Das PEN-Zentrum Deutschland lädt die Vertreterinnen und Vertreter der Medien zum Besuch seiner Jahrestagung, 2. bis 5. Mai 2013, in Marburg a. d. Lahn ein.
Die Tagung und die meisten Veranstaltungen finden im historischen Saal des Marburger Rathauses, Markt 1, statt. Es ist ein neues Präsidium der Schriftstellervereinigung zu wählen. Da Christa Schuenke (Vizepräsidentin und Writers-in-Exile-Beauftragte), Johano Strasser (Präsident) und Herbert Wiesner (Generalsekretär) nicht mehr kandidieren, darf man gespannt sein, wer in nächster Zukunft an der Spitze des PEN stehen wird.

Josef Haslinger (geb. 1955 in Zwettl, Niederösterreich), Ursula Krechel (geb. 1947 in Trier) und Thomas Rothschild (geb. 1942 in Glasgow) bewerben sich um das Präsidentenamt.
Lutz Götze (geb. 1943 in Schleffin/Pommern) und Regula Venske (geb. 1955 in Minden/Westf.) kandidieren für das Ehrenamt der Generalsekretärin/des Generalsekretärs.
Franziska Sperr (geb. 1949 in München) bewirbt sich um das Ehrenamt der Vizepräsidentin und der Writers-in-Exile-Beauftragten. Matthias Biskupek (Schatzmeister) und Sascha Feuchert (Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter) stellen sich erneut zur Wahl. Außerdem sind bis zu sieben Beiräte zu wählen. Die Wahlen sind nicht öffentlich.

AUS DEM PROGRAMM
„Leben im Gespaltensein“. Am 2. Mai, 20 Uhr, berichten Amer Matar und Najet Adouani, zwei Stipendiaten des PEN, über Syrien im Krieg und die enttäuschten Hoffnungen in Tunesien.
Freitag, 3. Mai, 16 Uhr: Die aktuelle Stunde zum Thema Urheberrecht
20 Uhr: Literatur im Gespräch. Jens Bisky und Mirko Bonné stellen Hans Pleschinski, Nico Bleutge, Christoph Peters und Silke Scheuermann vor.
Abweichender Ort: Marburger Filmkunsttheater, Kammer, Steinweg 4
Samstag, 4. Mai, 11.30 Uhr: Ungarn und die Demokratie in Europa. Eine Diskussion
Sonntag, 5. Mai, 11 Uhr: „Blühn die Wunden und die Feuer“ (Iwan Goll).
Matinee zum Gedenken an die Bücherverbrennung vor 80 Jahren. Mit Axel Kahrs, Angela Krauß und Ralph Grüneberger (Moderation).

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Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.