kulturellen Arbeit der Stadt zur Verfügung.

Die Bewerber/innen sollen mindestens eine selbstständige Publikation vorweisen können. Gebeten wird um die Einsendung einer unveröffentlichten Textprobe (maximal 20 A 4 Seiten), eines Lebenslaufes mit Lichtbild sowie einer Bibliographie an die Kulturdirektion der Stadtverwaltung Erfurt, Benediktsplatz 1, 99096 Erfurt bis spätestens zum 30. September des Vorjahres der Preisverleihung.

Ich würde Sie bitten, diese Ausschreibung an entsprechende Interessenten weiterzuleiten.

Richtlinie zur Verleihung des Erfurter Stadtschreiber-Literaturpreises

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