Zwei Jahre verbrachte der Autor mit den Vorbereitungen zu seinem Roman Kanada, zwei Jahre schrieb er daran und ein Jahr kostete ihn das Lektorat, schreibt Verena Luken über die Entstehung: „Wenn Ford vom Lektorieren spricht, heißt das zunächst einmal: vorlesen. So macht Ford das mit jedem Buch.

„Kristina (seine Frau) saß da, wo Sie jetzt sitzen. Es ist ein großes Privileg, dass sie das mitmacht, aber es war eine schmerzhafte Erfahrung. Ich entdecke beim Vorlesen Fehler. Täglich. Manchmal stündlich. Manchmal alle zehn Minuten. Fehler, die ich beseitigen muss. Manchmal weiss ich nicht, wie es geht. Manchmal geht es gar nicht. (…) Manchmal schlage ich mit der Faust durch ein Klemmbrett, manchmal zerschlage ich eines auf meinem Kopf. Ich werde sehr wütend. Ich kann Gefühle nicht gut zurückhalten … Ich lasse alles raus. Dafür sind Bücher ja auch da. Natürlich nur, wenn auch andere etwas davon haben.“
aus: Verena Lueken „Über Morde sprechen wir später“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung 28.7.2012