Die britische Schriftstellerin, die es vor sieben Jahren mit ihrem Debüt ‚Zähne zeigen‘ gleich auf die Bestsellerlisten gechafft hat, spricht im Interview mit Sacha Verna auch darüber, ob ihr das Schreiben leicht fällt:

„Überhaupt nicht. Es ist jedes Mal dieselbe Qual, jedenfalls bei Romanen. Allerdings bin ich beim Schreiben von Essays ein bisschen lockerer geworden – hauptsächlich, weil man sich hier in den USA wirklich dafür zu interessieren scheint, was ich über eine bestimmte Sache denke. In England hat nur ein Mensch mit Doktortitel ein Recht auf eine Meinung auf einem bestimmten Gebiet.“

Sie vermeiden die Ichform in Ihren Romanen noch immer

„Ich, ich, ich, ich – mir liegt diese französische Art zu schreiben nicht. Ich weiß auch gar nicht s genau, wer oder was ich bin. Ich könnte Ihnen keine bestimmten Eigenschaften nennen, die Zadie Smith ausmachen. Das war schon immer so. Vermutlich habe ich deshalb mein ganzes bisheriges Leben damit verbracht, mir die Existenzen anderer Leute auszumalen. Es ist nicht die einfachste, aber doch eine Art, sich aus dem eigenen Alltag davonzustehlen.“

Sonntagszeitung 5.1.2014