Andreas Breitenstein hat den serbischen Schriftsteller gefragt: Wie sind Sie Schriftsteller geworden?

„Ich habe mit Gedichten begonnen, aber wie Faulkner schon sagte: Wenn man Lyrik nicht kann, wendet man sich der Short Story zu, und wenn auch das nicht klappt, bleibt immer noch der Roman. Mir gefielen neben den Postmodernisten auch konventionelle Erzähler wie Isaac Bashevis Singer, John Updike und William Saroyan, und es reizte mich, in der Prosa Fiktion und Metafiktion zu verbinden. Wobei ich denke, dass das Geschichtenerzählen entscheidender ist als das selbstbezügliche Spiel mit Worten. Die Erzählung geht immer vor, auch bei Schriftstellern wie Thomas Bernhard, die das Erzählen ins Absurde treiben.“
Aus: Andreas Breitenstein „Manchmal reicht ein einziger Satz“ – Neue Zürcher Zeitung 16.3.2018