fragt Brigitte Kramer in ihrem Interview (Die Verführungen einer Geige, NZZ 25.2.2012) den spanischen Schriftsteller, über seinen neuen 800-Seiten Roman ‚Das Schweigen des Sammlers‘, an dem er acht Jahre gearbeitet hat:

Die Arbeit an Ihrem Roman haben Sie einmal als „achtjährigen Genuss“ beschrieben. Wie kann man sich Ihre Arbeit vorstellen?

„Die ersten Jahre wusste ich noch nicht, wohin es geht. Dann, nach dreieinhalb Jahren, fand ich die Struktur und wusste, was ich erzählen wollte, hatte den Ton, den Raum und die Zeit festgelegt. Dann begann ich, alles aufzubauen, wie ein Haus. Als Grundlage diente mir ein Blatt mit einem gezeichneten Schema.“

Waren Sie sich Ihres Tuns immer sicher?

„Sicher war ich nie, man kann nie wissen, ob man sich in eine Sackgasse manövriert und ob einem das, was man da macht, wirklich gefallen wird. Aber ich hatte Vertrauen. Wenn ich schreibe, vertraue ich auf meine Intuition. Mit dieser Einstellung empfand ich den Schreibprozess als Genuss, denn ich war jeden Morgen aufs Neue gespannt, was passieren würde.“