Archive für Oktober 2010
Freitag, 29. Oktober 2010
John Grisham: Kapitel eins
Stimmt es, dass Sie Ihre Schriftstellerkarriere mit den Worten ‘Kapitel eins’ begonnen haben? fragt Wieland Freud in der Literarischen Welt vom 18.9.2010 “Ich hatte eine Geschichte, die mich nicht los ließ. Ein Gerichtsdrama. Ein Vater, der Rache nimmt. Ich habe wochen-, vielleicht monatelang darüber nachgedacht. Außer juristischen Texten hatte ich noch nie etwas geschrieben. Und [...]
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Freitag, 29. Oktober 2010
Isabel Allende: Statt Erinnerung, gefühlte Realität
Als es um unterschiedliche Versionen Ihrer Lebensgeschichte ging, haben Sie einmal von “gefühlter Realität” gesprochen. Was verstehen Sie darunter? “Ich könnte nie eine herkömmliche Autobiografie schreiben, weil ich mich an Daten, Namen, Orte oder konkrete Ereignisse nicht genau erinnern kann. Aber ich kann eine Erinnerung aufschreiben, die eben wegen ihrer Subjektivität eine innere Realität hat. [...]
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Donnerstag, 21. Oktober 2010
Richard Price: Beim Schreiben verantwortungsvoll lügen
Ich neige dazu, meine Romane zu erzählen wie ein Reporter. Ich verbringe viel Zeit mit den Leuten, über die ich schreiben will. Dann gehe ich nach Hause und denke mir alles aus. Ich muss wissen, was die Parameter der Wirklichkeit sind, damit ich verantwortungsvoll lügen kann. Manchmal sieht man aber Sachen, die sind so gut, [...]
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Dienstag, 19. Oktober 2010
Mihaly Csikszentmihalyi: Die Entwicklung eines Gedichts
“Es wird immer angenommen, dass die einzelnen Elemente eines Gedichts (oder einer Sonate, eines Gemäldes oder einer wissenschaftlichen Idee) im Denken des Dichters rekonstruiert werden könnten, wenn wir nur genügend Informationen darüber hätten, wie das Gehirn dieses kreativen Menschen funktioniert. Wir glauben also … daß das Werk, wenn auch in mikroskopisch kleiner Form, bereits in [...]
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Dienstag, 19. Oktober 2010
Marion Zimmer-Bradley: “Ich hasse Stil”
Aus einem Interview von Denis Scheck mit der Schriftstellerin des Weltbestsellers “Die Nebel von Avalon”: Wie wichtig ist Ihnen Stil? “Ich hasse Stil. Stil interessiert mich überhaupt nicht, mir geht es um Geschichten. Schauen Sie doch nur die schrecklichen Autoren an, die meisterhafte Stilisten sind und doch nur gepflegte Langeweile produzieren. John Updike oder Doris [...]
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Freitag, 15. Oktober 2010
John Grisham: Anfänge für Kurzgeschichten
„Kurzgeschichten fangen mit einem Funken an. Das kann eine Schlagzeile sein, etwas im Fernsehen, eine Geschichte, die ich höre oder an die ich mich erinnere. Das schreibe ich auf – ich habe einen Computer voller Müll. Aus den meisten Geschichten wird nichts. Jede der sieben Stories in diesem Band (Das Gesetz 2010) hat als möglicher [...]
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Freitag, 15. Oktober 2010
Jonathan Franzen: Schriftsteller gegen Sofort-Befriedigung
Im Interview mit Felicitas von Lovenberg (Der Fluch der Freiheit FAZ vom 8.9.2010) beantwortet der Schriftsteller die Frage danach, ob Film und Buch tatsächlich miteinander konkurrieren. Manche sagen, Fernsehserie wie Sopranos, Mad Men oder The Wire seien die großen Romane unserer Zeit. Sehen Sie darin ein Konkurrenz? “Nein, Ich will den Roman auf seinem eigenen [...]
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Freitag, 15. Oktober 2010
John Grisham: “Meine besten Bücher schreibe ich, wenn ich ein Anliegen habe:
sei es die Todesstrafe, Obdachlosigkeit oder die Tabakindustrie.” verrät der millionenfache Bestsellerautor und antwortet auf die Frage von Wieland Freund in seinem Interview in der Literarischen Welt 18.9.2010: Sind Sie die Justizthriller manchmal leid? “Ich bin sie nie leid geworden, aber nach den ersten zwölf habe ich mich schon gefragt: Kann ich auch eine andere [...]
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Donnerstag, 14. Oktober 2010
Ai Weiwei: “Nichts begrenzt unsere Kreativität …
außer wir selbst.” sagt der chinesische Künstler im Interview mit Jenny Friedrich-Freksa “Ohne Twitter gäbe es keine Diskussionen” in der NZZ v. 29.8.2010 Was bedeutet für Sie Wissen? “Wissen ist der Weg, den du kennst, um Wissen zu finden.” Das Internet ist das grösste Archiv der Welt. Welchen Einfluss hat das auf unseren Umgang mit [...]
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Dienstag, 12. Oktober 2010
Marion Zimmer-Bradley: “Lesen ermöglicht uns mehr als ein Leben zu leben, ohne mehr als einen Tod zu sterben.”
Aus einem Interview, das Denis Scheck mit der Schriftstellerin des Weltbestsellers “Die Nebel von Avalon” führte: “Schreiben ist nicht Kunst. Schreiben ist Kommunikation. Man muss mit dem Leser kommunizieren. Sonst kann man gleich für den Papierkorb schreiben. Wer wirklich etwas zu sagen hat, ist an stilistischen Spielchen nicht interessiert. Aber wenn ich die Botschaft schon [...]