Auszug aus der Mail-Korrespondenz des Schriftstellers mit dem Journalisten Alexander Sury, der sich daran erinnert dass der schweizer Schriftsteller Matthias Zschokke sich schon mal die Frage stellt: Was für eine Art Literatur hat Erfolg? Und im Tages-Anzeiger vom 19.8.014 selbst darauf eine Antwort gibt:

„Bestseller zeichnen sich meiner Meinung nach unter anderem dadurch aus, dass man beim Lesen ohne Verlust halbe Seiten überspringen kann, ja, das man im Grunde genommen jeden Satz schneller kapiert hat als gelesen. Dadurch entsteht ein Sog. Man jagt durch die Kapitel, weiss eigentlich immer längst, wie es weitergeht, hüpft von Schlüsselszene zu Schlüsselszene, hebt schließlich ab und gleitet schwerelos im Panoramaflug durch die letzten zweihundert Seiten dem grossartigen Finale entgegen. Nicht dass ich glaube, etwas in der Art zustande zu kriegen. Aber die Ökonomie des Schreibens denke ich schon nach und überlege, ob ich dann und wann nicht vielleicht etwas mehr Luft reinlassen könnte in meine Texte, um dem Leser die Möglichkeit zu lassen , ein wenig selbständig darüber hinwegzuschweben.“