… er „die menschliche Natur verstehen will“ erfahren wir in einem Artikel von Christian Jungen über Ceylans Film ‚Once upon a Time in Anatolia‘.

Woher er seine Inspiration bezieht erklärt der türkische Regisseur mit seiner Gemütsverfassung: „Ich bin als Melancholiker geboren worden. In der Melancholie schwingt ja eine Sehnsucht nach Schönheit mit. Für mich ist das Kino eine Möglichkeit, das Leben erträglich zu machen und ihm durch künstlerische Schöpfung einen Sinn zu geben.“

Und wenn er ein Drehbuch für seinen Film schreibt schreibt, ist er nie ganz allein:
„Tschechow ist immer mit mir, wenn ich schreibe. Keiner schaut mit so viel Mitleid auf die Menschen wie er. Seine Figuren sind nie nur gut oder böse.“

aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung 20.11.2011 ‚Bildmagier vom Bosporus‘