Mi 5 Mai 2010
Deborah Eisenberg: nicht nachahmen was gut ankommt
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
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Andrea Köhler fragt die bekannte amerikanische schriftstellerin, über die John Updike einmal bemerkte sie habe eine sprache gefunden (…) die er noch nirgendwo sonst gechrieben gesehen habe:
Sie unterrichten Creative Writing an der University of Virginia. Was lehren Sie Ihre Studenten?
“Dass sie ehrlich mit sich selbst sein müssen und sich nicht auf das verlassen sollen, was schon akzeptiert ist und von dem sie wissen, dass es gut ankommt. Ich versuche ihnen dabei zu helfen, sich bewußt zu werden, was sie wirklich ausdrücken wollen. … All meine Kindheitserlebnisse sind Leseerfahrungen. Als ich aufwuchs, gab es noch so etwas wie eine solide Schulbildung. Das ist völlig verschwunden. Manche meiner Studenten haben ein geradezu elementares Verlangen nach Sprache – wie musikalisch Begabte sich danach sehnen, ein Instrument zu spielen. Doch fehlt ihnen die Leseerfahrung als Kind. Das ist fast als fehlte ihnen ein Teil ihres Körpers.”