Mi 21 Jul 2010
Terence Davies: Woraus ein Film entsteht
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
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Paul Ingendaay hat den britischen Regisseur (Haus Bellomont, Am Ende eines langen Tages, Entfernte Stimmen – Stilleben) getroffen und beschreibt in seinem Artikel “Der Außenseiter” (FAZ 17.7.2010) dessen Entwicklung und die Motivation des Filmemachers:
“Eigentlich wollte ich Schauspieler werden. Ich habe keine Ahnung, wie mir plötzlich ein Drehbuch in den Kopf kam. Es war eine Geschichte, die ich genau so niederschrieb, wie ich sie in meinem Inneren empfand.”
“Wenn Sie einen bedeutenden Dichter lesen, wissen Sie sofort, dass seine Zeilen aus innerer Qual entstanden sind. Und wenn diese Zeilen das Leid schon nicht zum Verschwinden bringen können, so machen sie es wenigstens erträglich (…)
Künstler wählen verschiedene Routen und erreichen dasselbe Ziel: den Ausdruck von Schmerz.”
‘Kino bedeutet für mich, dass ein Werk nachwirkende Bilder und filmgerechte Ideen enthält, und das ist bei den allermeisten Produktionen nicht der Fall. Wirkliches Kino bedeutet formale Umwandlung, Transformation.”