Ein reines Tagebuch führe ich nicht. Das wäre mir zu eng. Ich führe ein Logbuch oder Journal, das außer dem Tagebuch auch alle meine Ideen und Gedanken enthält, nicht aber aber meine Termine.

Die Regeln sind:
1. Du sollst kein anderes Notizbuch haben neben mir.
Damit ist gemeint, dass alles nur in das Logbuch oder Journal geschrieben wird. Damit wird verhindert, dass Gedanken zu früh bewertet oder gar sortiert werden.
2. Mit meinem Logbuch bin ich intim
Um so viel Vertrauen zu einem Schriftstück aufzubauen, muss ich vorher sicher stellen, dass niemand außer mir Zugang hat.
3. Formuliere Deine Projekte
Erfolgreiche Gedanken sind Projekt orientiert. Einzelne Gedankensplitter werden zwar auch notiert, aber die eRfahrung hat gezeigt, dass daraus selten etwas wird. Mein eigenes Ich kann dabei durchaus zu einem Projekt werden, vor allem in Zeiten persönlicher Krisen.
4. Schreibe zweigleisig
Manchmal ist es erhellend, sich selbst beim Schreiben zu beobachten und diese Selbstbeobachtungen zu notieren

Das Management des Schreiben verläuft folgendermaßen:
1. alle interessanten gedanken werden notiert. Gedanken werden durch Absätze getrennt 2. Am Ende eines Monates werden die Gedanken erneut gelesen und mit einem oder mehreren Schlüsselwörtern versehen 3. Die Gedanken werden einmal unter dem entsprechenden Monat abgespeichert (chronologische Erinnerung) und einmal unter den Schlüsselwörtern. Anschließend ist der Masterfile wieder frei.
4. Wenn die Gedankensammlungen unter einem bestimmten Schlüsselwort eine krtische Größe erreicht hat, wird dieser File durchgearbeitet und seine Inhalte sortiert. Bei dieser erneuten Begegnung mit den eigenen Gedanken kommen neue Ideen, die dann wieder in den Masterfile notiert werden.
Siehe das erste Gebot.

Dieses Vorgehen führt unter anderem dazu, dass Gedankens ich vernetzen und gegenseitig verstärken. Das Ergebnis ist eine Gedankentiefe, die sich durch einfaches Nachdenken nicht erreichen lässt.

Zur Nachahmung empfohlen.

Prof. Dr. Wolfhard Symader, Trier, Jan. 2010