Anna Maria Beekes befragt den schriftsteller:

„Der Augensammler“ ist thematisch bisher Ihr grausamstes Buch. Macht das Schreiben dann noch Spaß?

„… Was die Grausamkeit angeht, habe ich als Autor einen großen Vorteil gegenüber dem Leser: Ich kann mir Dinge von der Seele schreiben. Wenn ich etwa eine schreckliche Zeitungsnachricht lese und das dann in meine Geschichte einarbeite, ist es für mich tatsächlich verarbeitet. Der Leser hingegen wird ja zum ersten Mal damit konfrontiert. Insofern ist das Schreiben auch ein Stück Selbsttherapie. Ich lebe meine dunkle Neigung auf dem Papier aus und habe im wirklichen Leben Platz für anderes.“

Der Augensammler ist im verlag Droemer Knaur erschienen