Zu den Geschäften der italienischen Mafia gehört u.a. neben Drogenhandel, Geldwäsche auch Erpressung von Restaurantbesitzern und Pizzabäckern, die unter Druck Wein und andere Lebensmittel aus den Mafia-eigenen Produktion kaufen. Aus einem Gespräch zwischen Vater und Sohn bei einem Besuch im Gefängnis:
„Der Wein, papà, der Wein in Deutschland. Wir haben gutes Geld verdient.“
Und bezahlen sie dich gleich?“
„Bar, jede Stückelung … Das war so ein Haufen 500-Euro-Scheine. Ich hab sie für den Transport im Lenkrad versteckt.“
Vincenzo B: „Waschen … waschen … waschen. Deutschland ist nur noch eine einzige Wäscherei.“

Auch als Streitschlichter tritt die Mafia gelegentlich auf wie dieses abgehörte Telefongespräch beweist:
„Ich hab ihm gesagt: Ich sag’s dir einmal, und dann sag ich es nicht mehr! Ich hab ihm gesagt, Melsungen muss wie eine Kirche sein. Ich hab ihm das gesagt, weil dort viele Freunde von uns kommen und gehen … und denen soll er mit seinen Scheißaktionen nicht auf den Sack gehen.“
aus: David Klaubert „Paten der Provinz“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung 19.3.2018