in seinem interview für die FAZ stellt Thomas David dem autor die frage:

“In “Cellisten”, einer der Erzählungen Ihres Buches, ist die selbsterklärte Cellistin Eloise McCormack so darum bemüht. ihre vermeintliche Begabung vor Leuten zu schützen, die sie zerstören könnten, dass sie nie auf ihrem Instrument spielt. Wie schützt man seine Begabung vor der eigenen Illusion?”

(…) kennt nicht jeder von uns einen Schrifststeller, der bisher noch keine Zeit gefunden hat, einen Roman zu schreiben? Jemanden, der den Status für sich beansprucht, etwas Außergewöhnliches leisten zu können, ohne dies jemals zu tun? Die psychologische Strategie, etwas aufzuschieben, weil angeblich die Umstände nicht stimmen oder man angeblich eine Verantwortung für sein Talent verspürt, die einen vorerst noch davon abhält, sich darin zu üben, dient nicht wenigen Leuten als Ausrede von erstaunlicher Überzeugungskraft. Selbst wenn die meisten vielleicht nicht so verwegen sind und wie Eloise behaupten, eine große Cello-Virtuosind zu sein, ist die Vorstellung, eine besondere Sensibilität, eine künstlerische Ader, ziemlich verbreitete. Es spielt offenbar keine Rolle, ob man seine Begabung auslebt, solange man auf diese Weise einen besonderen inneren Wert bezeichnen kann.”

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