„Über den Winter“ (Hanser Verlag) ist der Titel des Romans von Rolf Lappert. Im Interview fragt Florian Kessler den Schriftsteller:

Wie sind Sie auf die Idee zu diesem Roman gekommen?

„Romane entstehen bei mir immer aus zahllosen Einzelteilen, die sich über Jahre ansammeln: mögliche Charaktere und Schauplätze, soziale, politische, kulturelle Themen, Zeitungsartikel, Nachrichten, irgendwo aufgeschnappte Berichte und Anekdoten, Dinge, die mich persönlich beschäftigen und bewegen, Szenen und Dialoge, die ich mir ausdenke, ohne genau zu wissen, ob und wo sie in einem Roman passen könnten, Erlebnisse, Begegnungen, Gespräche. Irgendwann habe ich dann tausend Mosaiksteinchen und mache mich daran, die passende Erzählweise, den Stil, den Rhythmus, also die Sprache zu finden, um daraus eine Geschichte zu machen. Denn das ist stets mein Ziel: eine Geschichte erzählen.“