die journalistin Angela Schader im gespräch über das neue werk des schriftstellers „Der Omega-Punkt“, Kiepenheuer & Witsch, Köln

ber die aussergewöhnliche stilistische Qualität war vom ersten Buch an da. Das Medium scheint Ihnen mindestens so wichtig zu sein wie die Botschaft.

„Ich glaube tatsächlich, dass die Sprache das Herz dessen ist, was ich tue. Mein Denken beruht auf Sätzen, auf Worten, Sätzen und Abschnitten, und ich versuche, eine präzise und schöne Sprache zu schaffen. Da fängt alles an. Dann kommen die Figuren, die Geschichten und die Strukturen, die sich zu einem gewissen Zeitpunkt wie von selbst einstellen. Ich strukturiere ein Buch nicht schon von vornherein; die Struktur findet sich allmählich, und die Wurzel, das Herz von allem ist die Sprache. Meine Art zu denken, meine Art zu sehen – wenn ein Satz auf dem Papier Gestalt annimmt, dann höre ich ihn nicht nur, ich sehe ihn, ich sehe manchmal sogar die Buchstaben und die Wörter in einem bestimmten Muster.“