in der Zeit befragt Wolfram Eilenberger in einem ausführlichen gespräch den schriftsteller Jonathan Franzen u.a. auch über die arbeit an seinem neuen roman:

(…) Dann pflegen Sie zu Ihren Romanfiguren also ein eheähnliches Verhältnis?

„Ich benötie lange, um eine Figur zu entwickeln, die ich liebe. Ist es gelungen, will ich dann auch eine gewisse Zeit mit ihr verbringen – eine Affäre von ein paar Monaten ist mir einfach zu wenig. Vor allem aber bin ich als Schriftsteller nach wie vor von dem naiven Drang getrieben, die Arbeit an einem Buch müsse für mich selbst eine transformierende Erfahrung bedeuten. Ohne das Gefühl, dass es dabei um etwas Grundlegendes geht, etwas, das mich im Kern betrifft, kann ich einfach nicht schreiben.“