die schauspielerin Hanna Schygulla, die jahrelang vertraute und hauptdarstellerin in den filmen des regisseurs Rainer Werner Fassbinder war, im gespräch mit Joseph Hanimann:

Nehmen wir einmal an, Sie und Fassbinder während heute um die dreißig. Welche Themen würden Sie bearbeiten?

Die Enteignung des Ichs durch Überschwemmung an Information und das Sichverlieren in virtuellen Welten. Fassbinder hat ja damals schon „Welt am Draht“ gedreht. Aber es gäbe auch andere Themen wie die Krankheit der Seele, vielleicht auch Gesundung. Heute fehlt ja das Leuchtende. Man ist manchmal froh, wenn man im Kino solche Beispiele des Leuchtens zu sehen bekommt: jemand, der über die Grenzen hinausgeht, wie Fatih Akin mit seinem Film „Auf der anderen Seite“, bei dem ich mitmachte.