Do 14 Mai 2009
P.D.James: inspiration zum mord
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
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“Als ich den Schauplatz vor Augen hatte, fing die Geschichte an, sich wie von selbst zu entwickeln. Ich sah sie vor mir, den Chirurgen aus London, der von diesem Haus geträumt hat, seine Mitarbeiter in der Klinik, seine Weggefährten und Konkurrenten, und vor allem die Journalistin, die sich eine Narbe entfernen lassen will, mit der sie seit ihrer Kindheit gelebt hat und die sie endlich mitsamt ihren traumatischen Erinnerungen los wer den will. Das diese Journalistin, die ihre Karriere auf dem Aufspüren von Geheimnissen anderer Menschen aufgebaut hat, das erste Mordopfer sein würde, war mir sofort klar.”
und welche themen sucht sich die von der Queen zur Baronin of Holland Park geadelte schriftsstellerin?
“Themen, die mich interessieren, sind ja auch ein Teil meines Lebens. Ich könnte nie über etwas schreiben, das mich nicht selbst interessiert, bewegt, fasziniert. Und immer stelle ich die Frage nach Schuld und Sühne. Die Vergangenheit ist nie vorbei. In jedem meiner Romane spielt sie in die Gegenwart hinein. Vielleicht hängt diese Einstellung auch mit meiner christlichen Erziehung zusammen, dass ich immer nach Vergebung und Abbitte frage und danach, warum Menschen die schmale Grenze zwischen Gut und Böse überschreiten.”
aus einer rezension von Margarete von Schwarzkopf über den roman Ein makelloser Tod, erschienen bei Droemer, München