„Ein Roman schenkt mir die Freiheit, Wahrheiten zu erzählen, die über die Fakten hinausgehen. Ich kann das Material, das die Realität bietet, verwandeln und zu neuen Wahrheiten vordringen. Ein Roman ist eine Lüge, die nicht verbirgt, dass sie eine Lüge ist und damit zur Wahrheit wird. Ich bin überzeugt, dass Literatur die Menschen in die Lage versetzt, die Welt besser zu verstehen.“

Eine Aufgabe, der sich auch der Journalismus verschrieben hat

„Das ist wahr, und so unterschiedlich beide Disziplinen sind, können sie sich im besten Fall doch ergänzen. Ich bin der Überzeugung, dass einem allein das Lesen von journalistischen und historischen Darstellungen kein vollständiges Bild einer Epoche liefert. Für das Verständnis einer Zeit ist es unerlässlich, die Literatur zu kennen, die sie hervorgebracht hat. Allein die Literatur ist in der Lage über die Fakten hinaus Einblicke in die mentale Verfassung einer Zeit zu geben und den Menschen Selbsterkenntnis zu schenken.“
Thomas David im Interview mit den peruanischen Schriftsteller (Tante Julia und der Kunstschreiber) Neue Zürcher Zeitung 30.10.2016