In ihrem dritten Roman „Wald“ erzählt die österreichische Schriftstellerin von einer Frau, die sich mit einem eigenen Modelabel selbständig macht, Erfolg hat, aber dann alles, Liebhaber, Salon, Luxusleben und Status verliert. Sie flüchtet vor den Schulden und ihrer persönlichen Niederlage in das heruntergekommene Haus ihrer verstorbenen Tante in einem Dorf und versucht, ohne Geld zu überleben. Alexandra Kedves fragt die Wiener Autorin wie sie ihre weiblichen und männliche Charaktere glaubwürdig macht:
Ist es einfacher als Frau über Frauen zu schreiben?
„Frauen machen den Hauptanteil der Leserschaft aus. Wenn man eine Frauenfigur konzipiert, muss die zur Identifikation oder zur Abgrenzung einladen.
Wenn ich über einen Mann schreibe, lasse ich von Männern gegenlesen, als Check.“