Liebe Autorinnen und Autoren,

es ist gut, wenn Schriftsteller eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit durch einem anderen Beruf haben, im Journalismus zum Beispiel. Viele Autoren schreiben zwischendurch für Magazine und Zeitungen, auch Wladimir Kaminer, Julie Zeh, Jenny Erpenbeck, Dietmar Dath, Tanja Dückers, Ulrike Draesner und Sibylle Berg. Andere Autoren kommen ursprünglich aus dem Journalismus und sind zu Buchautoren geworden wie Alexander Osang, Florian Illies oder Johanna Adorjan mit ihrem großartigen Debütroman „Eine exklusive Liebe“.

Auch Sibylle Mulot war ehemals Redakteurin der Süddeutschen Zeitung und sagt heute: „Journalismus hat mich sehr befriedigt. Ich lernte, wie man recherchiert und Stoffe anordnet.“ Sie meint: „Ein Schriftsteller ist ein vertiefender Journalist, und ein Journalist ist ein funktionaler Schriftsteller.“

Das journalistische Schreiben ist aber auch eine gute Stilübung, verlangt klare Sprache und Genauigkeit. Der frühere Chefredakteur der Nachrichtenredaktion von Associated Press in New York, René Jacques Cappon, schreibt in seinem AP-Handbuch: „Der fatale Hang zu Wortschwall, Abstraktion und Jargon ist kaum neu. Vor mehr als 40 Jahren beklagte George Orwell, der Meister des klaren, kraftvollen Stils, die gleichen Tendenzen.
Das schlechteste zeitgenössische Schreiben, bemerkt er in einem Essay, zeigt sich nicht in Wörtern, die wegen ihrer Bedeutung gewählt werden, sondern besteht aus dem ‚Zusammenkleben langer Wortketten, die bereits von jemand anders in eine Reihenfolge gebracht wurden.'“
René Jacques Cappon: Associated Press-Handbuch Journalistisches Schreiben,
218 Seiten, 16,80 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/journalismus-nonfiction.phtml

Zum Handwerkszeug für Autoren gehört auch das Jahrbuch für Autoren 2010/2011. Neben praktischen Tipps und Empfehlungen enthält es einen Genre- Index und zusätzlich durch Fragebogen ermittelte Verlagsprogramme sowie Angaben dazu, in welcher Form die verschiedenen Lektorate in den Verlagen Manuskriptangebote von den Autoren erwarten. Außerdem: Hunderte weiterer Adressen aus dem Literaturbetrieb, redaktionelle Beiträge zum Buchmarkt unmd zum Schreiben und Veröffentlichen.
Jahrbuch für Autoren, Autorinnen 2010/2011, Hardcover, 800 Seiten, 29,90 Euro versandkostenfrei:
www.autoren-jahrbuch.de

Im Tieger-Blog verrät James Ellroy die zwei Dinge, die er immer wollte, Deborah Eisenberg gibt ihren Creative Writing Studenten einen persönlichen Rat und Raoul Schrott vermittelt einen Einblick in die Verdienstmöglichkeiten eines Schriftstellers.
www.autorinnen.de

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Gerhild Tieger

Neuerscheinung: Wolf Magazin 1/2010 „Mit Wölfen leben“ www.edition-tieger.de