Autorenbrief vom 3. März 2010

Liebe Autorinnen und Autoren,

im Zusammenhang mit der Plagiatsdiskussion um die siebzehnjährige Helene Hegemann mit ihrem Buch „Axolotl Roadkill“ und ihren geistigen Organspendern, dem Blogger Airen wie auch anderen inzwischen gelisteten Beliehenen, kam die Frage auf, wo beim Schreiben in der Manier der „copy & paste“-Methode die Originalität bleibt, was also als eigene schöpferische Arbeit nach so vielen fremden Anleihen übrig bleibt.

Stolz auf eine Würdigung seiner überzeugenden Hauptfigur kann Gerard Donovan sein, der eine begeisterte Rezension auf
www.arte.tv/de/Bestenliste-2009-12/3048758.html
zum Thema Glaubwürdigkeit erhielt. Sein Buch „Winter in Maine“ hat einen ungewöhnlichen Charakter – einen Mann, dessen einzige Freunde sein Hund Hobbes und die 3282 Bücher seines Vaters sind. Wie reagiert er darauf als sie ihm genommen werden: „Morde aus der Sicht des Mörders zu schildern ist ein selten gelingendes Unterfangen. Gerard Donovan gelingt das so bravourös, dass man sich als Leser ständig auf der Seite des Mörders erwischt“, schreibt der Kritiker.

Lajos Egri bemerkt in seinem Klassiker „Literarisches Schreiben“ dazu: „Eine Idee allein reicht nie für eine gute Story, eine starke Figur dagegen schon. … Jedes literarische Werk steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit seiner Figuren…. Den Schriftsteller interessiert vor allem, wie sich ein Mensch – eine dreidimensionale Figur – im wahren Leben verhält.“ Heute ist die Neuauflage eingetroffen: Lajos Egri „Literarisches Schreiben. Starke Charaktere. Originelle Ideen. Überzeugende Handlung“, 208 Seiten, nur 14,90 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/32.45.0.0.1.0.phtml

Bestsellerautor Larry Beinhart geht in seiner Anleitung „Crime – Kriminalromane und Thriller schreiben“ darauf ein: „Charaktere, die den Leser in die Story hineinziehen, zu entwerfen gilt als wichtigste literarische Qualität. Neunzig Prozent davon ist nur eine Variation der erzählerischen Dynamik. Erklären Sie dem Leser, was Ihre Figur will, warum sie es will und warum es so verdammt wichtig für sie ist. Machen Sie dem Leser klar, dass sowohl Erfolg als auch Versagen einschneidende Konsequenzen haben. Dann zeigen Sie ihm, was Ihre Figur bereit ist zu tun, um das ersehnte Ziel zu erreichen. Und das schaffen Sie durch handwerkliches Können und harte Arbeit.“ Die Neuauflage von „Crime – Kriminalromane & Thriller schreiben“ ist ebenfalls heute eingetroffen: 232 Seiten, 16,80 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/47.80.0.0.1.0.phtml

Im Tieger-Blog offenbart Héctor Abad bereitwillig gravierende Schwächen und wie ihn „Ein Messer ohne Klinge, an dem ein Stiel fehlt“ dennoch zum Schriftsteller macht und eine erfolgreiche Literaturagentin verrät, wie es ihr gelungen ist, selbst für unbekannte Schriftsteller einen Verlag zu interessieren:
www.autorinnen.de

Wenn Sie Ihr Manuskript bei einer seriösen Literaturagentur unterbringen oder dem richtigen Verlag anbieten möchten: Im Jahrbuch für Autorinnen und Autoren 2010/2011 finden Sie dazu die aktuell recherchierten Adressen, mit Genre-Index und durch Fragebogen ermittelten Programme und Angaben zur Form der Manuskriptangebote. Dazu hunderte weiterer Adressen aus dem Literaturbetrieb, redaktionelle Beiträge zum Buchmarkt unmd zum Schreiben und Veröffentlichen. Jahrbuch für Autoren, Autorinnen 2010/2011, Hardcover, 800 Seiten, nur 29,90 Euro versandkostenfrei:
www.autoren-jahrbuch.de

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Gerhild Tieger

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