Mi 18 Mrz 2009
Carlos Ruiz Zafon: ein roman wie eine kathedrale
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
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er ist journalist und drehbuchautor, hat mit einem Jugendroman Der Fürst des Nebels seine entwicklung zum schriftsteller begonnen und weitere jugendromane geschrieben. dann wurde sein roman Der Schatten des Windes ein bestseller und 10 millionen mal verkauft. auch der darauffolgende, Das Spiel des Engels, ist ein erfolg.
“Am Anfang meines Schreibens steht immer ein Bild”, verrät der autor. die idee für Das Spiel des Engels, in dem es, ähnlich wie bei Richard Brautigan und Thomas Lehr, geht es um unbekannte oder vergessene, hier gleich um einen “Friedhof der vergessenen Bücher”, kam ihm beim besuch eines antiquariats auf Long Island, wo kunden in unbeleuchteten räumen mit einer taschenlampe nach bücherschätzen suchen.
Zafon beginnt seine romane mit einer festen vorstellung davon, wohin sie führen sollen: “Eine Geschichte muss man inszenieren.” und:
“Wenn man handlungsgetriebene Romane schreibt, muss man wissen, wie die Geschichte endet, bevor man anfängt. (…) Die Details werden erst beim Schreiben sichtbar, und oft ergeben sich neue Möglichkeiten und reizvolle Umwege.”
der schriftsteller findet auch einen großartigen vergleich für die wirkung, die ein buch auf seinen leser haben soll:
“Ein Buch ist wie eine Kathedrale aus Wörtern. Man betritt sie und ist überwältigt – auch wenn man von der Statik keine Ahnung hat.”
aus einem gespräch, das Sieglinde Geisel mit dem spanischen schrifststeller Carlos Ruis Zafon, der heute in Los Angeles lebt, führte.