So 28 Mrz 2010
Peter Bichsel in “Zimmer 202″
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
1 Kommentar
der dokumentarfilmer Eric Bergkraut (der schon ein Porträt der schriftstellerin Agota Kristof und den film “Letter to Anna”, über die ermordete russische journalistin gedreht hatte) überredete den schriftsteller Peter Bichsel zu einem filmporträt in Paris. Roman Bucheli schreibt darüber in “Bonjour, Monsieur Pierre”.
“Schriftsteller zu sein ist ein Luxus. Der Luxus besteht darin, dass man es nicht können muss.”
wird der schriftsteller im film sagen – wir rätseln.
29. März 2010 um 23:23
“Schriftsteller zu sein ist ein Luxus. Der Luxus besteht darin, dass man es nicht können muss.”
Schreiben kann jeder – Analphabeten ausgenommen. Ein Schriftsteller muss nicht mehr können als schreiben; der Schriftsteller ist ein Beruf, den jeder ergreifen kann, solange er es sich leisten kann. Ein Luxusberuf eben.
Kein anderer Beruf ermöglicht einem auch ohne jegliches Wissen und Können Erfolg – ein Luxus, den sich nur der Stand der Schriftsteller erlaubt.
Wir müssen froh sein, dass der deutsche Staat Schreiberlingen ermöglicht, zu schreiben und nicht anderweitig arbeiten zu müssen – Luxus. Wie man nun in diesem Luxus lebt, ist wieder eine andere Sache – wer den sich den Luxus erlaubt, zu schreiben, muss überall anders kürzen.