Autorenbrief


Liebe Autorinnen und Autoren,

finden Sie auch, dass es immer mehr „Vielschreiber“ gibt, „die sich binnen kürzester Zeit in unseren Regalen auffällig breit machen, ohne sich schriftstellerisch im gleichen Maße weiterzuentwickeln“? Felicitas von Lovenberg klagt im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen „die Bücherflut bringt ja nicht immer mehr Meisterwerke hervor, sondern sie fördert das Mittelmaß“. Die Folge seien Urheber, „die kaum noch den auratischen Dichtergestus pflegen, sondern lieber den des Handwerkers, der statt Werken für die Ewigkeit Gebrauchstexte für eine Saison liefert“. Den genialen Charles Bukowski hat die Frage nach Genie oder Handwerk weniger beschäftigt. Er war der Meinung: „Der Mensch wird als Genie geboren und stirbt als Idiot.“

Ums Handwerk beim Drehbuchschreiben ging es unter anderem beim diesjährigen Drama-Festival für TV-Stücke in Leeds. Das Thema für die Teilnehmer lautete „Konflikt“ und so drängten sich die speziellen Konflikte der Drehbuchschreiber bei der Arbeit am Skript mit hinein. Hier nur einige konfliktauslösende Fragen von Produzenten an die Drehbuchautoren:

Zur Charaktergestaltung: „Kann der Mörder nicht etwas sympathischer sein?“
Zum Schreiben überzeugender Dialoge: „Ich glaube, ihr seid nicht fähig Mittelklasse-Dialoge zu schreiben.“
Zu Empathie mit den Figuren: „Bloss keinen Rollstuhl zu Weihnachten. Könnte es nicht mal Leukämie sein?“
Oder auch: „Können die Sexsklaven nicht zwischendurch mal einkaufen gehen?“
Und schließlich der gnadenlose Produzentenrat: „Gibs auf und fang neu an!“

Claus Hant, einer der erfolgreichsten deutschen Drehbuchautoren („Der Bulle von Tölz“), bestätigt, dass sich Autoren immer wieder mit Konflikten auseinandersetzen müssen: „Selbstgefällige Produzenten, die ihre Autoren wie Sekretärinnen behandeln, denen sie ihre Eingebungen diktieren.
Starschauspieler, die für ihre Figur Forderungen stellen, die die Geschichte als Ganzes torpedieren. Und Dramaturgen, die nur eines im Sinn
haben: ihre Daseinsberechtigung zu legitimieren. Mit jesuitischem Geschick weisen sie dem Autor nach, dass sich seine Geschichte ohne eine dramaturgische Totaloperation nicht vernünftig erzählen lasse.“

Die Geheimnisse eines Erfolgsautors, der seine Kunst auch in Hollywood angewandt hat, verrät Ihnen Claus Hant. Er erklärt anschaulich wie ein Drehbuch entsteht, Struktur, Dramaturgische Elemente, Figurenbildung, Überarbeitung, Drehbuchformatierung und wie man das Drehbuch auf den Weg zum Film bringt. Dabei geht es um Finessen, Tricks und Insidertipps, wie man eine Idee verkauft und wie Sie überzeugend pitchen, ins Geschäft kommen – und bleiben. Mit wertvollen Tipps zu Vertragsfragen. Claus Hant: „Drehbuch schreiben und vermarkten“, 200 Seiten, 19,95 Euro versandkostenfrei, jetzt
vorbestellen:
www.autorenhaus-verlag.de/drehbuch-schreiben.phtml

Die Top-75-Filme des Vorjahres hat die Filmförderung FFA veröffentlicht – Nummer 1 ist „Ziemlich beste Freunde“. Welche haben Sie gesehen, welche verpasst? Hier ausdrucken und eventuell nachholen – viel lesen und viele Filme sehen hilft weiter:
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Im Tieger-Blog kommen drei Singer/Songwriter zu Worte, auch Wolf Biermann mit zwei Zeilen aus seinem Gedicht, die seiner Muse gewidmet sein könnten:
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Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Gerhild Tieger

Liebe Autorinnen und Autoren,

„Was macht einen Porno gut?“ hat Marc Bodmer die frühere Sexmagazin- Redakteurin Dian Hanson gefragt. Inzwischen ist sie im Taschenverlag für Erotikbücher verantwortlich und ihr Rat ist: „Er soll scharf sein, und die Akteure müssen etwas ausstrahlen, eine Brücke zum Betrachter (Leser) schlagen.“

Bodo Kirchhoff findet zusätzliche Kriterien für erotische Szenen wichtig, in einer Poetik-Vorlesung erklärte er: „Von Sexualität zu erzählen, das hat für mich nichts mit Feuchtgebieten und Fesselspielchen für Hausfrauen zu tun, sondern da geht es um eine Sprache, in der Distanz … und die Präsenz und Gegenwärtigkeit des Erlebten zueinander finden und beides zu seinem Recht kommt.“

Sex gehört mit zum Leben von Romanfiguren, aber Eins-zu-eins-Beschreibungen wirken oft unfreiwillig komisch. Sie wegzulassen und mit Phrasen wie „sie tun und haben e s gemacht“ kann die Leser frustrieren oder verärgern. Und der Autor würde auf eine Möglichkeit verzichten, seine Protagonisten durch ihr Verhalten in einer sehr intimen Situation zu charakterisieren. Julian Barnes meint, wie sich Paare im Bett verhalten, verrät mehr über das Verhältnis, das sie zueinander haben als sie sonst im Alltag von sich offenbaren. Es zeige zum Beispiel, ob sie bereit sind für Überraschungen, ob sie berechenbar oder spontan sind und wer in ihrer Beziehung dominiert.

Eine literarische Sex-Szene soll keine Gebrauchsanweisung sein und eine gute Sex-Szene muss nicht von gutem Sex handeln, betont Elizabeth Benedict in Ihrem Buch „Erotik schreiben“: „In der Fiktion ist eine erotische Begegnung, die schief geht oder auch schwerwiegende Folgen hat, oft interessanter als eine, die die Protagonisten befriedigt und glücklich macht.“ Die Schriftstellerin zeigt in beispielhaften erotischen Szenen, wie Romanfiguren durch ihr Verhalten vor, während und nach dem Sex wesentliche Eigenschaften von sich preisgeben.

Die Zitate zu den einzelnen Kapiteln sind Werken bekannter Autoren u.a.
John Updike, Roddy Doyle, Toni Morrison entnommen und beschreiben die verschiedenen Arten körperlicher Liebe, auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen zeigen wie literarische Qualität in erotischen Szenen erreicht werden kann. Lesen Sie hier das Inhaltsverzeichnis:
www.autorenhaus-verlag.de/398.802.0.0.1.0@inhaltsverzeichnis.phtml
Die neue Auflage des Bestsellers „Erotik Schreiben. Wie Sie literarische Sex-Szenen gestalten“, 240 Seiten, nur 16,95 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/398.801.0.0.1.0.phtml

Verwickelt, aber ’sauber‘ geht es immer noch in den meisten Heftromanen zu.
Anna Basener, Expertin der Groschenroman-Szene und Kennerin der Verlagsvorgaben für Autoren, hat mit bebendem Herz in vier Tagen einen Liebesroman geschrieben, der hier als PDF zu lesen ist:
www.einslive.de/aktionen/2013/03/1LIVE_Groschenroman2.pdf

Und wer selbst versuchen will, einen Heftroman zu schreiben, um Geld zu verdienen, findet das Handwerkszeug dazu in dem cleveren Liebesroman- Ratgeber „Heftromane schreiben und veröffentlichen“, von Anna Basener, 186 Seiten, Hardcover, nur 16,80 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/343.0.0.1.0.0.phtml

Im Tieger-Blog verrät die berühmte Tagebuchschreiberin, Verfasserin von unzähligen Erotikkurzgeschichten und Geliebte von Henry Miller Anaïs Nin welche Zutaten sie für gelungene erotische Erzählungen selbst einsetzt und der Journalist Mathias Plüss, welche 3 Substantive in deutschen Romanen am häufigsten vorkommen:
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Mit herzlichen Grüßen für die Feiertage
Ihre
Gerhild Tieger

liebe Autorinnen und Autoren,

fragt der Schriftsteller Hans-Ulrich Treichel und gibt dazu in seinem Gedicht gleich selbstironische Zeilenantworten auf das wann, wo, für wen,warum: „… Wenn ich allein bin / Wenn ich sehr allein bin / Für die Katze“. Oder „Nur für meine Mutter / Nur wenn es sein muß …“. Dieses Gedicht hat seinen Platz neben meinem Schreibtisch, es ist humorvoll und nimmt der Poesie ihren oft so ernsten Anspruch.

Adam Zagajewski vergleicht in „Gedichte schreiben“ die Entstehung des Gedichts mit einem Kampf: „Gedichte schreiben ist ein Duell, / bei dem es keine Sieger gibt …“. Martin Meyer schreibt: „Poesie muss nichts Seidenes sein. Poesie darf das Raue greifen, woraus ein manchmal schroffer, auch einmal verletzter Ton entsteht. Die Wörter liegen quer auf den Linien, eine Partitur ist das immer noch, aber freilich mit Einwürfen, Nebenstimmen, Dissonanzen.“

Sanft klingt die Ansprache der Dichterin Wislawa Szymborska „An mein Gedicht“, in dem sie mit ihm über die drei Möglichkeiten seiner Rezeption und den einen Ausweg, den es hat, spricht: „Und einen vierten Ausweg hast du noch: / du verschwindet ungeschrieben / und brummst zufrieden vor dich hin.“

Im Tieger-Blog beschreibt der schwedische Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer die Geburt eines Gdichts, Angelika Overrath stellt fest, wer keine Lyrik schreibt und Zagajewski erkärt den Élan vital beim Entstehen des Gedichts:
www.autorinnen.de

Den Essay „Jeder kann Gedichte schreiben“ von Helmut Heißenbüttel über die Lehrbarkeit des Poetischen, die legendären „Gebote“ von Ezra Pound und Robert Gernhardts 10 Thesen zum komischen Gedicht enthält der Klassiker von Thomas Wieke: Gedichte schreiben. Gebundene und freie Lyrik schreiben lernen & veröffentlichen, 260 Seiten, nur 14,90 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/thomas-wieke-gedichte-schreiben.phtml

Ob Sie am Vorabend des Welttags der Poesie, Prosa oder Gedicht im Alltag, im Duell mit Worten und Syntax oder im vierten Ausweg finden – hier noch ein Tipp von Mircea Cartarescu: „Ich suche überall Poesie sogar auf der Quittung meiner Reinigung.“ Frühlingsanfang ist heute auch noch, aber der und die Schneeglöckchen bleiben erst einmal unter den Schneeverwehungen verborgen – Warlam Schalatow hat eine poetische Vision warum:
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Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Gerhild Tieger

Die neue Auflage des Bestsellers „Erotik Schreiben. Wie Sie literarische Sex-Szenen gestalten“ von Elizabeth Benedict kommt Ende des Monats aus der Druckerei und kann jetzt vorbestellt werden:
www.autorenhaus-verlag.de/398.801.0.0.1.0.phtml

Notizen aus der Literatur, neue Wettbewerbe, Preise und Stipendien finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite – ich würde mich über einen Klick oder Kommentar freuen!
www.facebook.com/pages/Autorenhaus-Verlag/243241572436509

Das neue AUTOREN-HANDBUCH in der vollständig überarbeiteten & erweiterten 7. Auflage:
Keine andere Autorin hat 40 Bücher in namhaften Verlagen veröffentlicht und einen Autoren-Ratgeber geschrieben – Sylvia Englert: Autoren-Handbuch, 382 Seiten, Hardcover, nur 19,95 Euro, versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/389.0.0.1.0.0.phtml

liebe Autorinnen und Autoren,

für alle Dichter und Sänger, die Lust haben, beim National Cowboy Poetry Gathering im nächsten Jahr dabei zu sein. Das ist keine geschlossene Gesellschaft für Rinderhirten sondern eine einzigartige Veranstaltung, in der Country Music and Poems von engagierten und inspirierten Interpreten viele Besucher anzieht. 2014 findet sie zum 30. Mal in Elko, Nevada, statt.
Dann wird der ganze Ort zur Bühne für kreative Song- und Poetry-Akteuren, Farmer, Ranger und landliebende Städter. Im Januar dieses Jahres waren sogar Gäste aus Europa dabei: Hirten aus der südlichen Toscana, die die schönen Maremmana-Rinder mit ihren ungewöhnlich geformten Hörnern hüten und ihre Lieder und Gebräuche mitbrachten. Wer zum Cowboy Poetry Treffen thematisch beitragen möchte, kann sich als aktiver Teilnehmer noch bis Ende März anmelden. Bedingungen und weitere Infos hier:
www.autorinnen.de

Vielleicht haben Sie eine Gedichtidee, einen Songtext dazu? James Sallis, Texter, Musiker und Autor der „Driver“-Kriminalromane, sieht deutliche Parallelen zwischen Songs und Storys: „Es gibt eine vorgegebene Form, also die Hauptmelodie und die Handlung, aber ich kann jederzeit davon abweichen.
Wichtig ist, dass man die Stellen erkennt, an denen Wechsel möglich sind oder wo man sogar eingreifen muss.“ Wäre es nicht schön aus einem Gedicht ein Lied zu machen und nicht nur gelesen sondern auch gesungen zu werden?
Helfen können dabei die Fachbücher zum Songtexte-Schreiben:
www.songtexte-schreiben.de

Trixie Whitley, Tochter des texanischen Songwriter/Rocksängers Chris Whitley, deren Solodebüt „Fourth Corner“, gerade erschienen ist, hatte im vorigen Monat einen Auftritt mit eigenen Songs im FritzClub in Berlin. Als Songschreiberin und Interpretin sagt sie über die Einsamkeit des kreativen Prozesses und manchmal auch das Unverständnis: „Wenn ich einen Song schreibe tue ich das nicht um die Leute zu unterhalten. Denn wenn du deine Musik hinaus trägst und dein Innerstes preis gibst, sind viele nicht bereit, sich darauf einzulassen.“

Aus Angst vermeiden manche Schriftsteller über Sex zu schreiben. Julian Barnes macht sich davon frei: „Was Schriftsteller regelrecht blockieren kann beim Schreiben von Sexszenen ist die Vorstellung, die Leser könnten denken, was ich beschreibe, hätte ich selbst erlebt.“ Lesen Sie, worauf er beim Schreiben von Sex-Szenen achtet:
www.autorinnen.de

Die neue Auflage des Bestsellers „Erotik Schreiben“ kommt Ende des Monats aus der Druckerei und kann jetzt vorbestellt werden:
www.autorenhaus-verlag.de/398.801.0.0.1.0.phtml

Herzliche Grüße
Ihre
Gerhild Tieger

Liebe Autorinnen und Autoren,
eigentlich verrate ich meine Schwächen nicht gern, aber als ich im vorigen Monat im Wirtschaftsteil der FAZ einen Artikel über Josef Zotter las, dachte ich: das hat doch auch eine Verbindung zum Schreiben. Abgesehen davon, dass Zotter der Produzent meiner Lieblingsschokolade ist, hat dieser Unternehmer seit Jahren ‚Ideenbücher‘ mit Einfällen gefüllt, von denen er sich zu neuen Schokokreationen (und Verkaufsstrategien) inspirieren lässt:
„Nicht probieren, sondern produzieren und verkaufen. Sonst kommt nur Mittelmäßigkeit heraus. Die Idee muss leben.“ Auf diese Weise werden jedes Jahr 60 bis 80 süße Neuerscheinungen vorgestellt. Ein Drittel verkaufen sich sehr gut, ein Drittel mittelmäßig, ein Drittel hat keine Chance. Das nimmt er in Kauf: „Dann überlege ich mir, woran es diesen fehlt.“ Könnte man es nicht auch so mit den obligatorischen Verlagsabsagen machen: ein abgelehntes Manuskript mit neuen Ideen füttern, es als Grundlage für eine neue Story, ein neues Genre verwenden?

Nach Verlegererfahrung und Buchkalkulation klingt auch, dass ein Drittel der Neuerscheinungen die übrigen weniger erfolgreichen zwei Drittel mitfinanzieren muss: im Verlagsgeschäft ist das die berühmte Mischkalkulation. Ob die allerdings demnächst weiter gilt, wenn sich noch mehr große Verlage wie Random House und Penguin zusammenschließen und hauptsächlich auf Bestseller konzentrieren? Vielleicht lautet die Regel bald ein Drittel der Verlage machen Gewinn, ein Drittel kämpft um die Existenz und ein Drittel muss aufgeben.

Aber das muss nicht zum Nachteil von Autoren sein. Die Weiterentwicklung zum Book on Demand und E-Book lässt sich in Amerika beobachten: Die Self-Publishing-Quote hat sich, einer Studie nach, seit 2006 verdreifacht. Es geht dabei nicht mehr allein darum, abgelehnte Manuskripte selbst herauszubringen, denn angeblich waren schon 43 Prozent aller 2011 erschienen Printtitel in einem Eigenverlag erschienen, insgesamt rund 150.000. Auf dieses für Autoren künftig noch wichtigere Thema geht jetzt die 8. Auflage von MINI-VERLAG, ausführlich ein. Überarbeitet und ergänzt ist der Hardcover-Band mit 320 Seiten gerade erschienen, er kostet nur 19,95 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/354.0.0.1.0.0.phtml

Für ambitionierte Verlegerinnen und Verleger sind Literaturzeitschriften das harte Brot im Dienst der Literatur. Hier haben unbekannte Autoren eine Chance, erstmals ihre Gedichte oder Prosa vorzustellen. Ein aktuelles Verzeichnis mit Angaben zum Inhalt der ‚Little Mags‘ findet sich in Sylvia Englerts neuem Autoren-Handbuch, dazu konkrete Hinweise, welche Art Texte gewünscht und wie sie eingesandt werden sollten. AUTOREN-HANDBUCH, 7.
Auflage, Hardcover, 382 Seiten, nur 19,95 Euro versandkostenfrei:
http://www.autorenhaus-verlag.de/389.0.0.1.0.0.phtml

Die Herbstausgabe „Der Dreischneuß – Zeitschrift für Literatur“ enthält Prosa und Lyrik unter dem Motto „Geständnisse“. Das Thema für die erste Ausgabe 2013 lautet „Mythos Schwan“, Redaktionsschluss: 15. März 2013. Gedruckt wird die Literaturzeitschrift seit Jahren im Marien-Blatt Verlag in Lübeck, dessen Besonderheit Gedichte, Plakate, Leporellos etc. im Blei-/Handsatz und Marmorierung sind:
www.bleisatzwerkstatt.de

Wer bereits an Geschenke zu Weihnachten und Neujahr denkt: Ich stelle jetzt die neuen Literaturkalender 2013 vor, drei finden Sie hier, die anderen folgen zügig:
www.autorinnen.de

Zum Schluss noch einen Tipp für frustrierte oder genervte Schreiber: Wenn Sie sich einmal verwöhnen oder trösten möchten – eine kleine Tafel Scotch Whisky-Schokolade kann sehr hilfreich sein, auch wenn Sie eigentlich Malt im Glas bevorzugen.

Herzliche Grüße und eine gute Zeit wünscht Ihnen
Ihre Gerhild Tieger

Liebe Autorinnen und Autoren,

auch in diesem Jahr müssen wir nicht auf ein weiteres Werk von Woody Allen verzichten. Der Mann hat vier Oscars im Schrank und behauptet, sie seien eher „gut für den Verleiher, weil die Filme dann mehr Geld einspielen“. „To Rome with Love“ ist sein jüngster „Städte-Film“, nach den Metropolen Barcelona und Paris. Die Ideen gehen dem Filmemacher, der in seinen Filmen auch gern mal eine Rolle übernimmt und seine Drehbücher selbst schreibt, nicht aus. Er findet sie im Leben, in einem Zeitungsartikel oder beim Dinner. Und er sammelt sie wie das Eichhörnchen seine Vorräte für den Winter: „Ich schreibe diese Ideen auf einen Zettel und stecke ihn in eine Schublade. Wenn ich Ende des Jahres Zeit habe, um ein neues Drehbuch zu schreiben, schaue ich die Notizen wieder an.“
Altmeister Sydney Lumet meint, Filme machen sei ein komplexer technischer und emotionaler Prozess: „Es ist Kunst. Es ist Kommerz. Es ist herzzerreißend, und es macht Spaß. Es ist eine phantastische Art zu leben.“ Bevor Sie sich ernsthaft vornehmen, ein Drehbuch zu schreiben und mehr über das Regieführen zu erfahren, informieren Se sich bei Sidney Lumet, Filme machen – Vom Drehbuch zum fertigen Film. 258 Seiten, Neuausgabe 16,80 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/sidney-lumet+filme-machen.phtml

Als eine der spektakulärsten Fernsehserien Amerikas sind die von 1999 bis 2007 gesendeten „Sopranos“ die Antithese zu Woody Allens Filmen – eine „moralische Zumutung“ nannte es Daniel Haas in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es geht um das ganz normale tägliche Leben von Mafiamitgliedern, deren Terminologie ‚ausknipsen‘ nicht gerade ‚Licht ausschalten‘ bedeutet. Überraschend: Die süchtig machenden Fortsetzungen knüpfen nicht unbedingt an die vorherige Episode an, Probleme, die den Stoff leicht weiterentwickeln könnten, werden liegengelassen, Figuren gehen und kommen unerwartet wieder. Großzügig werden neue Personen beim genüsslichen Pastaessen eingeführt und irgendwann wieder vergessen. Das verstößt zwar gegen die gängigen Drehbuchregeln, aber Autor David Chase und seine Mitschreiber lenken den Zuschauer mit so vielen Einfällen und verblüffenden Wendungen ab, dass der gar nicht dazu kommt, den verschwundenen Darstellern nachzutrauern. Könner kennen eben die Regeln und wissen wie sie publikumswirksam dagegen verstoßen können. Ein großartiges Beispiel dafür, dass ein guter Roman wie ein guter Film aus Charakteren erwächst. Jede Folge besteht im Grunde genommen von Anfang bis Ende aus einer Krise. Denn „Konflikte sind der Herzschlag“ jeden Films, wie Lajos Egri sagt. „Und es gibt keinen Konflikt, der sich nicht zuvor andeutet. Konflikt ist jene atomare Energie, in der eine Explosion eine Kette weiterer Explosionen auslöst.“
Lajos Egri: Dramatisches Schreiben. Theater – Film – Roman. Das Standardwerk hat 345 Seiten u. kostet frei Haus 19,90 Euro:
www.autorenhaus-verlag.de/lajos-egri-dramatisches-schreiben.phtml

Wenn Sie mehr über das Serienschreiben lesen möchten, dann empfiehlt sich ein „Kursus über die besonderen Anforderungen von TV- Filmen, TV-Serien und Drehbüchern“ (Literaturkritik) von Vivien Bronner: Schreiben fürs Fernsehen. Drehbuch-Dramaturgie für TV-Film und TV-Serie. 220 Seiten, 19,90 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/vivien-bronner+schreiben-fuers-fernsehen.phtml

Und wenn daraus ein Krimi oder Thriller werden soll, dann liegt vielleicht in der Notiz „Mördergene“ eine Anregung:
www.autorinnen.de

„Einen Löffel Erde in den Koffer geben, gilt als erster Schritt. Dann in den Kopf greifen und sehen, wie die Augen das Schreiben sehen.“ So beschreibt Birgit Kempker den Prozess des Schreibens. Zwei Vormittage lang wird sie am 20. und 21. Oktober 2012 mit den Teilnehmerinnen ihres Workshops „Den Kopf schütteln und rütteln, die Nüsse auflesen, knacken, essen, verschenken und pflanzen“ experimentieren. Mehr hier:
www.autorinnen.de

Und falls Sie es in diesem Jahr nicht zur Frankfurter Buchmesse geschafft haben, trösten Sie sich mit dem Eindruck, den der bekannte schwedische Schriftsteller, Philosoph und Vielschreiber Lars Gustafson einmal von der Bücher-Großveranstaltung hatte: „… Tag für Tag derselbe Zug der Lemminge von dunkel gekleideten Menschen, die sich in den Gängen drängeln . . . Aber das Schlimmste von allem: Jede Stunde die gleiche Lesung aus einer mangelhaften Lautsprecheranlage, der es nicht gelingt, das Hintergrundrauschen von den Ständen rechts und links zu übertönen.“ Ist es nicht viel schöner stattdessen in häuslicher Stille vor dem Monitor sitzen zu dürfen, um über die nächsten Schachzüge Ihrer Figuren zu brüten?

Mit herzlichen Grüßen und wie immer: Carpe Diem!
Ihre Gerhild Tieger

Eine „Highly Sensitive Person“, liebe Autorinnen und Autoren?

„Angelique, hochsensibel“, stellt sie sich dem Kreis Gleichartiger vor und fällt nach der mutigen Tat prompt in Ohnmacht. Die Szene stammt aus dem Film „Die anonymen Romantiker“, in dem die Geschichte von zwei verliebten HochSensiblen Personen erzählt wird, denen ihre Empfindsamkeit schwer zu schaffen macht.

Können Sie Gedanken lesen, Spannungen zwischen fremden Menschen erfühlen? Verursacht Lärm Ihnen geradezu Schmerzen, sind Sie besonders schreckhaft? Vermeiden Sie möglichst Situationen, in denen Sie mit vielen Menschen zusammen sein müssen? Sehen Sie plötzlich Bilder von Erlebnissen, die sie stark beeindruckt haben als flash back? Anhand von Online-Tests können Sie feststellen, ob Sie zu den 15 bis 20 Prozent Hochsensiblen gehören, von denen man bisher nur vermutet, dass ihre Fähigkeiten vererblich sind. „Bei Hochsensiblen ist das Nervensystem überdurchschnittlich gut ausgebildet. Hinzu kommt, dass sie nicht in der Lage sind, Reize zu filter“, lautet die neurowissenschaftliche Erklärung. Der „Zartbesaitet“-Online-Test ist eine Fundgrube um Ihr Film- und Romanpersonal mit Emotionen auszustatten:
http://autorinnen.de/2012/09/20/hochsensibel/

Wie Sie das praktisch umsetzen können, verrät Lajos Egri in seinem Klassiker, der in vielen Handbibliotheken von Roman- und Drehbuchautoren zu finden ist. „Literarisches Schreiben. Starke Charaktere – Originelle Ideen – Überzeugende Handlung“, 208 Seiten, nur 14,90 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/literarisches-schreiben.phtml

Und ebenfalls von Lajos Egri das Standardwerk: „Dramatisches Schreiben. Theater – Film – Roman“, 345 Seiten, 19,90 Euro versandkostenfrei.
www.autorenhaus-verlag.de/lajos-egri-dramatisches-schreiben.phtml

Um starke Emotionen geht es auch beim Texten von Songs. Profis notieren sich eine Rangliste von Emotionen, die zu ihrem Thema passen und beginnen mit ihrer Lieblingsidee. Gelingt ihnen damit kein guter Liedtext, steigen sie bei der nächsten Emotion auf ihrer Liste neu ein. Führt auch dieser Entwurf in die Sackgasse, kehren sie zur Liste zurück. Im „Handbuch für Songtexter“ erklären die Autoren Edith Jeske und Tobias Reitz von der Celler Schule, die von der GEMA-Stiftung gefördert wird, wie man Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten von Songtexten erreicht: 304 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/376.0.0.1.0.0.phtml

Hat Ihnen schon einmal ein Kritiker empfohlen, mit dem Schreiben aufzuhören? So etwas kann selbst einem namhaften Schriftsteller passieren.
„Das Dreizehnte Kapitel“ lautet der Titel von Martin Walsers neuem Roman. Kaum erschienen, beginnt schon der Kritiker-Marathon in den Feuilletons. In der Literarischen Welt vom 8.September füllt der Rezensent Tilman Krause eine dreiviertel Redaktionsseite für einen hauptsächlich unsachlichen Verriss, der in seiner persönlichen Schmähung wirklich zu weit geht. Wie weit können Sie im Tieger-Blog lesen:
http://autorinnen.de/2012/09/19/jetzt-schlagts-dreizehn/

Danach habe ich George Orwells Essay „Bekenntnisse eines Rezensenten“ noch einmal gelesen: „Zum Glück gibt es auf dieser Welt immer noch einen, auf den er hinuntersehen kann, und nach meiner Erfahrung (…) kann ich sagen, dass ein Buchkritiker besser dran ist als ein Filmkritiker, dr außer Haus arbeiten, bereits um elf Uhr vormittags zu den Pressevorführungen erscheinen und, von einigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, seine bessere Überzeugung für ein Glas schlechten Sherry verkaufen muss.“

Herzliche Grüße
Ihre
Gerhild Tieger

Liebe Autoren und Autorinnen,

. . . nützt nichts, wenn der Autor nicht in der Lage ist, sich an den Tisch zu setzen und sehr entschlossen dort sitzen zu bleiben“, meint der Schriftsteller Ror Wolf, der etliche seiner Bücher zusätzlich mit surrealistischen Collagen schmückt. Nicht leicht für den hübsch talentierten Schreiber, vor allem dann, wenn es so heiß ist wie in den letzten Tagen und kein brauchbarer Gedanke am Schreibtisch vorbei schleicht.

Flannery O’Connor sagte einmal: „Jeder, der mindestens achtzehn Jahre alt geworden ist, hat für den Rest des Lebens genug Ideen für Geschichten.“
Haben Sie erst einmal dieses biblische Alter erreicht, werden Sie nur noch am Tisch sitzen bleiben wollen, um Ihre Geschichten niederzuschreiben, denn der „wahrscheinlich reichste Ort für Ideen findet sich direkt im Hinterhof des eigenen Lebens. Es gibt unzählige Dinge in Ihrem täglichen Leben, die sich in gutes Material verwandeln lassen“. Aus: Creative Writing – Romane und Kurzgeschichten schreiben, 332 Seiten, 19,80 versandkostenfrei

Wie eine Bestätigung von O’Connors Aussage erscheint der autobiografische Roman „Klettermax – Dem Trauma zum Trotz“ von Anke Jablinski, der im Frühjahr im Verlag Axel Dielmann veröffentlicht wurde. Es ist die atemberaubende Berliner Kindheit einer Einzelgängerin mit mehr Talenten, als nur ein Leben bieten kann: Dramatik und tiefberührende Erlebnisse. Nebenbei auch ein Beispiel dafür, dass autobiografische Romane spannend sein können wie Fiktion. Der Axel Dielmann Verlag hat übrigens damit seine Reihe „eigensinniger Lebensgeschichten“ fortgesetzt. Ob Sie Memoiren schreiben oder eine Autobiografie, dabei hilft Ihnen Judith Barrington mit „Erinnerungen und Autobiografie schreiben“, 175 Seiten, 14,90 Euro versandkostenfrei

Um Ideen und ihr Potential geht es auch beim Film. Was brauchen Sie, um ein Drehbuch zu schreiben? „Eine Idee allein ist … nichts weiter als ein vager Gedanke. Sie hat keine Tiefe, keine Dimension. Sie brauchen deshalb mehr als nur eine Idee, um ein Drehbuch zu schreiben. Sie brauchen einen Stoff, ein Thema, um die Idee einzubetten und zu dramatisieren … Handlung plus Figur. Handlung ist das, was in der Geschichte geschieht, die Figur ist die Gestalt, um die es geht.“ Aus: Das Drehbuch von Syd Field, 463 Seiten, 24,90 Euro versandkostenfrei

Manchmal entwickelt der Protagonist im Roman oder Film eigene Vorstellungen davon wie er in seiner Rolle weiter agieren möchte. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein: Auf der Seite der Darwin Awards können Sie sich über die skurrilsten Todesarten informieren und dabei Stoff, Stoff, Stoff
sammeln: Darwin Award

Wenn Sie jedoch nicht gleich Ihren Protagonisten sondern nur ein paar Wörter loswerden wollen, lesen Sie bitte das Gedicht „Wortwechsel“ der Lyrikerin Anne Boland. Darin stellt sie das Arbeitsmaterial der Dichter in den Mittelpunkt. Die Wörter. Solche, die Sie nicht mehr brauchen, andere, die Sie loswerden wollen oder jene, die Sie eintauschen möchten: „Greifen Sie zum Stift!“ Das Gedicht fand ich im Daedalus-Gedichte- Postkartenkalender „Fliegende Wörter 2012“, der Klassiker unter den literarischen Kalendern ist jetzt schon für 2013 zu haben. Fliegende Wörter

Bewundern Sie auch die Zivilcourage der russischen Punk-Künstlerinnen und möchten sich für sie einsetzen? Machen Sie mit:
Free our Sisters

Herzliche Grüße
Ihre
Gerhild Tieger

Neue Wettbewerbe, Preise und Stipendien auf unserer Facebook-Seite – wenn sie Ihnen gefällt, würde ich mich über einen Klick oder Kommentar freuen!
http://www.facebook.com/pages/Autorenhaus-Verlag/243241572436509

Jetzt in der vollständig überarbeiteten & erweiterten 7. Auflage:
Sylvia Englert hat in verschiedenen Genres gearbeitet und 40 Bücher in namhaften Verlagen veröffentlicht. Im Autoren-Handbuch sind ihre Erfahrungen enthalten: „Ich habe in diese 7. Auflage noch mal ordentlich Arbeit gesteckt. Es gab natürlich Hunderte von Adressen zu aktualisieren, außerdem habe ich das Thema E-Books aufgegriffen und (mal wieder) das Internet-Kapitel komplett neu geschrieben. Aber ich habe das Buch auch deutlich erweitert, so dass es jetzt wirklich umfassend ist und alle Informationen enthält, die man als Erst-Autor braucht, um sich souverän in der Welt der Literatur zu bewegen. Ausgebaut habe ich auch den Teil, der sich mit dem Thema Exposé beschäftigt, da ich gemerkt habe, dass viele Autoren sich mit ihren Exposés sehr herumquälen und dazu mehr Informationen brauchen. Das ganze Buch ist jetzt persönlicher geworden als die ersten Auflagen, da ich in den letzten Jahren als Autorin viel erlebt habe.“
Sylvia Englert: Autoren-Handbuch, 382 Seiten, Hardcover, nur 19,95 Euro, versandkostenfrei

liebe Autorinnen und Autoren,
„Gegen vier Uhr am Nachmittag des 14. April 1998 geht er am stillgelegten Bahnhof in Skellftea vorbei, geht langsam, um nicht aufzufallen, und sieht drei Männer auf der Treppe sitzen.
Er erkennt ihn sofort. Es ist Jurma. Leichter Regen fällt.“

Wie ein Roman beginnt „Ein anderes Leben“, die Lebensgeschichte von Per Olov Enquist, in der er in der dritten Person von einem Mann erzählt, der in einem kleinen Ort in Norwegen geboren wurde, erfolgreich die Grenzen der Provinz überwand, zu einem bedeutenden europäischen Schriftsteller wurde und immer wieder vergeblich gegen seine Sucht kämpfte. Die Leitfrage seiner Autobiografie: „Wie konnte alles so schlimm kommen, wenn doch alles so gut anfing.“ Drei handwerkliche Kunstgriffe wendet der Schriftsteller hier an, um seine Autobiografie auch literarisch lesenswert zu machen: Die Distanzierung von der eigenen Person, ein Leitthema und berührende Figurenbeschreibungen wie am Schluss des Werkes, als er der kleineren Vorschullehrerin erzählt, dass er Schriftsteller geworden ist und einen Roman schreibt, worauf sie ihn fragt: „Du schreibst aber doch keine schmutzing Wörter drin, dasse da fluchen tun?“

Judith Barrington erwartet, dass der Verfasser einer Autobiografie ein „talentierter Geschichtenerzähler“ ist: „Er muss sich in der Zeit sicher vorwärts und rückwärts bewegen können. Er muss glaubhafte Dialoge verfassen, zwischen Szene und Zusammenfassung wechseln und seine Leser mit den Mitteln der schönen Literatur in den Bann ziehen können. Wichtigstes Merkmal dieser Form ist die Stimme des Autors, die eine wahre Geschichte erzählt und gleichzeitig darüber nachdenkt.“
Der Informationsdienst Bibliotheken empfiehlt den „gut gegliederten, leicht lesbaren und anregend formulierten Band“ von Judith Barrington: „Erinnerungen und Autobiografie schreiben“, 175 Seiten, mit einem Anhang zu Rechtsfragen ‚Kunstfreiheit vs. Persönlichkeitsrecht‘, nur 14,90 Euro versandkostenfrei – heute ist die neue Auflage aus der Druckerei gekommen:
www.autorenhaus-verlag.de/judith-barrington+autobiografie-schreiben.phtml

Zur Ergänzung empfehlen Rezensenten die „Anleitung zur Autobiografie in 300 Fragen“: „Praxisnahe Anleitung für literarische Anfänger, die sich an Memoiren oder einer autobiografischen Erzählung versuchen wollen.“ Durch konkrete Fragen zu Lebensabschnitten und Ereignissen aus der Vergangenheit werden verschüttete Erinnerungen wachgerufen. Nicht alles gehört in die Öffentlichkeit – Rache sollte kein Motiv bei der Figuren- und Situationsbeschreibung sein. Tipps, wie man seine Erinnerungen rechtlich nicht angreifbar macht, sind ebenfalls enthalten. Die Schriftstellerin Anne Lamott empfiehlt: „Wenn Sie also mit einem Mann zusammen gelebt haben, der eine Reihe von seltsamen privaten und beruflichen Macken pflegt, die sowohl seinen Freunden als auch seinen Kunden bekannt sind, und man ihn anhand dieser Macken in Ihrem Werk identifizieren kann, dann sollten Sie sich doch lieber alle Mühe geben, ihn als Figur ganz anders darzustellen.“ Gerhild Tieger: „Anleitung zur Autobiografie in 300 Fragen. Wege in die Erinnerung“, 128 Seiten, Umschlagmotiv von Frida Kahlo, nur 8,80 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/gerhild-tieger+autobiografie-in-300-fragen.phtml

Und wie wird es im Film gemacht? „Wenn Bree nach Ihrer Mutter modelliert ist – schreiben Sie dann eigentlich Szenen aus Ihrem eigenen Leben?“ hat Nina Rehfeld im FAZ-Interview den erfolgreichen Drehbuchautor Marc Cherry nach dem Ursprung einer seiner Figuren in der TV-Serie „Desperate Housewives“ gefragt: „Ja, natürlich, und ich erzähle Ihnen dies nur, weil ich darauf vertraue, dass meine Familie keine Zeitungen aus Übersse liest. Mein Vater hat meine Mutter einst mit der Entscheidung entsetzt, ein Pizzarestaurant zu eröffnen. Meine Mutter ist nie darüber hinweggekommen. Am Ende ist die Ehe meiner Eltern daran gescheitert. Aber da ich das nicht noch einmal durchmachen möchte, werde ich die Ehe von Tom und Lynette daran wohl nicht zerbrechen lassen.“

TV-Serien werden auch bei uns immer beliebter und verkaufen sich zusätzlich als DVD. In „Schreiben fürs Fernsehen“ warnt Vivien Bronner vor „Fragen, die Sie nie stellen sollten. Und zwar deshalb, weil Sie sich dadurch als ahnungsloser, ignoranter Neuling outen. Es ist kein Makel, Neuling zu sein. Jeder hat irgendwann einmal sein erstes Drehbuch geschrieben. Solange nicht eines Ihrer Drehbücher verfilmt worden ist, sind Sie Anfänger. Dagegen ist nichts zu sagen. Der Makel liegt darin, ahnungslos und ignorant zu sein. Sie sollten die Spielregeln und Voraussetzungen Ihres Berufs kennen, bevor Sie mit jemandem aus der Branche reden.“ Das Buch, über das „Kinozeit“ urteilt: „Für alle Autoren, die für das Medium Fernsehen schreiben wollen, ein unverzichtbares Standardwerk“: „Schreiben fürs Fernsehen. Drehbuch-Dramaturgie für TV-Film und TV-Serie“ von Vivien Bronner, 220 Seiten, 19,90 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/vivien-bronner+schreiben-fuers-fernsehen.phtml

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Für heute herzliche Grüße
Ihre
Gerhild Tieger

Liebe Autoren und Autorinnen,

vier Autoren haben eine Antwort auf diese Frage:

Jaume Cabré: „Weil ich Zweifel habe und auf der Suche bin, schreibe ich Romane.“

John Banville: „Ich hatte beim Schreiben des Buches nichts anderes im Sinn, als einen Gegenstand von einer gewissen Schönheit zu erschaffen.“

Gore Vidal: „Weil es sie vorher nicht gab.“

Joan Didion: „Ich schreibe ausschließlich, um herauszufinden, was ich denke, was ich betrachte, was ich sehe und was es bedeutet. Was ich will und was ich fürchte.“

Und Sie? Louise Doughty hat in ihrer Anleitung „Ein Roman in einem Jahr“ die Leser aufgefordert: „Schreiben Sie auf, warum Sie einen Roman schreiben wollen – nicht, warum Sie Schriftsteller sein möchten, sondern warum ausgerechnet Romanautor. Geben Sie nicht der Versuchung nach, witzig oder besonders klug zu antworten, denn damit weichen Sie der Fragestellung nur aus. Gönnen Sie sich eine ruhige Minute und denken Sie darüber nach. Seien Sie ehrlich mit sich selbst: „Ich will einen Roman schreiben, weil . . .“
Louise Doughty: Ein Roman in einem Jahr, 275 S. 16,80 € versandkostenfrei:
Ein Roman in einem Jahr

Songschreiber, Liedermacher, Comedy-Texter: Wie wäre es mit einem dreimonatigen Stipendium im Schwarzwald? Der Förderkreis Kreatives Eisenbach e.V. vergibt im Jahr 2013 das Dorfschreiber(innen)-Stipendium an freischaffende deutschsprachige (eventuell mundartliche) Autorinnen und Autoren, die sich mit dem Genre Kleinkunst beschäftigen. Gesucht werden witzige, freche, geistreiche Schreiberinnen oder Schreiber und ihre Text-Einfälle für Kabarett-Szenen, Satire, Sketch, Song, Comedy, Schwank:
Dorfschreiber
Die Fachliteratur dazu finden Sie hier:
Songtexte schreiben

Zwei verlagsfertige Manuskripte werden mit 6000 Euro gefördert, sofern es einen Bezug zu Rheinland-Pfalz gibt – was ja nicht allzu schwer sein sollte, auch wenn Sie nicht Pfälzer sind, denken Sie nur an die guten Weine, die es dort gibt!
Zwei verlagsfertige Manuskripte

Das Thema Urheberrecht bleibt aktuell, auch wenn es manchen Usern inzwischen etwas peinlich ist, mit welcher Agression Autoren und Künstlern, die ihre Rechte verteidigen, begegnet wird. Der neue Vorstand der VG Bild-Kunst Dr. Urban Pappi schreibt in seinem Rundbrief Nr. 27 die großen Internetkonzerne suggerierten: „Was technisch geht, muss auch erlaubt sein – und haben doch nur den eigenen Profit im Sinn.“ Der Schriftsteller Carlos Ruiz Zafón (Der Schatten des Windes) hat es so formuliert: „Die wahren Piraten sind nicht die Nutzer, sondern die großen Technologiekonzerne.“ (FAZ vom 5.6.2012) Lesen Sie weiter:
Die wahren Piraten

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Herzliche Grüße
Ihre
Gerhild Tieger

P.S. Das beliebteste deutschsprachige Autoren-Handbuch ist jetzt in der überarbeiteten und erweiterten 7. Auflage erhältlich: Sylvia Englert hat in verschiedenen Genres gearbeitet und 40 Bücher in namhaften Verlagen veröffentlicht. Im Autoren-Handbuch sind ihre Erfahrungen enthalten: „Ich habe in diese 7. Auflage noch mal ordentlich Arbeit gesteckt. Es gab natürlich Hunderte von Adressen zu aktualisieren, außerdem habe ich das Thema E-Books aufgegriffen und (mal wieder) das Internet-Kapitel komplett neu geschrieben. Aber ich habe das Buch auch deutlich erweitert, so dass es jetzt wirklich umfassend ist und alle Informationen enthält, die man als Erst-Autor braucht, um sich souverän in der Welt der Literatur zu bewegen. Ausgebaut habe ich auch den Teil, der sich mit dem Thema Exposé beschäftigt, da ich gemerkt habe, dass viele Autoren sich mit ihren Exposés sehr herumquälen und dazu mehr Informationen brauchen. Das ganze Buch ist jetzt persönlicher geworden als die ersten Auflagen, da ich in den letzten Jahren als Autorin viel erlebt habe.“ Sylvia Englert: Autoren-Handbuch, 382 Seiten, Hardcover, nur 19,95 Euro versandkostenfrei:
Autoren-Handbuch

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