Archive für Januar 2010

Mittwoch, 27. Januar 2010

John Fante: vorbild für Charles Bukowski

John Fante ht immerwieder seinen beruf als schriftsteller und drehbuchautor zum thema seiner romane gemacht. Charles Bukowski äußerte einmal: “Fante war mein Gott”. “Ich fing dauernd Romane an und füllte damit die Pausen zwischen Drehbuchaufträgen. Aber das führte zu nichts und scheiterte an einem Mangel an Selbstvertrauen und Disziplin, und ich gab es schließlich mit [...]

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Dienstag, 26. Januar 2010

… “indem ich sage das ist 1 Gedicht

Autorenbrief vom 26. Januar 2010 ist es ein Gedicht. Meine/ Ärztin sagt, essen Sie 1 Gedicht, ich/ weisz nicht wie man es kocht, sage ich.” Das, liebe Autorinnen und Autoren, schreibt Friederike Mayröcker. Zwei Dialogsätze genügen, um den Leser an die Person zu binden, die bekennt, dass sie nicht weiß, wie man ein Gedicht kocht [...]

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Montag, 25. Januar 2010

Jim Jarmusch: überzeugen durch improvisation

Marco Schmidt berichtet am 7.1.2010 in der FAZ unter der überschrift “Von Gangstern, Musikern und Pilgern – Lernen von den Meistern: Cuarón, Jarmusch, Kusturica” über das Filmfestival Marrakesch und die meisterkurse der drei erfolgreichen regisseure. Cool und bescheiden tritt Jarmusch auf: “Ich bin kein Lehrer”, stellt er gleich zu Beginn seines Meisterkurses klar, “sondern ein [...]

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Mittwoch, 20. Januar 2010

Tanja Dückers: Die kurze Geschichte meines Tagebuchs

Ich weiß, es klingt kitschig und nach Klischee – dem Klischee des “frühen Talents”: Ich begann als Grundschülerin Geschichten zu schreiben, gern auch Gedichte – in denen sich Haus auf Maus auf Nikolaus reimte. Nun ja. Als ich zehn Jahre alt war, schrieb ich nach einem heftigen Sommergewitter ein Gedicht, beim dem sich “hören” auf [...]

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Mittwoch, 20. Januar 2010

“Eine Geschichte richtig erzählen -

Autorenbrief vom 20. Januar 2010 Liebe Autorinnen und Autoren, “Eine Geschichte richtig erzählen ist keine einfache Sache”, äußerte der Nobelpreisträger Halldor Laxness einmal, “jedenfalls ist mir keine andere viel schwierigere bekannt.” Ein Statement der Bescheidenheit, denn der Schriftsteller hatte bereits mit dreizehn Jahren seinen ersten Roman und vor seinem siebzehnten Geburtstag einen zweiten beendet. Ganz [...]

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Mittwoch, 20. Januar 2010

Wolfhard Symader: Mein Logbuch

Ein reines Tagebuch führe ich nicht. Das wäre mir zu eng. Ich führe ein Logbuch oder Journal, das außer dem Tagebuch auch alle meine Ideen und Gedanken enthält, nicht aber aber meine Termine. Die Regeln sind: 1. Du sollst kein anderes Notizbuch haben neben mir. Damit ist gemeint, dass alles nur in das Logbuch oder [...]

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Mittwoch, 20. Januar 2010

Barbara-Marie Mundt: Reisetagebücher

ich habe auch zu zeiten von depressionen tagebuch geschrieben – als der vater meiner kinder mich verlassen hatte – um nicht verrückt zu werden. aber am liebsten habe ich reisetagebücher geschrieben, zuletzt von unserer schiffsreise mit einem selbst gebauten katamaran vom rhein, moselaufwärts nach frankreich, durch den canal de vosges, saône, rhoneabwärts, in séte ins [...]

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Dienstag, 19. Januar 2010

A.L. Kennedy: bewunderung und ablehnung für kollegen

Thomas David im gespräch mit der schriftstellerin, die an die “Macht der Literatur” glaubt: Welche Position nimmt der Schriftsteller in der Gesellschaft ein? “Als Schriftsteller ist man Beobachter, und als solcher darf man nicht Teil dessen sein, was man beobachtet. Natürlich ist es hin und wieder schön, Teil der Gesellschaft zu sein, aber dann ist [...]

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Montag, 18. Januar 2010

Franz Hohler: das lebenswichtige organ fantasie

Matthias Zehnder fragt den schriftsteller Franz Hohler, bekannt für seine kinderbücher, kurzgeschichten, theaterstücke und romane, anlässlich der veröffentlichung seines neusten bandes mit erzählungen: Was bedeutet Ihnen die Fantasie? “Ein lebenswichtiges Organ, das in ständiger Gefahr ist, zu verkümmern, nicht genug genährt zu werden. Ein Organ, das gerne der Kinderwelt zugeordnet wird. … Das Organ Fantasie [...]

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Sonntag, 17. Januar 2010

Steve Toltz: mit debütroman auf die Booker Shortlist

wie es dazu kam? “Eines Tages wurde mir plötzlich klar, dass mir nicht mehr so viel Zeit für all die Dinge blieb, die ich gern tun würde. Ich war gerade zwanzig, hatte die Universiät abgeschlossen und unverhältnismäßig lange – wenn man mal davon ausgeht, dass ich ungefähr achtzig Jahre alt werde – an ein und [...]

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