hat die amerikanische Essayistin und Schriftstellerin am 13.10.2003 in ihrer Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels zusammengefaßt:

„Literatur kann uns sagen, wie die Welt beschaffen ist.
Literatur kann uns Maßstäbe geben, kann uns ein tiefes Wissen vermitteln, das in der Sprache und im Erzählen Gestalt annimmt.
Literatur kann unsere Fähigkeit stärken, um Menschen zu weinen, die nicht wir selbst sind und nicht zu uns gehören.
Wer wären wir, wenn wir kein Mitgefühl für jene aufbringen könnten, die nicht wir selbst sind und die nicht zu uns gehören? Wer wären wir, wenn wir uns selbst nicht – wenigstens zeitweise – vergessen könnten? Wer wären wir, wenn wir nicht lernen könnten. Wenn wir nicht verzeihen könnten? Wenn wir nicht etwas anderes werden könnten, als wir sind?“
(…) Zugang zur Literatur, zur Weltliteratur bedeutet: dem Gefängnis der nationalen Eitelkeit, der Spießbürgerlichkeit, dem zwanghaften Provinzialismus, dem stupiden Schulunterricht, der Unvollkommenheit des Schicksals, dem Unglück zu entkommen. Literatur war der Pass, der Zutritt in ein reicheres Leben, in die Sphäre der Freiheit gewährte.“