“Die Geburt des Lesers ist zu bezahlen mit dem Tod des Autors.”, hat der philosoph und autor Roland Barthes behauptet. und Jürgen Kaube, journalist und autor, ergänzt “weil diese Figur, so lange sie lebendig ist, die Deutungen zu ihrem eigenen Schaden unter den Zwang setze, einen einheitlichen, widerspruchsfreien Sinn ins Geschriebene hineinzulesen.”
(…) “Wozu benötigen wir die Vorstellung, literarische Werke hätten einen bestimmten Eigentümer, kämen aus einer bestimmten Quelle?”
Jürgen Kaube beantwortete seine Frage auch gleich mit dem Hinweis:
“In der angelsächsischen Philologie gibt es seit jeher eine heitere Antwort hierauf. Der Autor wird benötigt, um sich über seine Identität streiten zu können, – so wie erst die Annahme, dass es einen Mörder gibt – und nicht etwa nur “die Verhältnisse” gemordet haben – den Kriminalroman interessant machen.”