Wir kennen sie mit Namen, haben ihre Werke gelesen und Fotos von ihnen gesehen, aber was wissen wir sonst von ihnen, über ihre Vorlieben, ihre Ängste und Schwächen?
In diesem Jahr haben sich die beiden Herausgeberinnen Elisabeth Raabe (Text) und Regina Vitali (Foto) dem Thema Feste und Feiern gewidmet. Wir begegnen Dichterinnen und Romanciers allein oder mit Freunden an Orten und bei Gelegenheiten, wo sie unbeschwert in Gesellschaft oder mit ihren Partnern sind. Zum Beispiel :
Der leidenschaftlichen Tagebuchschreiberin und unentbehrlichen Muse von Henry Miller: Anais Nin. Sie beschreibt in einem Tagebucheintrag einen Aufenthalt mit ihrem Geliebten und Freunden im Garten ihres Hauses in Louvencien: „Der Wein badet alle in einem aphrodisiakischem Ozean.“
Eine innige Fotoszene zeigt Cechow mit Hund, beide vertraut aneinandergelehnt, auf dem Landgut des Schriftstellers. Und der beigefügte Text aus einem Brief an seine Geliebte erzählt wie er sich vor der Essenseinladung einer ‚höhergestellten Persönlichkeit’ durch eine Ausrede gedrückt hat.
D.H. Lawrence beim Picknick mit Aldous Huxley in Ligurien.
Ernest Hemingway in der berühmten Pariser Buchhandlung Shakespeare & Company
„Wir waren glücklich, wann immer wir mit euch zusammen waren… – die beiden Ehepaare Sarah und Gerald Murphy und Scott und Zelda Fitzgerald. Über die durstigen Eheleute Zelda und Scott Fitzgerald
Die junge Agatha Christie kurz vor der Trauung mit ihrem Ehemann, der am Tag darauf für die folgenden 6 Monate in den Krieg musste.
Erika Mann und Gustaf Gründgens als frischgetrautes Paar einer Patchwork-Beziehung: Gründgens der Geliebte des Bruders seiner Frau und Klaus Mann verlobt mit der Geliebten von Erika Mann.
Doris Lessing, die auf dem Foto 88jährig, schon lange nicht mehr mit dem Nobelpreis für Literatur gerechnet hatte, ihn als Royal Flush bezeichnete und bald darauf starb.
Stefan Zweig, der eine für ihn organisierte Feier zum 50. Geburtstag ablehnte, weil er nicht an einem Tisch mit vielen Menschen sitzen könne und eine ‚unheilbare Phobie’ ihn daran hindere Mittelpunkt oder Centrum’ einer Gesellschaft zu sein.
In jeder der 54 Wochen des kommenden Jahres begleiten uns bekannte und weniger bekannte Literaten. Außerdem informiert der Index auf den letzten Seiten über ihr Leben und Werk. Durch den Arche Kalender wissen wir mehr über die Wortmächtigen, die uns sonst eher fern geblieben sind. Grafisch in der gewohnt perfekten von Spannung zwischen Bild und Text ist der Kalender für Liebhaber und Kenner der Literatur ein stürmisches Auf und Ab an Emotionen.
60 Blätter / 53 Fotos/farbig / 31,5 × 24 cm
€ 22,– / sFr. 26.90
ISBN 978-3-0347-6015-7
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