der journalist Thomas Compagno hat den autor der kinderkrimireihe „Die Kaminski-Kids“ nach seiner arbeit befragt. für seinen neuesten krimi ist der autor nach Marrakesch gereist, um die verhältnisse der „petite bonnes“ zu recherchieren und um die lebensverhältnisse in diesem land authentisch beschreiben zu können.
„Wir waren zehn Tage in Marokko und haben tagelang Gespräche mit Leuten vor Ort geführt, Schauplätze rekognosziert, Fotos gemacht. Wir haben auch das bitterarme Dorf in den Bergen besucht und das städtische Waisenhaus. Im Waisenhaus gibt es über hundert Babys, die ausgesetzt wurden und dort jetzt vor sich hinvegetieren.“

„Ich bin natürlich nicht unvorbereitet nach Marokko gegangen Die grobe Linie der Story habe ich vorher geschrieben und bin mit einem recht weit entwickelten Gerüst für die Geschichte angekommen. Das ist wichtig, damit ich genaue Fragen stellen kann und die richtigen )Infos bekomme. Aufgrund der Ergebnisse musste ich die Story dann anpassen, weil manche Dinge nicht so ablaufen, wie ich sie mir ausgedacht habe.“

Sind die Figuren (in Ihrem Roman) authentisch?
„Ja. Ich habe Saida und Abdel zwar nicht persönlich getroffen, aber es sind Figuren, die es so geben könnte und wahrscheinlich so gibt.

Sie schreiben seit 11 Jahren Kaminski-Kids-Krimis. Können Sie davon leben?
„Das ist mittlerweile so. Am Anfang war es natürlich hart und auch jetz kann ich mir keine Villa mit Swimmingpool leisten. Aber ich kann zufirieden sein, wenn man weiss, dass von 800 Schriftstellern in der Schweiz nur etwa 20 davon lebern können.“

„Die Kaminski-Kids. Das Geheimnis von Marrakesch.“ erscheint im Brunnen Verlag ab 19.6.2010