„Ein Abenteuer ist es jedes Mal“, sagt Arwed Vogel, der Leiter der Literarischen Sommerakademie (LISA) in Schrobenhausen. Obwohl die Akademie inzwischen gut etabliert ist: seit der Gründung vor fünf Jahren haben über zweihundert Schreibende daran teilgenommen. Auch in diesem Jahr werden Seminare, Lesungen und Werkstattberichte namhafter Autoren wieder Literaturbegeisterte aus ganz Deutschland nach Schrobenhausen locken, vom 5. bis 11. August 2013.

Fünf Kurse wird es geben, darunter altbewährte wie die Textarbeit mit Petra Morsbach, das Autobiographische Schreiben bei Edda Ziegler oder die Romanwerkstatt des Bachmannpreisträgers Norbert Niemann. Auch zwei neue Dozenten konnte Vogel gewinnen. Reinhold Ziegler erweitert das Angebot erstmals um „Andere Welten“: mit anspruchsvoller Science Fiction. Die diesjährige Kuratorin des „forum:autoren“ beim Literaturfest München, Dagmar Leupold, widmet sich der Kunst der kurzen Prosa.

Abends lesen die Dozenten in der Schrobenhausener Musikschule – teils aus noch unveröffentlichten Texten – und geben Auskunft über ihr eigenes Schreiben. Der Eintritt zu diesen Lesungen ist frei.

Den offenen Charakter der Akademie wollen die Veranstalter unbedingt erhalten. Obwohl hier schon berühmte Autoren wie beispielsweise Ursula Krechel unterrichtet haben, sollen die Kurse vielen Menschen zugänglich sein. Deshalb bleiben die Preise, verglichen mit ähnlichen Angeboten, weiterhin moderat. Ermöglicht wird das durch Zuschüsse des Landkreises und der Stadt Schrobenhausen, die LISA in Zusammenarbeit mit dem VS Bayern und der LMU München ausrichtet.

Die Schreibkurse eignen sich nicht nur für Fortgeschrittene, niemand soll sich hier seiner Fehler schämen. Denn, so Petra Morsbach: „Fehler sind nichts Peinliches, sie sind Wege zum Ziel.“

Natürlich freut es die Veranstalter dennoch, wenn ehemalige Teilnehmer über LISA hinaus erfolgreich sind, wie zuletzt Jana Schroeter als Stipendiatin des Literarischen Colloquium Berlin. Oder wenn sie mit einem eigenen Buch nach Schrobenhausen zurückkehren: dieses Jahr wird Michael Kleinherne aus seinem Debüt „Drehpause“ lesen. Die Titelerzählung ist in der zweiten Literarischen Sommerakademie entstanden.

Das Wichtigste aber sei es, so Vogel, dass sich die Teilnehmer eine Woche lang ganz und gar auf die gemeinsame Arbeit an der Sprache einlassen. Wer das miterleben möchte, kann im August zu den Lesungen kommen oder sich ab sofort unter www.schrobenhausen.de/sommerakademie für einen der Kurse anmelden.