Mo 19 Okt 2009
Charles Lewinsky hört einen schriftstellerwitz
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
[3] Kommentare
von seinem argentinische kollegen José Pablo Feinmann und der geht so:
“Ein Schriftsteller ist gestorben und kommt ans Himmelstor. Dort wartet schon Petrus auf ihn und sagt:
“Gratuliere, Sie sind fürs Schriftstellerparadies vorgesehen. Wenn Sie es vielleicht einmal besichtigen möchten?”
“Gern,” sagt der Verstorbene, und Petrus führt ihn zu einem Guckloch, durch das man ins Paradies schauen kann. Dort sieht es so aus:
Die Dichter sitzen auf feurigen Stühlen vor rot glühenden Tastaturen, bei jedem Buchstaben, den sie tippen, verbrennen sie sich die Finger, und sie jammern und klagen und raufen sich die Haare.
“Wenn das das Paradies ist,” meint der tote Schriftsteller, “dann möche ich doch gern mal die Hölle sehen.”
“Ganz wie Sie wünschen,” sagt Petrus. Die beiden fahren mit dem Aufzug eine Million Stockwerke nach unten und landen in der Schriftstellerhölle. Und die ist so:
Die Dichter sitzen auf feurigen Stühlen vor rot glühenden Tastaturen, bei jedem Buchstaben, den sie tippen, verbrennen sie sich die Finger, und sie jammern und klagen und raufen sich die Haare. Alles ist so wie im Himmel.
“Wo ist denn da bitte der Unterschied?”, erkundigt sich der tote Schriftsteller.
“Ganz einfach”, antwortet Petrus. “Die hier unten finden keinen Verleger.”
3 Kommentare für “ Charles Lewinsky hört einen schriftstellerwitz ”
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Trackbacks & Pingbacks:
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Pingback from Haramis’ Schreiben-Welt » Autorenwitz
30. Oktober 2009 um 10:26[...] Das hier ist ein ganz gemeiner Autorenwitz. [...]
21. Oktober 2009 um 11:58
Oh, der ist fies!
Ja, so sieht eben eine Schriftstellerhölle aus. Ansonsten erträgt man ja alles …
23. Oktober 2009 um 12:36
So sieht die Schriftstellerhölle aus, wenn die Schriftsteller es unbedingt so wollen. Ich persönlich glaube eher, dass eine heitere Herangehensweise möglich, gesünder und im Ergebnis mindestens ebenso gut ist wie das zelebrierte Leiden. In der ironischen Überspitzung ist die Anekdote aber sehr schön. Lewinsky selbst arbeitet sicher nicht mit einem solchen Masochismus – allerdings ist unsere Begegnung um die 20 Jahre her….