Mo 29 Mrz 2010
Harald Hartung: gedichte brauchen mehr herzenskühle
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
1 Kommentar
“Eine heikle Angelegenheit, das Gedichteschreiben, Sprachvermögen einmal vorausgesetzt, erfordert es Geduld und Verstand, mehr Herzenskühle als Herzenswärme. Können und Wissen sind unabdingbarf, selbst wenn man Ende davon wenig aufscheint. Gleich um die Ecke lauert der Dilettantismus mit seiner Gefühligkeit, seinem Pochen auf Seelentiefe. Seit dem halben Jahrhundert, da man nun freie Verse als Zeichen der Modernität erachtet, droht banale Selbstdarstellung mehr noch als früher. Und das Publikum, das ein gutes Gedicht von einem anderen unterscheiden will, ist nicht allzu zahlreich. Enzensberer hat einmal nachgerechnet, es seien mehr Dichter als Leser auszumachen.”
schreibt Beatrice von Matt über das Handwerk als goldenen Boden der Lyrik bei Harald Hartung
29. März 2010 um 22:28
Gedichte
Worte fliegen
in unbeschreiblicher Wallung
warten sie auf ein
Opfer ( http://www.rilke.de/gedichte/opfer.htm )
“Gute” und “schlechte” Lyrik gibt es nicht – das ist meine Überzeugung: Lyrik ist Gefühl.
Ein Gedicht an sich ist niemals dilettantisch – nur die Veröffentlichung ist es, der Verzicht auf Öffentlichkeit eine Art Können.
Mehr Herzenskühle??? Bitte, bitte nicht!
Wärme
spüre ich
les´ ich Meister
keiner scheint im Herzen
Kalt