Archive für April 2010

Freitag, 30. April 2010

Charles Lewinsky: “Man sollte keine Bücher schreiben, …

die absichtlich komplizierte Sätze enthalten, an denen der Autor an seinem Schreibtisch viel zu lange herumgebastelt hat und die voll mit aus einem eigens erworbenen Wörterbuch gepflückten Formulierungen sind, die er nur verwendet, um Kritikern zu zeigen, wie gebildet er doch ist.” nach dieser aussage wird der satz in zehn schritten jeweils um ein Wort [...]

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Freitag, 30. April 2010

Deborah Eisenberg: schreiben in flüssigem zustand

Andrea Köhler befragt die amerkanische meisterin der subtilen kurzgeschichte nach ihren erfahrungen beim schreiben: Sie schlüpfen in verschiedene Rollen. Frauen, Männer, Kinder, Pubertierende und ältere Menschen scheinen Ihrem Erleben gleich nahe zu sein. “Diese Kategorien gehen beim Schreiben völlig verloren. … Sicher, wir alle haben einen bestimmten Körper und unsere eigenen Erfahrungen. Doch wenn wir [...]

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Freitag, 30. April 2010

Autorenbrief vom 30. April 2010: Der erste Schritt

Liebe Autorinnen und Autoren, wenn ich mir vorstelle, wie man ein “Schreibwerk” beginnen könnte, fallen mir so schöne Wörter ein wie: Meer, Sand, Insel. Selten etwas so pragmatisches wie: ANFANGEN! “Der Schriftsteller muss Wind in die Segel kriegen, er braucht eine Glücksader, und er muss eine Phase erwischen, in der die Worte zu ihm kommen [...]

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Freitag, 23. April 2010

Thomas Hettche: woraus literatur besteht

“Literatur besteht nicht aus Büchern, weder papiernen noch aus digitalen. Literatur besteht aus Romanen, Sonetten, Erzählungen, Novellen, Oden, kurz: aus Werken, abgeschlossenen, nach bestimmten ästhetischen und inhaltlichen Gesichtspunkten organisierten Gebilden, die eigenen Gesetzmäßigkeiten folgen, nur aus sich selbst heraus verstanden werden und auf nichts anderes reduziert werden können. Um ihre jeweilige Gestalt, diese unverwechselbare Physiognomie, [...]

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Freitag, 23. April 2010

Autorenbrief vom 23. April 2010: Wen es kümmert

Liebe Autorinnen und Autoren, wenn auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse sogar die Standesvertretung von Buchhändlern und Verlegern (der Börsenverein des Deutschen Buchhandels) eine schöne neue Welt des digitalen Lesens ankündigt, wundert es kaum, dass eine Bestsellerautorin wie Liza Marklund sich in einem Interview noch deutlicher äußert: “Der kleine Buchhändler interessiert mich null. Soll er verschwinden [...]

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Donnerstag, 22. April 2010

Beatrice von Matt: was man wissen muss, wenn man gedichte schreibt

die literaturkritikerin Beatrice von Matt schrieb in ihrer rezension zu Ein Unterton von Glück. Über Dichter und Gedichte. von Harald Hartung: “Man muss wissen, was man macht, wenn man Gedichte schreibt. Nicht um blind und brav irgendwelche Versregeln umzusetzen, sondern um frei zu werden in seiner Kunst. Erst dann hat etwas wie Inspiration eine Chance, [...]

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Dienstag, 20. April 2010

Werner Schroeter: kreativ sein – ein geschenk

das gespräch führte Rüdiger Suchsland mit Werner Schroeter (Palermo oder Wolfsburg) einige zeit vor dem tod des regisseurs am 12.4.2010: Ist Kunst Überlebenshilfe? “Kreativ sein zu dürfen ist ein grosses Geschenk. Und das kreative Leben ist das Schönste, was es gibt. Das überträt sich auch zurück auf die Beziehung zum Menschen. Die Phantasie in der [...]

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Montag, 19. April 2010

Max Frisch: wie lange lebt das werk eines schriftstellers

“Glaubt heute ein Schriftsteller, dass er vielleicht in hundert Jahren noch gelesen wird: Schreiben ist ein anderes Unternehmen geworden, ein Gespräch mit Zeitgenossen und nichts weiter; der Auftrag des Schriftstellers seinen Kindeskindern etwas mitzuteilen von seiner Zeit, wird illusorisch. Vor vierzig Jahren hat Brecht noch an die Nachgeborenen geredet.” aus: Tagebuch 3.Herausgegeben und mit einem [...]

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Sonntag, 18. April 2010

Deborah Eisenberg: weder idee noch figur im kopf

die amerikanische schriftstellerin gilt als meisterin der kurzgeschichte. Andrea Köhler fragt sie im interview: Suchen Sie sich Ihre Stoffe oder fallen die Figuren und Stoffe Ihnen zu? “Gar nichts kommt zu mir. Ich arbeite sehr langsam. Oft brauche ich ein ganzes Jahr für eine einzige Geschichte. Vorher habe ich nie eine Figur oder eine Idee [...]

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Samstag, 10. April 2010

Gerard Donovan: Winter in Maine

Stolz auf eine Würdigung seiner überzeugenden Hauptfigur kann Gerard Donovan sein, der eine begeisterte Rezension auf www.arte.tv/de/Bestenliste-2009-12/3048758.html zum Thema Glaubwürdigkeit erhielt. Sein Buch “Winter in Maine” hat einen ungewöhnlichen Charakter – einen Mann, dessen einzige Freunde sein Hund Hobbes und die 3282 Bücher seines Vaters sind. Wie reagiert er darauf als sie ihm genommen werden: [...]

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