Archive für November 2010
Dienstag, 30. November 2010
Harry Mulisch über die männliche und die weibliche Art der Schöpfung
“Es gibt zwei Arten von Schöpfung. Die männliche Art mit dem Wort, ganz klar und präzise. Aber eine Frau macht das anders. Sie ist schwanger, sie schöpft nicht mit dem klaren Wort, sondern mit Blut, Urin und Scheisse. Fragt man eine schwangere Frau: ‘Weisst du, was du gebierst?’ Sie weiss es nicht. Erst wenn das [...]
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Donnerstag, 18. November 2010
Joumana Haddad: “Ich schreibe mit den Fingernägeln auf meine Haut”
Joumana Haddad ist im Westen durch ihre Gründung des ersten arabischen illustrierten Erotikmagazin “Jasad” und ihre sinnlichen Gedichte bekannt geworden. “Mein Körper ist das Universum, in dem sich mein poetischer Ausdruck bewegt. Ich schreibe mit den Fingernägeln auf meine Haut. Ich kratze die Oberfläche weg. Meine Nägel und mein Körper sind Werkzeuge.” Von Joumana Haddad [...]
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Donnerstag, 18. November 2010
Alawiyya Sobh: Erotik in weiblichen Worten
Alawiyya Sobh, Chefredakteurin des in Beitrut erscheinenden Frauenmagazins “Snob”, ist Journalistin und Schriftstellerin und meint: “Wir müssen uns beim Schreiben vom männlichen Blick auf den weiblichen Körper befreien und eine neue Sprache für das Erotische finden.” Marjams Geschichten, erschienen bei Suhrkamp 2010 ist in den meisten arabischen Ländern verboten, ihr neuster Roman “Man nennt es [...]
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Donnerstag, 18. November 2010
Jonathan Franzen: Zugang zu autobiografischem Material
“Um Zugang zu seinem tiefsten autobiografischen Material zu bekommen, muss der Schriftsteller Figuren erfinden, die ausdrücklich nicht er sind, und Geschichten, die ausdrücklich nicht direkt aus seinemLeben gegriffen sind.” Interview Wieland Freund mit Jonathan Franzen anlässlich der Veröffentlichung seines Romans “Freiheit”, Die Welt vom 7.9.2010
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Montag, 15. November 2010
Jonathan Franzen: Figuren erträumen
Die Schwierigkeit besteht darin, eine Gruppe von Charakteren zu entwickeln, die ich genug lieben kann, um sie Qualen auszusetzen, die, ohne Liebe, einfach grausam wären. Wie es aussieht, läßt sich diese Aufgabe nicht anders als durch Versuch und Irrtum lösen: Jede Menge fragmentarische Anfänge, jede Menge Notizen, die, kaum dass ich sie geschrieben habe, so [...]
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Montag, 15. November 2010
Theodor Fontane: “Darauf kommt es an ….
dass wir in den Stunden, die wir einem Buche widmen, das Gefühl haben, unser wirkliches Leben fortzusetzen, und das zwischen dem erlebten und erdichteten Leben kein Unterschied ist.”
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Donnerstag, 11. November 2010
Melina Nadj Abonji: Wie Tauben fliegen lernen
aus dem Interview mit der schweizer Autorin in der NZZ vom 26.9.2010. Ihr Roman “Tauben fliegen auf” wurde sowohl für den deutschen wie auch den schweizer Buchpreis 2010 nominiert. Frage: Sie haben eine ungewöhnliche Erzählweise gewählt: Die Sätze bestehen aus vielen Teilsätzen und laufen oft über ganze Absätze. Wie kamen Sie dazu? “Mich interessieren beim [...]
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Mittwoch, 10. November 2010
Ildiko von Kürthy: Nur 30 Prozent erfunden
sei der Inhalt ihrer Bestseller, sagt die erfolgreiche Schriftstellerin im “büchermenschen”-Interview anlässlich ihres neuen Romans “Endlich”: “70 Prozent sind wahres Leben – aber natürlich nicht nur mein Leben. Freunde, Bekannte, Zeitungen, Fernsehen – überall begegnet mir Verwertbares.” Und hier noch, aus dem gleichen Interview, eine Anregung für schreibsüchtige Unterhaltungsautorinnen zum Thema Konfliktgestaltung: “Frauen um die [...]