Zufällig bin ich dem Gedicht des argentinischen Lyrikers Juan Gelman begegnet. Ich glaube, es kann auch Leser berühren, die selbst keine Gedichte schreiben, weil es so bescheiden daherkommt mit einer märchenhaften Streichholzmädchen Assoziation und das Lied des Stieglitz so poetisch verewigt wird:

Was weiss man?
Über das Gedicht, nichts. Es kommt,
zittert
und streift ein erloschenes Streicholz.
Sieht man ihm etwas an? Nichts. Es
streckt eine
Hand, um die kleinen
Zeitwellen festzuhalten, die durch die
Stimme eines Stieglitzes ziehen.
……….

Juan Gelman, ist Anfang dieses Jahres gestorben. Die Edition Delta hat sich seines Werkes angenommen.