Autorenbrief


Liebe Autorinnen und Autoren,

mit dieser Frage beginnt Niklas Bender sein viertelseitiges Rezensionskompliment. Er widmet es dem Roman „Das schönste Wort der Welt“ der Autorin Margaret Mazzantini, deren Bücher sich zu Hunderttausenden verkaufen. Der neuste Buchtitel lässt bereits emotionalen Überschwang ahnen, der Roman soll demnächst mit der hinreißenden Penelope Cruz verfilmt werden. Wie vermeidet man also Kitsch?: „Man kann sich in prosaische Sachlichkeit flüchten, doch die Gefahr ist, dass der Teufel durch die Hintertür wieder hereinkommt und dem Autor unversehens in die Feder fährt; Hemingways pathetisches Spätwerk wäre ein Beispiel. Die zweite Möglichkeit ist, den Beelzebub bei den Hörnern zu packen: Der literarische Exorzist stürzt sich in die Leidenschaft, ringt ihr Größe ab – oder zumindest den Stoff für einen mitreißenden Roman.“ Wenn Sie selbst einen Roman schreiben oder einen Freund ermutigen möchten, sollten Sie sich von den Dozenten der besten Schule des kreativen Schreibens unterrichten lassen: Die Top- Dozenten des New Yorker Gotham Writers Workshop vermitteln die Grundlagen des kreativen Schreibens anhand von Beispielen aus der Literatur. Das Handbuch “Romane und Kurzgeschichten schreiben” hat 332 Seiten und kostet 19,80 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/creative-writing-a.steele-raymond-carver.phtml

Etwa so wie der Protagonist in der Erzählung des isländischen Schriftstellers Gunnar Hoydal stellen sich Erstautoren das Verfassen von Liebesromanen oft als mühelosen Schreibfluss vor: „Ich war dreizehn, als ich beschloss, einen Roman über Liebeskummer zu schreiben. Er sollte so fesselnd und imposant werden, dass ich dachte, ich müsse ihn in einer Fremdsprache schreiben, damit er weit genug in die Welt hinausreiche.“ So als brauche man nur seine Gefühle frei und hemmungslos zu Papier zu bringen, um seine Leser in den Strudel von Leidenschaft und Entsagung mitzureißen.

In einem “zu Herzen gehenden Kapitel über den Heftroman” schreibt Anna Basener über die Grundlagen des Genres, in einer “ergreifenden Schreibschule über die Entstehung einer Romanze zwischen Liebe und Reglementierung” erzählt sie über Einstieg und Leben im Trivialliteraturbetrieb und gibt dazu ein praktisches Beispielexposé mit dramatischem Treatmentvorbild – auf 186 Seiten, in festem Einband für nur 16,80 Euro versandkostenfrei:
www.heftromane-schreiben.de/355.704.0.0.1.0.phtml

In einem Monat geht dieses Jahr zu Ende, die letzten 31 Kalenderblätter halten ihre literarischen Überraschungen bereit. Es ist Zeit, sich mit Literaturkalendern für das Jahr 2012 zum verschenken oder für sich selbst zu beschäftigen: In den nächsten Tagen stelle ich im Tieger-Blog einige Literaturkalender vor, auch meinen Lieblingskalender. Wenn Sie Lust haben, schauen Sie mal kurz rein.
www.autorinnen.de

In Erwartung kommender Sylvesterfeiern habe ich eine kleine Bitte: Unser Freund Jack brachte uns einen Trinkspruch mit, den wir versprachen in Inhalt, Reim und Rhythmus möglichst unversehrt ins Deutsche zu übersetzen.Am Anfang stand uns ein Viertele Spätburgunder bei, dann mehr davon und später wollten Versmaß und Inhalt sich kaum mehr einfangen lassen. Helfen Sie bei der Übersetzung? Der beste kongeniale Reimvorschlag wird veröffentlicht. Und falls Ihnen andere oder eigene humorvoll- freundschaftliche Trinksprüche einfallen veröffentlichen wir sie gern auf unserer Seite – vielleicht kommt ja eine kleine Sammlung bis zum Jahreswechsel zusammen? Könnte übrigens helfen, die Schrecksekunde beim Anblick eines wartenden Gästebuches zu überstehen. Lesen Sie hier den
Trinkspruch:
www.autorenhaus.de

Hier noch ein Geschenk-Angebot der Chefredakteurin des Wolf Magazin, Elli H. Radinger: Jeder Besteller eines Geschenkabonnement des Wolf Magazin 2012 erhält kostenlos ein Exemplar des Wolf Magazins und das Buch “Pfotengeschichten” (beides im Wert von über 20 Euro):
www.edition-tieger.de/358.0.0.1.0.0.phtml

Herzliche Grüße
Ihre Gerhild Tieger

Liebe Autorinnen und Autoren:

„Ohne meinen Agenten würde ich jetzt immer noch meine Texte ausschließlich im Bekanntenkreis verteilen“, antwortete Sebstian Fitzek in einem Interview auf die Frage nach seinem Erfolg. Er hatte einen Psychothriller geschrieben und einen Literaturagenten gesucht. „Bevor ich mich an ihn gewendet habe, hatten alle Publikumsverlage meine Romane mit der Begründung abgelehnt:
„Deutscher Psychothriller funktioniert nicht.“ Sein erster Psychothriller “Die Therapie“ unter der Obhut seiner Literaturagentur und kam gleich auf die Taschenbuch-Bestsellerliste und sein zweiter Thriller „Der Augenjäger“ steht bereits auf der Spiegel-Bestseller-Liste.

Annahmebedingungen und Leistungen von seriösen Literaturagenturen, Adressen und einen Agentur-Mustervertrag enthält das Fachbuch “Literaturagentur – Erfolgreiche Zusammenarbeit Autor- Agent -Verlag”, zusammengestellt von den Agenten der wohl größten deutschen Literaturagentur, 231 Seiten, nur 14,90 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/literaturagentur-erfolgreiche-zusammenarbeit.phtml

Eine besondere Form der Autobiografie, verbunden mit ungewöhnlichen Sachinformationen zu ihrem Lebensthema, der Wolfforschung, dazu immer wieder spannende Berichte über persönliche Erlebnisse hat Elli H. Radinger gefunden. Sie ist Chefredakteurin des Wolf Magazin, www.edition-tieger.de/348.0.0.1.0.0.phtml

Elli Radinger begleitet das Wolfsforschungsprojekt im amerikanischen Nationalpark in Wyoming und setzt sich für die Integration von Wölfen in Deutschland ein. In „Wolfküsse – Mein Leben unter Wölfen“ beschreibt die Autorin wie sich ihr Leben durch die Begegnung mit Wölfen verändert und was sie von den Wölfen gelernt hat. Elli H. Radinger hat dazu ihre Tagebuchnotizen genutzt, Aufzeichnungen, die jedem Autor immer wieder bei seiner Arbeit helfen.
www.elli-radinger.de/html/wolfskuss.html

Einen Schreibwettbewerb der Autorinnenvereinigung e.V. und ihres zweiten literarischen Wettbewerbs mit ungewöhnlichem Thema möchte ich noch erwähnen. Gesucht wird Prosa und Lyrik unter dem Motto „Wenige Schritte weiter, und drüben war die Freiheit“. Wer bis zum 30. November dazu Texte einreichen möchte erhält ausführliche Informationen unter www.autorinnenvereinigung.eu

Im Tieger-Blog äußert sich Sebastian Fitzek noch einmal über Manuskriptangebote , die Programmleiterin des Fischer Jugendbuch verrät drei einfache Voraussetzungen für eine erfolgreiche Romanreihe:
www.autorinnen.de

Herzliche Grüße
Ihre Gerhild Tieger

Liebe Autorinnen und Autoren,

… Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen wäre rein zufällig. Bei eventuellen Ähnlichkeiten mit wirklichen Orten handelt es sich um äußerliche Anleihen in einem fiktiven Zusammenhang. In keinem Fall beabsichtigt der Autor ein moralisches Porträt von Institutionen und ihren vergangenen oder gegenwärtigen Vertretern. Auch bei der Verwendung realer Ortsnamen sind nie reale Orte mit ihren realen Bewohnern gemeint.” (Aus: Paul Ingendaay: “Warum du mich verlassen hast”)

Oder: “Diese Geschichte ist frei erfunden alle Bezüge auf wirkliche Personen, Geschehnisse, Institutionen, Organisationen oder Orte dienen allein dazu, dem Erfundenen etwas Wirkliches, Authentisches zu verleihen, sind aber ebenfalls erfunden. Alle übrigen Namen, Personen, Orte, Dialoge und Vorfälle in diesem Buch entspringen der Phantasie des Autors.” So lautet der Schutzspruch auf der ersten Seite des Bestsellers: “Enzo. Die Kunst ein Mensch zu sein” von Garth Stein und soll gerichtlichen Ärger ersparen. Den erleben Verleger und Autoren Jahr für Jahr, wenn es um Persönlichkeitsrechtsfragen geht.

Nur zwei Beispiele dazu: Das Buch “Ein Traum von einem Schiff” von Christoph Maria Herbst im Scherz Verlag erschienen, als Satire angelegt, wurde Opfer einer Einstweiligen Verfügung und der Roman “Last Exit Volksdorf” von Tina Uebel, bei C.H. Beck im Januar erschienen, war aus dem Buchhandel verschwunden. Andererseits wird gern auch mal mit dem voyeuristischen Bedürfnis von Lesern gespielt. Charlotte Roche hat es in ihrem autobiografisch gefärbten “Schoßgebeten” so gelöst: “Dieser Roman basiert auf einer wahren Begebenheit. Darüber hinaus ist jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen sowie realen Geschehnissen rein zufällig und nicht beabsichtigt.” – Hier reale Personen, dort fiktionale Figuren.

Glaubwürdige Figuren zu erschaffen, ist die Kunst von Roman- und Drehbuchautoren. Wie es nicht sein sollte, entnehme ich einer FAZ-Rezension des Filmes “Dr. Aléman” (Erstes Programm): “Das Drehbuch überzeugt weniger, die Dialoge sind, um es unumwunden zu sagen, miserabel. Häufig bestehen sie aus plakativen Sätzen wie ‘Sie müssen sich entscheiden, auf welcher Seite Sie stehen’, dann wieder scheinen sie keiner Logik zu folgen. Satzbaustein steht neben Satzbaustein. Die Schauspieler sagen ihre Texte seltsam distanziert auf, die Motivation ihrer Charaktere bleibt unklar.”

Überzeugende Charaktere und Dialoge sind die Grundlage eines gelungenen Films. Syd Field erklärt dazu: “Die Figur ist Handlung, ist, was sie tut, nicht, was sie sagt. Film ist Verhalten. Weil wir eine Geschichte in Bildern erzählen, müssen wir zeigen, wie die Figur in der Story Line agiert und auf die Ereignisse hin reagiert. Wenn Sie beim Schreiben spüren, dass Ihre Figuren nicht so scharf umrissen sind, wie sie sein sollten, wenn sie flach und konturenlos wirken, müssen Sie zuerst bestimmen, ob sie eine aktive Kraft in Ihrem Drehbuch sind – ob Sie etwas verursachen oder ob ihnen Dinge zustoßen.” Syd Field hat drei Kapitel der Figurenentwicklung gewidmet: Die Erschaffung einer Figur, Figurenentwicklung, Story und Figuren. Ohne glaubwürdige Personen keine überzeugende Handlung, auch nicht im Roman. Syd Fields Standardwerk: Das Drehbuch. Die Grundlagen des Drehbuchschreibens – Schritt für Schritt vom Konzept zum fertigen Drehbuch, 463 Seiten, 24,90 Euro
versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/syd-field+das-drehbuch.phtml

Im April 2012 präsentiert das Filmfestival “sehsüchte” in Potsdam-Babelsberg Filme von Studenten und Amateur-Filmemachern aus aller Welt. Prominente Jurymitglieder prämieren die besten Werke mit Preisen im Gesamtwert von bis zu 50.000 Euro. Eingereicht werden können sowohl Kurz- als auch Langfilme in den Kategorien Spiel-, Dokumentar-, Animationsfilm sowie Musikvideos und Kinderfilme. Nachwuchsautoren sind eingeladen, sich für den Drehbuchpreis zu bewerben:
www.sehsuechte.de

Vielleicht lesen Sie vorher das Erfahrungsbuch des großen Filmemachers Sidney Lumet, über den David Mamet sagt: “Sidney ist der Maestro … Sein Buch ist, wie seine Filme – freimütig, ehrlich, temporeich und sehr, sehr klug.
Jeder, der ernsthaft am Film interessiert ist, sollte es lesen.” Und Steven Spielberg lobt: “Es ist ein Geschenk für uns alle, dass Sidney Lumet, einer der größten Filmemacher Amerikas, seine Ansichten mit uns teilt.” Sidney Lumet und sein Klassiker: “Filme machen – Vom Drehbuch zum fertigen Film” –
258 Seiten, 16,80 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/sidney-lumet+filme-machen.phtml

Im Tieger-Blog sagt der Filmregisseur Aki Kaurismäki, was er seinen Zuschauern gönnt und warum er Filme macht und Rolf Lappert, wie er seine temporäre Schreibhemmung während der Arbeit an seinem Roman “Auf den Inseln des Lichts” überwunden hat.
www.autorinnen.de

Herzliche Grüße
Ihre
Gerhild Tieger

sei Island, sagt Krimiautor Arnaldur Indridason (“Kälteschlaf”,
“Abgründe”): “Die Natur ist rauh, das Klima ist eines der schlechtesten in Europa, geologisch ist die Insel noch in der Entstehung begriffen, wie ständige Erbeben und Vulkanausbrüche belegen.” Unter solchen Bedingungen müssen die Dichter des diesjährigen Gastlands der Frankfurter Buchmesse nicht mit den ständigen Verführungen und Ablenkungen des Festlands kämpfen.

Liebe Autorinnen und Autoren,

der alte Begriff Messe wurde früher für eine Kirmes, einen bunten Verkäufermarkt mit fröhlicher Stimmung, Neuigkeiten und Überraschungen gebraucht und so hat auch die herbstliche Frankfurter Buchmesse von all dem etwas. Sie ist ein anstrengendes, aufregendes Fest für Autoren, Verleger, Buchhändler und Leser, auf dem durch das gemeinsame Interesse am Buch von 7.400 Ausstellern und voraussichtlich einer Viertelmillion Besuchern, so etwas wie eine familiäre Stimmung entsteht.

Zur Eröffnung der Buchmesse wurde Eugen Ruge für seinen autobiografischen Debütroman “In Zeiten des abnehmenden Lichts”, der vier Generationen und Aufstieg und Fall der DDR umspannt, mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Auch in den Werken aktueller Debütanten sind die autobiografischen Wurzeln leicht zu entdecken: Adriana Altaras mit “Titos Brille”, Daniela Krien “Irgendwann werden wir uns alles erzählen”, von dem bereits Lizenzen in elf Länder verkauft wurden, Peggy Mädler mit “Vom Glück des Menschen”, Eva Lohmann mit “Acht Wochen verrückt” oder Katharina Born mit ihrem Roman im Roman “Schlechte Gesellschaft”, um nur einige zu nennen.
Wenn Sie ein solches Projekt planen, kann Ihnen vielleicht Judith Barrington, mit ihrem bewährten “Erinnerungen und Autobiografie schreiben”
helfen, 175 Seiten mit einem Anhang Kunstfreiheit vs. Persönlichkeitsrecht nur 14,90 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/judith-barrington+autobiografie-schreiben.phtml

Die nötigen Verlagsadressen für Ihren Manuskriptversand mit Wünschen der Lektorate finden Sie im Jahrbuch für Autoren. Dazu einen Genre-Index und durch Fragebogen ermittelte Programme und Angaben zur Form der Manuskriptangebote außerdem hunderte weiterer Adressen aus dem Literaturbetrieb, redaktionelle Beiträge zum Buchmarkt und zum Schreiben und Veröffentlichen. Jahrbuch für Autoren, Autorinnen 2010/2011, Hardcover, 800 Seiten, Hardcover, 29,90 Euro versandkostenfrei:. Lesen Sie das Inhaltsverzeichnis und eine Musterseite der Verlagseinträge:
www.autorenhaus-verlag.de/325.0.0.1.0.0.phtml

Auch in diesem Jahr versucht die Industrie auf der Buchmesse das digitale Lesegerät nach amerikanischem Vorbild durchzusetzen. Der Vorsteher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Prof. Honnefelder, äußerte sich besorgt über die Diskrepanz von gekauften und illegal herunter geladenen E-
Books: “Die illegale Entwicklung im Netz ist weiter als die legale.” Und Jürgen Boos, Vorstand der Frankfurter Buchmesse, meint, dass es in einigen Ländern bereits mehr verkaufte E-Reader gibt als legal verkaufte elektronische Buchtexte. Autoren können diese Entwicklung nicht ohne Sorge beobachten, denn schon heute werden “60 Prozent aller in Deutschland gelesenen E-Books illegal heruntergeladen”. Wer Monate oder sogar Jahre an seinem Roman geschrieben hat, möchte sein Werk kaum als Bildschirmtext veröffentlichen, sondern von seine Arbeit honoriert sehen.

Wer sein Buch nicht aus der Hand geben, es selbst verlegen will, findet praktischen Rat in dem Handbuch “Mini-Verlag”. Die Hauptthemen:
Selbstverlag, Digitaldruck, Verlagsgründung, Buchherstellung, Buchmarketing, Buchhandel, Direktvertrieb, 7. überarbeitete Auflage, 315 Seiten, 19,90 Euro versandkostenfrei. Hier das Inhaltsverzeichnis:
www.autorenhaus-verlag.de/354.703.0.0.1.0.phtml

Und nun hat Johannis Jappen noch ein Anliegen: “Meine Co-Autorin ist wegen Burnouts und familiärer Probleme abgesprungen und nun dümpelt unser Buchprojekt (Thema: Skurrile Erlebnisse bei der Partnersuche in Internet aus weiblicher und männlicher Sicht, erzählt anhand eigener Erfahrungen und Interviews mit Frauen & Männern) vor sich hin. Ich suche dringend nach einer Autorin, um das angefangene Projekt (leider noch kein Verlag) fortzusetzen.” Man erreicht Johannis Jappen unter mailto:info@kassandrus.de.

Allen, die mit ihren Manuskripten auf der Buchmesse unterwegs sind, wünsche ich viel Erfolg. Aber seien Sie nicht traurig, wenn Ihr Manuskript nicht gleich angenommen wird. Lektoren sind auch nur Menschen – in der Hektik der Bücher-Kirmes bleibt einfach nicht genug Muße, um neue Werke zu prüfen. Und seien Sie skeptisch, wenn sogenannte Pseudoverlage ungewöhnlich dringend nach neuen Autoren suchen. Das folgende Streitgespräch mit dem VS- Vorsitzenden Imre Török und Frau Fischer macht deutlich, worum es meist geht – Kurzlink:

http://tinyurl.com/6jnpgge

Im Tieger-Blog beschäftigt sich Günter Kunert mit der Frage was Schreiben für den Schriftsteller bedeutet, Hannes Köhler sagt etwas zum Thema Freundschaft, die im Mittelpunkt seines Debütromans steht und Antonio Munoz Molina beantwortet die Frage wie man eine Geschichte verwandelt:
www.autorinnen.de

Herzliche Grüße
Ihr
Gerhild Tieger

wenn man den Fernseher ausschaltet. Eine offene Frage, mit der man sich beschäftigen kann”,

das, liebe Autorinnen und Autoren,

sagt Drehbuchschreiber Marc Terjung, der die Fernsehserie “Edel und Starck”
und “Danni Lowinski” kreierte. Um seinen Anspruch zu verwirklichen versetzt sich der Autor in die Zuschauer: “Ich bin meine Zielgruppe. Ich möchte Formate machen, die ich selber gerne im Fernsehen sehe.” Marc Terjung, Head- Autor der neusten, dritten Lowinski-Staffel, kehrt zurück ins Autoren-Team der Lowinski-Serie. Head-Autoren der neuen Runde sind neben ihm auch Benedikt Gollhardt und David Ungureit.
www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=51802&p3=

Autoren, die Drehbücher fürs Fernsehen und Serien schreiben, arbeiten meistens im Team, etwa wie die Darsteller, die in der Serie “30 Rock” (bei ZDFneo oder als DVD) auftreten. In dieser Serie nutzt die Drehbuchautorin, Hauptdarstellerin und Produzentin Tina Fey ihre langjährige Erfahrung als Comedyautorin und erlaubt den Zuschauern ihrer selbstironischen, temporeichen Satire einen Blick hinter die Kulissen einer Fernsehshow. Fürs Fernsehen zu schreiben, verlangt nicht nur unerschöpfliches Potential an Kreativität sondern auch fernsehspezifisches Wissen, dazu Kenntnisse der besonderen Regeln für TV-Genres und Formate und Dramaturgie von TV-Serien.
Unsere Autorin Vivien Bronner, Leiterin einer Drehbuchagentur, zeigt an praktischen Beispielen wie Fernsehfilme und -serien entwickelt werden. Das Magazin Kinozeit urteilt: “Für alle Autoren, die für das Medium Fernsehen schreiben wollen, ein unverzichtbares Standardwerk.” Vivien Bronner:
Schreiben fürs Fernsehen. Drehbuch-Dramaturgie für TV-Film und TV-Serie, 220 Seiten, zweite Auflage 2010, versandkostenfrei 19,90 EUR:
www.autorenhaus-verlag.de/vivien-bronner+schreiben-fuers-fernsehen.phtml

Wenn es um Themen und Ideen geht, finden Autoren immer wieder ihren Stoff in Erinnerungen aus ihrer Kindheit. Auch der kasachische Hörspielautor und Lautdichter Valeri Scherstjanoi (“Nüchterne Nächte”) schildert den Beginn seines Schreibens aus dem Dunkel seiner Kindheit: “Ich erinnere mich an mich, das Kind, das seine Worte im Dunkeln schreiben musste, weil Mutter das Licht ausmachte, und ich sah das Geschriebene nicht mehr, schrieb aber weiter. Morgens betrachtete ich das Geschriebene und konnte es kaum entziffern. Aber es sah interessant aus. Die Zeilen trafen sich, gingen ineinander und auseinander.”

Ein anderes Bild findet der Meister des Spionageromans John Le Carré: “Die Kindheit ist der Getreidespeicher, von dem ein Schriftsteller, wenn er erwachsen ist, sein Brot bäckt.” Und der große Kurzgeschichtenerzähler Ray Bradbury (“Der illustrierte Mann”) verrät: “Ich stolperte in die Kreativität, blind wie ein Kind, das erst sehen und gehen lernen muss. Ich lernte darauf zu vertrauen, dass meine Sinne und meine Vergangenheit mir all das sagen würden, was für mich wahr war. (…) Nachdem ich einmal gelernt hatte, wieder und wieder in die alten Zeiten zurückzugehen, hatte ich jede Menge Erinnerungen und Sinneseindrücke, mit denen ich spielen – nein, nicht arbeiten, spielen – konnte.” Ray Bradburys Buch inspiriert und regt an zur Stoffsuche in der eigenen Vergangenheit: “Zen in der Kunst des Schreibens”, 176 Seiten, nur 12,80 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/ray-bradbury+zen-in-der-kunst-des-schreibens.phtml

Was Marc Terjung und die Journalistin Karen Krüger zum Drehbuchschreiben und der Schweizer Schriftsteller Hansjörg Schneider über das Schriftstellerleben sagen, finden Sie im Tieger-Blog:
www.autorinnen.de

Herzliche Grüße und weitere schöne Herbsttage Ihre Gerhild Tieger

das, liebe Autorinnen und Autoren,

behauptet die Schriftstellerin Monika Rinck in ihrem Gedicht: “… denn sie werden die Streitkräfte übernehmen./ Sie werden die Befehle verklausulieren, bis sie einschlagen wie Bomben./ Sie werden in Frankreich einmarschieren.” Monika Rinck
(www.poetenladen.de/monika-rinck.htm)
gehört zu den 11 Autoren, die in der ZEIT in diesem Jahr aus politischen Ereignisse Lyrik werden lassen. Ihre Bilder sind überwältigend und mitreißend, entstanden durch Gedankenarbeit, wie sie der Lyriker Francis Ponge versteht: “Der Dichter ist ein Denker, der zum Arbeiter geworden ist.”

Nur werden die Dichter von der Arbeit des Dichtens kaum reich, dafür ernten sie gelegentlich postum Reichtum: Die serbische Dichterin Radmila Lazic beschreibt neben Themen wie Lust und Liebe, Abhängigkeit und Verlust, woraus solche Reichtümer bestehen in ihrem Lyrikband “Das Herz zwischen den Zähnen”
(www.erata.de/autoren/lazic.htm)
als ironischen Nachruf über die zu späten Ehren des Dichters: “Sein Nachlass wird mit jedem Tag größer./ Nie besaßest du mehr, als wenn du nicht mehr bist.” Ihr Gedichtband serbisch/deutsch ist wunderbar erfrischend, direkt ein wenig wie Mascha Kalékos Gedichte für jeden Tag – beseligend.

Eine bei uns noch seltene Art, Gedichte aus dem Stegreif zu kreieren wurde auf dem Lyrikfestival im Juni in Berlin ausprobiert. Vergleichbar vielleicht mit einem Singlebrainstorming ist sie bisher meist in anderen künstlerischen Bereichen angewandt worden, um Kreativität ohne Hemmungen zu ermöglichen. PECHA KUCHA ist ein Begriff aus dem Japanischen und bedeutet etwa “wirres Zeug”. Bei Pecha Kucha werden im Abstand von zwanzig Sekunden zwanzig Bilder auf eine Wand projeziert. In dieser Zeit soll der Akteur einem Publikum seine literarischen Assoziationen vermitteln. In Berlin können Sie es am 13. September selbst erleben:

http://pechakucha.de.

Ein bisschen erinnert es an die Aktion “Gedichte auf Bestellung”, die Natalie Goldberg in ihrem Buch “Schreiben in Cafés” vorstellt. Sie beschreibt wie sie anhand der Stichwörter von Vorübergehenden spontane Kurzgedichte entwickelt und gibt praktische Anregungen dazu: “Wenn Sie ein guter Schriftsteller werden wollen … Lassen Sie sich auf den glühenden Strom der Worte, der Laute und der vielfarbigen Empfindungen ein und halten Sie Ihre Hand in Bewegung. Tauchen Sie ein in die Absurdität … Wagen Sie etwas. Sie werden Erfolg haben, wenn Sie sich nicht vor dem Versagen fürchten.” Ihr Bestseller wurde in neun Sprachen übersetzt und mehr als eine Million Mal verkauft. Natalie Goldberg: Schreiben in Cafés, 200 Seiten, Hardcover, nur 16,80 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/schreiben_in_cafes-natalie_goldberg.phtml

Eine weitere Art der automatischen Textfindung stellt Felix Philipp Ingold mit dem “Intarsiengedicht” von Stephan Krass (“Das Konzil der Planeten.
Poetische Konstellationen”) vor. Es entsteht “aus der zwölffachen Wiederholung einer Zeile, aufgereiht in vier Strophen, die jeweils eben diese Zeile dreimal unverändert enthalten”. Wer sich schon einmal mit dem Dichten per Poesieautomat von Enzensberger beschäftigt hat, wird diese Form als weitere Herausforderung empfinden.
www.stephan-krass.de/poesie/poesie.html

Der Klassiker übers Gedichteschreiben stammt von Thomas Wieke: “Gedichte schreiben. Gebundene und freie Lyrik schreiben lernen & veröffentlichen”
Die überarbeitete und erweiterte Neuausgabe des anerkannten Handbuchs, mit Beiträgen von Robert Gernhardt, Helmut Heißenbüttel, Ezra Pound hat 260 Seiten und kostet nur 14,90 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/thomas-wieke-gedichte-schreiben.phtml

Und hier noch ein Hilferuf, den ich kürzlich erhielt:
“Ich sitze schon seit etwa zwei Jahren an einem Drehbuch und es geht nicht so richtig weiter. Ich würde gerne mit jemandem zusammen schreiben. Es handelt von einer Geschwisterliebe im Venedig des 19. Jahrhunderts. Mehr
von: Isabella Goekderelian mailto:IGHAM@gmx.de”

Im Tieger-Blog verrät Ingrid Noll wie sie die Vorarbeiten für einen neuen Roman angeht, V.S. Naipaul das “Geheimnis des Schreibens” und Wolfgang Herrndorf wie gelassen er an einen Bestseller rangeht.
www.autorinnen.de

Herzliche Grüße
Ihre
Gerhild Tieger

Liebe Autorinnen und Autoren,

den meisten Lesern ist wahrscheinlich der Inhalt eines Buches zunächst wichtiger als der Stil, in dem es geschrieben ist. Ist es emotional berührend und spannend und nimmt es sie ganz gefangen, sind stilistische Finessen erst einmal sekundär. Für die Professionellen, die Schriftsteller, dagegen, gehört der Stil, in dem sie ein Buch anlegen, zum Handwerk. Auf dem Weg zur eigenen Stimme stand bei vielen Schriftstellern die Begeisterung für einen “literarischen Riesen”, einem Vorbild, das sie zur Nachahmung herausgefordert hat – bis sie ihren eigenen Stil gefunden haben. Peter Stamm dazu in einem Interview mit Manfred Papst: “… zweifellos hat Hemingway mich beeinflusst. Jedenfalls behaupte ich das immer. Es erstaunt mich ein bisschen, dass Rezensenten diese Verbindung kaum je bemerken oder erwähnen. (…) Wenn sie von Einflüssen auf mich sprechen, nennen sie eher Carver. Der ist aber meiner Meinung nach selbst ein Hemingway-Schüler. Ihn habe ich übrigens erst viel später gelesen.” Mehr von Peter Stamm und was man von Hemingway lernen kann finden Sie im Tieger-Blog:
www.autorinnen.de

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von gestern hat Thomas Glavinic sich und seine sieben Romane mutig selbst getestet und – sieben verschiedene Autorenstile in seinen Büchern festgestellt. Der Gipfel: Melinda Nadj Abonji und Glavinic erzeugen ähnliche Algorithmen. Lesen Sie mehr unter “Ja, wie schreiben Sie denn bloß?”:
www.faz.net/artikel/C30870/schreibstilanalyse-ja-wie-schreiben-sie-denn-
bloss-30486032.html

Gönnen Sie sich den Spass, machen Sie einen Selbstversuch – geben Sie Ihre Textprobe hier ein:
www.faz.net/f30/aktuell/WriteLike.aspx

Und wenn Sie danach Lust bekommen haben, Ihren Schreibstil an verschiedenen literarischen Vorbildern zu üben, helfen Ihnen die professionellen Anleitungen und Übungen von Manfred Hagel dabei, Ihre eigene literarische Stimme zu finden. Das Buch wird gerne bei Seminarenb und Kursen für Kreatives Schreiben eingesetzt. Manfred Hagel: Die eigene literarische Stimme finden. Kreative Schreibübungen von Dada bis zur amerikanischen Moderne, 382 Seiten, nur 9,80 Euro:
www.autorenhaus-verlag.de/269.0.0.1.0.0.phtml

Hier noch eine kleine Autoren-Hilfe gegen Redundanz im Text: Wem es schwer fällt, seine Schreibarbeit von anderen beurteilen zu lassen, für den gibt es jetzt den Bla-Bla-Meter. Der prüft die von Ihnen eingegebenen Abschnitte und ermittelt den “Bullshit-Index”. Wenn sein Urteil auch “mit einer Prise Salz” zu nehmen ist, ein Spass ist es auf jeden Fall. Suchen Sie einen kurzen Text aus und stellen Sie den Zensor auf die Probe. Hier die
Direktverbindung:
www.blablameter.de

Dieser Autorenbrief (Bullshit-Index: 0.09), zeigt übrigens “keine oder nur sehr geringe Hinweise auf ‘Bullshit’-Deutsch”, wie tröstlich! Wenn Sie das Standardwerk “Romane und Kurzgeschichten schreiben” gelesen haben, werden Sie sicherlich ein gutes Ergebnis erzielen, denn es stammt von den Top- Dozenten der wohl größten Akademie des Creative Writing:
www.autorenhaus-verlag.de/creative-writing-a.steele-raymond-carver.phtml

Herzliche Grüße
Ihre
Gerhild Tieger

in ziemlich rüder Titel für ein Kinderbuch, liebe Autorinnen und Autoren,

“Go the Fuck to Sleep” lautet er im Original. Diese Aufforderung hat offenbar unzähligen jungen Eltern in den USA direkt aus dem Herzen gesprochen. Hier die Geschichte eines wahren Erfolgsmärchens: Es war einmal ein Hip-Hop-Experte, der beklagte bei seinen Facebook-Freunden den allabendlichen Kampf mit dem Töchterchen ums Einschlafen und ließ anklingen, was er alles darüber berichten könnte. Da meldeten sich ganz viele Internet-Freunde und ermutigten ihn, aufzuschreiben, was er mit seinem Herzchen so alles erlebt. Adam Mansbach setzte sich hin und schrieb ein Kinderbuch (für Erwachsene) in Versform. Das schickte er zuerst “streng vertraulich” als Test in Form einer PDF an ein paar Buchhändler, dann erschien es im Internet und schließlich dauerte es nicht lange bis eine Nachfragelawine ins Rollen kam. Der Kleinverlag Akashic Books in Brooklyn www.akashicbooks.com/gothefucktosleep.htm
veröffentlichte das Buch, für das inzwischen die Übersetzungsrechte in 20 Sprachen vergeben wurden. Auf Deutsch erscheint es jetzt bei DuMont.

Ist das nicht eine wunderbare Ermutigung für alle Autoren, ein originelles Buch über ein Alltagsproblem zu schreiben? Die Chancen stehen nicht
schlecht: In der Ausgabe des Börsenblatt 28/2011 äußert sich Jürgen Horbach, Wirtschaftssprecher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zum Thema Titelproduktion: “Die Verlage stehen in einem großen Verdrängungswettbewerb, bei dem sie versuchen, über mehr Titel Umsatz auf sich zu vereinigen.” Und Christina Schulte, die Autorin des Artikels “Revolution in den Sälen”, führt weiter aus: “Nach Warengruppen wurden vor allem in der Belletristik zahlreiche Erstauflagen produziert. … Kinder- und Jugendbücher gab es etliche: 8.082 Novitäten statt zuvor 7.438 kamen auf den Markt.” Vielleicht lassen Sie sich anregen – Kinder können doch so unwiderstehlich inspirierend sein …

Auch Heidemarie Brosche hat aus ihrer eigenen Erfahrung heraus geschrieben.
Obwohl ihr Autorenweg sie – wie sie offen bekennt – zunächst durch ein tiefes Tal der Enttäuschungen und Niederlagen führte, erschienen bis heute zahlreiche Bücher von ihr, vor allem für Kinder, in verschiedenen namhaften deutschen Verlagen. Zum Thema “Kinder- und Jugendliteratur” erhielt sie einen Lehrauftrag der Universität München. Ihr Ratgeber “Kinder- und Jugendbuch schreiben & veröffentlichen” mit den legendären “Fünf Thesen zum Schreiben von Kinderbüchern” des Schriftstellers Peter Härtling und einem Werkstattbericht der erfolgreichen Kinderbuchautorin Kirsten Boie ist bereits in der 3. Auflage erschienen: 224 Seiten, Hardcover, nur 16,80 Euro:
www.autorenhaus-verlag.de/heidemarie-brosche+kinder-_und-jugendbuch.phtml

Im Tieger Blog finden Sie ein Zitat der kürzlich verstorbenen Schriftstellerin Agota Kristof über das Definieren von Gefühlen im Text.
Und eines der rumänischen Schriftstellerin Nora Iuga, die sagt wohin es führen kann, wenn Liebe in Text verwandelt wird. Zur Selbstbefragung (vielleicht eine Anregung für Ihren Tagebucheintrag?) antwortet Friedrich Ani in einer humorvollen Gedankenkette auf die ewige Frage “Wer bin ich?”:
www.autorinnen.de

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Gerhild Tieger

Nein, liebe Autorinnen und Autoren,

Liebe Autoren und Autorinnen,
hier handelt es sich nicht um eine Ermahnung. Es geht auch nicht darum, Ihr Manuskript aus dem (Sommer)-Schlaf zu wecken, einen writers block zu überwinden oder die noch fällige Recherche abzuschließen. Mit der Aufforderung zum “Fertigmachen” sollen die kreativen und zerstörerischen Kräfte des Lesers geweckt werden. Denn unter dem Titel “Mach das Buch fertig” fordert die Autorin Keri Smith auf 192 Seiten (für 9.90 Euro) dazu auf, ihr Buch mit allen erdenklichen Mitteln “fertig zu machen”. Sie gibt dazu fantasievolle, wenn auch gelegentlich weniger sanfte Anregungen u.a.
das Buchertränken und -durchbohren, Farbtauchbäder, bekleben und bekritzeln. Danach – so die Autorin – dürfen Sie sich als Guerilla-Artist fühlen und das misshandelte Buchmachwerk als Guerilla-Art bezeichnen.
Mehrere hunderttausend Käufer haben sich angesprochen gefühlt. Falls Sie ein so traumhafter Verkaufserfolg erschüttert, verrate ich Ihnen eine kleine
Verlegerweisheit: Der Titel ist die halbe Miete. Aber warum starten Sie nicht gleich Ihr eigenes, ganz persönliches Sudelbuch wie Georg Christoph Lichtenberg oder Kurt Tucholsky, Ihr Tagebuch mit ganz vielen eigenen Gestaltungsideen, Collagen, Zeichnungen und Texten?
www.autorenhaus-verlag.de/tagebuch_schreiben-tristine_rainer.phtml

Jetzt gebe ich einen Hilferuf von Gugu Ernesto weiter, die für den Biker Hans Eichmann einen Co-Autor sucht. Hans Eichmann ist seit zwei Jahren mit seinem Motorrad unterwegs: www.motorbikeworldtour.com “Das erste Jahr in Afrika hat er bereits auf dem Computer. Er schreibt unterwegs Tagebuch. Gut wäre ein Autor oder eine Autorin mit einer Affinität zu Motorrädern”. Interessierte Zuschriften bitte an:
guguernesto@bluewin.ch

“Herzblut” ist das Thema der österreichischen Literaturzeitschrift STERZ, die anspruchsvolle Texte, Lyrik, Prosa, Essay zum Thema als Erstabdrucke sucht – Einsendungen bis Mitte September:
zeitschrift@sterz.mur.at

Im Sommer fällt Songwritern das Dichten leicht, meint der Autor von “Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben”, Roy Peter Clark. Auf seiner Blogseite stellt er fest, dass sich Songwriter vom Sommer schon immer gern inspirieren ließen – für mich sind die Klassiker “Summertime” und “Summer in the City” gelungene Beispiele. Einen Einblick in ein Seminar übers Songtexten geben die Autoren des “Handbuch für Songtexter” in ihrem Video:
www.autorenhaus-verlag.de/376.0.0.1.0.0.phtml

Bis zum nächsten Newsletter wünsche ich Ihnen und mir etwas Sonnenschein statt kaltem Dauerregen und ich bedanke mich herzlich für alle Ihre freundlich-persönlichen E-Mails, Ihre Gerhild Tieger

außer wir selbst.” sagt der chinesische Künstler im Interview mit Jenny Friedrich-Freksa “Ohne Twitter gäbe es keine Diskussionen” in der NZZ v. 29.8.2010

Was bedeutet für Sie Wissen?
“Wissen ist der Weg, den du kennst, um Wissen zu finden.”

Das Internet ist das grösste Archiv der Welt. Welchen Einfluss hat das auf unseren Umgang mit Wissen und mit unserer kulturellen Vergangenheit?

“Die neue Technik befreit die Menschen von der Diktatur des ‘Du must dies wissen oder jenes’ und vor der Erziehung des ‘Daran musst du dich erinnern’. Heute braucht man nur den Zugang zu derjenigen Information, die man selbst finden möchte. Unsere Vorstellung, was Wissen ist, verändert sich stark.”

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