„Ich bin eine reifere Person, wenn ich schreibe. Ich führe ständig Tagebücher, aber nicht, um sie zu veröffentlichen. Ein Tagebuch zu führen, ist ein guter Weg, um über sich selbst nachzudenken. … Was tue ich? Was ist Liebe? Was ist Freundschaft? Was ist Familie? (…) Schreiben heißt nicht nur, den Dingen den Spiegel vorzuhalten und Probleme aufzuzeigen, sondern auch, sich selbst zu entdecken. Vielleicht ist es auch ein Angewohnheit, ein Tick. Das spielt alles mit hinein. Ich erfinde ganze Welten, ich habe Romane mit vierzig Figuren geschrieben. Und in jeder steckt etwas von mir – selbst in den schrecklichsten Charakteren.“
Carmen Eller „In jeder Figur steckt etwas von mir“ – Neue Zürcher Zeitung 30.11.2017