Manche Schriftsteller brauchen die Wut, um zu schreiben, andere den Schmerz – starke Emotionen sind die Auslöser, die Künstler inspirieren. In ihrem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung widmet Verena Lueken dem japanischen Mode-Designer eine ganze Seite. Und natürlich geht es dabei um die Frage, was bei dem siebzigjährigen Künstler den unendlichen Fluss seiner Kreativität auslöst:

„Entwerfen heißt, etwas zu zerbrechen. Ohne eine Anti-Haltung kann man nicht schöpferisch sein. Ich kann es nicht. Ich arbeite gegen den Trend. Die Medien. Den gesunden Menschenverstand. Ich bin umgeben von schrecklichen Modetrends, ich atme sie sozusagen ein, aber ihr Geruch gefällt mir nicht. Und ich werde wütend. Erst dann entwickelt sich eine Vorstellung, eine Phantasie, irgendwo da draußen …“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Verena Lueken: „Feinstoffliches Fingerspitzenwissen“ 6.5.2013