In Grimms Wörterbuch findet man unter dem Begriff „Verlag“ die Erklärung:
„was man hinwegsetzt setzt, an einen anderen Ort bringt“
Ab dem 18. Jahrhundert heißt es dann: „… übernahme des aufwandes für herstellung eines druckwerkes“

Professor Michael Hagner (Zur Sache des Buches, Wallstein Verlag) schreibt in der Neue Zürcher Zeitung unter der Überschrift „Die Wörter bringen es ans Licht“:

„Der Verlag geht für ein Buch in Vorleistung, und zwar in ökonomischer und in ideeller Hinsicht. Wie sollte man auch die beiden Aspekte voneinander trennen, wenn ein Verlag an der Sprache eines Buches – man nennt das Lektorat – und an seiner materiellen Gestaltung arbeitet? … Ein Verlag, der sich selbst, die Sprache und die Inhalte ernst nimmt, trägt Sorge für ein Buch, macht es zu seiner Sache, setzt sich dafür ein, auch wenn er nicht wissen kann, ob die getätigten Investitionen wieder eingespielt werden.“