In seiner Wochenendkolumne für die Neue Zürcher Zeitung überrascht der erfolgreiche schweizer Buchautor und Mitgründer von getAbstract die Leser mit ungewöhnlichen Vorschlägen. In seinem Beitrag „Kunst des guten Lebens“ vom 19.8.2017 beschäftigt er sich damit, was man gegen zwanghafte Sorgengrübelei tun kann. Hier ein Vorschlag, der Autoren, die regelmäßig ein Tagebuch oder Notizbuch führen, nicht ganz fremd sein dürfte:

„Nehmen Sie ein Notizbuch und betiteln Sie es mit „Mein grosses Sorgenbuch“. Legen Sie eine fixe Zeit fest, während deren Sie sich Ihren Sorgen widmen wollen. Konkret: Reservieren Sie sich zehn Minuten pro Tag, in denen Sie alles notieren, was Sie beschäftigt – egal, wie berechtigt, idiotisch oder schwammig.
Haben Sie das erledigt, werden Sie für den Rest des Tages einigermassen sorglos sein. Ihr Hirn weiss jetzt: Die Sorgen sind protokolliert und werden nicht einfach ignoriert. Tun Sie dies jeden Tag, und schlagen Sie jeden Tag eine neue Seite auf. Was Ihnen dabei auffallen wird: Es ist immer das gleiche Dutzend Sorgen, das Sie quält. Am Wochenende lesen Sie dann alle Notizen der Woche durch. Stellen Sie sich die schlimmstmöglichen Konsequenzen vor, und zwingen Sie sich, darüber hinauszudenken. Sie werden feststellen, dass die meisten Sorgen damit verpuffen. Was übrig bleibt, sind echte Gefahren, die Sie dann anpacken müssen.“