„Peter Körte und Martin Scholz im interview mit dem amerikanischen schriftsteller, zu dessen markenzeichen der stylische plantagenbesitzer-look gehört – von kopf bis fuss in weißem tuch.

Ihr Kollege John Irving, der sowohl die Erzähler des 19. Jahrhunderts als auch Creative Writing Kurse schätzt, hat (…) gesagt, ein guter Erzähler müsse auch ein guter Lügner sein.

„Die eigentöiche Tätigkeit des Schrifstellers besteht nicht darin, die buchstäbliche Wahrheit aufzuschreiben – aber ist deshalb gleich alles gelogen? Es steht doch auf dem Buchcover: „Ein Roman“ Alles, was ich recherchiert habe, muss irgendwie zu der Psychologie der Figur passen. Es ist wie in der Geometrie: Man hat zwei Linien. Was Zola „dokumentieren“ nannte, ist die Horizontale, und die vertikale Linie ist die Psychologie der Figuren. Man kann innerhalb des realistischen Romans alles tun, was man auch in anderen Formen erreichen kann. Ich lese doch, um zu erfahren, was andere Menschen tun und denken, um etwas Neues zu entdecken. Ich zeige auch die Figuren gern bei der Arbeit. Es gibt heute viele Romane mit Ärzten, Anwälten oder Geschäftsleuten, nur erlebt man sie kaum je bei der Arbeit. Warum? Weil der Autor nicht weiß, was sie genau tun.“

das meistgelesene buch von Tom Wolfe ist wohl „Fegefeuer der Eitelkeiten“ – im Heyne Verlag in diesem jahr erschienen: Der Electric Kool-Aid Acid Test: Die legendäre Reise von Ken Kesey und den Mery Pranksters