sie schreibt romane und theaterstücke und hat den Prix Goncourt erhalten. eines ihrer theaterstücke “Papa muss essen” gehört mit zum repertoire der Comédie Francaise. Niklas Bender hat die schriftstellerin gefragt:

Welche Stellung hat das Theater für Sie? Ist es ebenso wichtig wie die Romane?

“Ebenso wichtig nicht. Ich habe mehr Freude an Romanen, aber ich schreibe sehr gern ein Stück zwischen zwei Romanen.”

Was ist der größte Unterschied?

“Am Roman mag ich, dass man völlig frei ist. Man muss sich nicht rechtfertigen, ob es nun um die Zahl der Figuren, das Budget oder diue Länge geht. Im Theater gibt es Vorgaben.”

Aber Sie schreien doch nicht auf Bestellung.

“Doch, jedes Mal! Dieses Mal ist es das Théatre de la Colline. Es wird nicht ein Thema bestellt, aber es gibt Vorgaben die Zahl der Schauspieler betreffend. Das liegt daran, dass es meist eine Truppe gibt, die nun einmal bestimmte Geschlechter und Lebensalter aufweist.”
von Marie NDiaye erscheint im juni der roman “Drei starke Frauen” im Suhrkamp Verlag