Angela Schader fragt den studierten Mathematiker, Schriftsteller und Maler Mahin Binebine aus Marokko danach, was ein Roman mit Mathematik zu tun hat und erhält die Antwort:
„… was macht man in der Mathematik? Man beginnt bei Punkt A, kommt bei Punkt B an, und der Weg dazwischen entwickelt sich in einem durch gewisse Bedingungen eingeschränkten Raum. Ein Roman ist genau das. Zudem strukturiert die Mathematik das Denken, gibt eine klare Sicht, man weiss, wohin man geht – viele Mathematiker sind eigentlich Dichter.“, sagt der Schriftsteller, der schon als Junge davon träumte „ein Sänger und Herzensbrecher wie Abdel Halim Hafez“ zu werden.
aus: „Ich bin in einem Topf roter Farbe geboren“ NZZ 2.12.2011