„Was Wahrheit … bedeutet, scheint den Fans, die Romane als Autobiographien lesen, gleichgültig zu sein; sie verstehen nicht oder weigern sich, zu konzedieren, dass Autoren, die Geschichten erfinden, sich vornehmen, eine Ebene der Wahrheit – oder … der Authentizität – zu erreichen, die anders und höher ist als diejenige der Ereignisse in ihrem Leben, die man vielleicht beim Stöbern in ihren Papieren entdecken kann oder bei der Inspektion ihrer Bettlaken.“
aus: „Was ist Kafkas Wahrheit?“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung 8.11.2013