In einem Interview zum Erscheinen ihres neuen Romans „Leere Herzen“ (Luchterhand-Literaturverlag) hat Christiane von Korff die Erfolgsautorin gefragt:
In einem Essay haben Sie geschrieben, dass es Ihnen peinlich sei, gelesen zu werden: „Ich empfinde dabei vermutlich die gleiche Scham vor fremden Blicken wie andere beim Sex.“

Juli Zeh: „Das geht mir nach wie vor so. Der Sprung zwischen Schreiben und Veröffentlichen ist für mich ein wahnsinnig grosser. Eigentlich schreibe ich nur für mich.“

Andere Autoren freuen sich, wenn sie möglichst viele Leser haben. Sie nicht?

Juli Zeh: „Doch. Aber gleichzeitig habe ich Angst davor. Es sind persönliche, intime Angelegenheiten, die ich formuliere. Es ist als ziehe man sich aus und stehe nackt da.“
Christiane von Korff „Ich stehe unter Schock“ – annabelle 18/17