Dennoch: Im vorigen Jahr erschien sein erster Roman „Wir kennen uns doch kaum“ bei Rowohlt. Max Küng begann als Journalist und schrieb u.a. für Das Magazin Kolumnen und Reportagen. Eigentlich wäre ihm das genug Wörterarbeit, aber „man hat mich überredet“.

„Und nun habe ich ein Buch geschrieben, einen Roman, er hat 288 Seiten, das sind so knapp 70.000 Wörter. Das sind so gut 400.000 Zeichen. Dass ich ein Buch schreibe, das war nicht meine Idee.“
Denn: „Niemals käme ich auf die Idee, einfach so zu schreiben, weil ich dazu so etwas wie ein inneres Bedürfnis verspürte. Dazu ist das Schreiben viel zu schrecklich, denn es gibt viel zu viele Wörter.“

Was Max Küng antreibt, zu schreiben, ist die Belohnung danach, nach dem täglichen Schreibpensum: Zum Beispiel mit dem Rennrad durch die Natur zu fahren „Und ich schreibe auch, weil ich sonst nichts kann. Ich wäre ein schlechter Metzger. Ich wäre ein übler Baggerfahrer. Ich wäre ein lausiger Hundecoiffeur. Darum schreibe ich: Es ist mein Beruf.“
aus: Books Nr. 2/2015 – Darum schreibe ich