Mi 2 Dez 2009
Jürg Halter: zutaten zum schlechten gedicht
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
1 Kommentar
“Schlechte Gedichte, die übrigens oft mit derselben Leidenschaft geschrieben sind wie die guten, sind meist daran gescheitert, dass der Autor keine eigene Sprache hat oder noch danach sucht. Er gebraucht Metaphern, die schon hundertmal gebraucht worden sind. Er benutzt Satzwendungen, Begriffe, die er irgendwo gelesen hat, die aber im Kontext des Gedichtes aufgesetzt oder sogar unfreiwillig komisch wirken. Das ist natürlich auch mir schon passiert, denn es ist ja viel einfacher schlechte Gedicht zu schreiben als gute. Wichtig ist, immer wieder Distanz zu sich und seinem Schreiben zu schaffen. Sich vorzustellen, wie der Gedicht auf einen wirken würde, wäre man selbst nicht der Autor.”
Claudia Senn hat den lyriker und rapper (als Kutti MC kult), der auch essays und kolumnen schreibt interviewt.
von Jürg Halter erschien 2008 der gedichtband “Nichts das mich hält” im Ammann verlag
13. Dezember 2009 um 18:45
die meisten autoren schreiben nicht gedichte oder verwenden Worte die sie gelesen haben, sondern wie sie fühlen und die umwelt betrachten. Ich bin eine autorin die gedichte von fein bis hart schreibt. Und ich möchte auch in den harten gedichten auf soziale und poltische ungerechtigkeiten aufmerksam machen.